«Das ist nicht gut für die königliche Familie»
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«Nicht gut für Königsfamilie»:Das sagen Norweger vor dem Prozess gegen Marius Borg Høiby

Prozess von Marius Borg Høiby
«Ich habe kein ‹Nein› oder ‹Ich will nicht› bekommen»

Heute Dienstag startet die zweite Prozess-Woche in der Causa Marius Borg Høiby – am Nachmittag muss sich der Sohn von Kronprinzessin den Vorwürfen der Vergewaltigung stellen. Blick tickert live.
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Vor Gericht wird Borh Høiby von den Anwälten Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic vertreten.
Foto: keystone-sda.ch
15:44 Uhr

Fazit Prozesstag fünf: Weist Vorwürfe erneut zurück

In seiner Aussage am insgesamt fünften Verhandlungstag hat Marius Borg Høiby die Vergewaltigungsvorwürfe im Falle der «Lofoten-Frau» erneut abgewiesen und einmal mehr betont, dass er nicht mit schlafenden Frauen Sex habe. Zuvor sei es in der betreffenden Nacht im Oktober 2023 mehrmals zu einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gekommen. Er habe sie dafür mit Berührungen geweckt – nicht jedoch mit Sex. 

Die «Lofoten-Frau» selbst hatte am Morgen ausgesagt. Auch sie berichtet von mehrfachem, einvernehmlichen Sex. Sie sei erwacht, als sie gemerkt habe, dass er Geschlechtsverkehr mit ihr habe. Sie sei wie in Schock gewesen, habe auch Schmerzen verspürt. 

15:40 Uhr

Marius Borg Høiby fragt nach einer Pause – Verhandlung vertagt

Eine Stunde lang hat sich Marius Borg Høiby den Fragen des Gerichts gestellt, was ihn ganz schön erschöpft hat. «Ich werde langsam richtig müde, ist es möglich eine Pause zu machen?», fragt er den Richter. Daraufhin wird entschieden die Sitzung für heute zu beenden und zu vertagen. Morgen um 9. 30 Uhr wird Borg Høiby erneut aussagen. 

15:29 Uhr

«Ich habe kein ‹Nein› oder ‹Ich will nicht› bekommen»

Er habe sie geweckt, um mit ihr Sex zu haben, so Marius Borg Høiby über die Nacht im Oktober 2023 mit der «Lofoten-Frau». «Es gab dabei nie ein Problem. Ich habe kein ‹Nein› oder ‹Ich will nicht› bekommen. Warum sollte ich das also tun?»

15:22 Uhr

Durch Berührungen an der Brust und den Genitalien geweckt?

Der Staatsanwalt will von dem Angeklagten wisse, ob er die «Lofoten-Frau» in der besagten Nacht durch Berührungen geweckt habe, was Borg Høiby bejaht. «Ich kann mich nicht genau erinnern. Aber ich habe es gelesen und gehört. Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie es so falsch sein kann», so der 29-Jährige. Er selbst sei in ähnlichen Situationen ebenfalls durch Berührungen geweckt worden und habe dabei «immer nur Freude und Aufregung emfpunden».

Liebe man zusammen im Bett und hatte davor schon Sex, so sehe er dies als ein «Hey, wollen wir weitermachen?». Daran fände er nichts verwerfliches, «wenn man erst Minuten zuvor Sex hatte».

15:18 Uhr

Aufnahme von ihrem Bauch

Nun kommt der Staatsanwalt auf das kurze von Borg Høiby aufgenommene Video zu sprechen. Dieses sei in der besagten Nacht aufgenommen worden, fünf Sekunden lang und zeige den nackten Bauch der «Lofoten–Frau». Die Aufnahmen seien ohne ihre Einwilligung entstanden, gab sie am Morgen an. An Details zum Video mag sich Borg Høiby nicht so recht erinnern, betont allerdings: «Ich habe ihr nichts angetan, während sie schlief».

15:03 Uhr

Bekräftigt Mühe, zwischen Erzählungen und Erinnerungen zu unterscheiden

Marius Borg Høiby hat eigenen Aussagen nach Mühe, zu unterscheiden, was in der Nacht wirklich geschehen war und was er einfach darüber gelesen habe. So oder so hält er fest, dass die «Lofoten-Frau» beim Sex wach gewesen sei. Der Staatsanwalt will wissen, woran er sich erinnern kann und woran nicht. «Ich habe Erinnerungen daran, dass wir Sex hatten, aber ich weiss nicht, wie ich sie in meinem Kopf segmentieren soll – oder überhaupt segmentieren kann», so Borg Høiby. Er wiederholt seine Aussage von vergangener Woche, wonach er «keinen Sex mit schlafenden Frauen» zu haben. 

«Mir wird hier vorgeworfen, mit ihr Sex gehabt zu haben, während sie nicht wach war – ich verstehe das nicht ganz. Wenn wir schon mehrmals Sex hatten, warum sollte ich dann mit ihr Sex gehabt haben, während sie nicht wach war?», fragt Borg Høiby. 

14:49 Uhr

«Es war sehr schön»

Vor Ort in der Holzfabrik sei er dann auf die «Lofoten-Frau» getroffen. Während sich Kronprinz Haakon dann irgendwann zurückgezogen habe, seien die beiden noch etwas geblieben und später zu zusammen zu dem Ort losgegangen, wo sie gemeinsam übernachten wollten. Dort hätten sie dann «völlig normalen, einvernehmlichen und angenehmen Sex» gehabt, so Borg Høiby. «Es war sehr schön». Weiter: «Es gab nicht viel, was sich in dieser Nacht von vielen anderen Nächten unterschied.»

14:34 Uhr

Borg Høiby ist im Gerichtssaal

In Oslo beginnt die Vernehmung von Marius Borg Høiby. «Ich finde es unglaublich unangenehem, hier zu sitzen» meint dieser gleich zu Beginn. Die Zeit vor dem Vorfall auf den Lofoten im Oktober 2023 beschreibt er gemäss «vg» als schwierige Zeit. Daher habe ihn sein Stiefvater, Kronprinz Haakon, auf einen gemeinsamen Ausflug mitgenommen, damit er einmal aus Oslo herauskomme. Die beiden Männer teilen sich gemäss Borg Høiby die Leidenschaft fürs Surfen. Am Abend hätten sie sich dann in einer Holzfabrik gemeinsam einen Skifilm angesehen. 

Während der 29-Jährige seien Aussage macht sitzt die «Lofoten-Frau» im Saal und hört seinen Schilderungen zu. 

14:20 Uhr

«Wie in Trance»

Vor der mutmasslichen Vergewaltigung haben die beiden mehrfach einvernehmlichen Sex gehabt. Dazwischen soll sie immer wieder kurz geschlafen haben. Einmal sei sie dann allerdings erwacht, als sie spürte wie er Geschlechtsverkehr mit ihr hatte. Sie habe Schmerzen verspürt und sei «wie in Trance» einfach da gelegen. Staatsanwalt Sturla Henriksbø will wissen, ob es für Borg Høiby ersichtlich gewesen sei, dass sie geschlafen hatte. Dies bejaht die «Lofoten-Frau». Nach ihrer Vernehmung gibt es eine kurze Pause, dann soll um 14.30 Uhr Borg Høiby erneut aussagen. 

13:52 Uhr

War auch Haakon dabei?

Brisant ist ihre Aussage, sie habe sich am selben Abend auch mit Kronprinz Haakon unterhalten, der mit seinem Stiefsohn auf den Lofoten weilte. Zur Untermauerung der Anklage wurden zudem Daten ihrer Pulsuhr präsentiert, die einen starken Anstieg der Herzfrequenz zeigen sollen. Die Zeugin setzt ihre Aussage am frühen Nachmittag fort, danach soll Borg Høiby selbst zu den Vorwürfen befragt werden.

Foto: imago/PPE
13:51 Uhr

Über Tinder kennengelernt

Vor Gericht schilderte sie, wie sie Høiby über Tinder kennenlernte, ihn in einer Bar traf und mit ihm die Nacht in ihrer Wohnung verbrachte. Sie beschrieb den Moment des Erwachens während des Geschlechtsverkehrs als Schock.

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