Darum gehts
- Sarah Connor startet am 13. März ihre Arena-Tour mit «Freigeistin»
- Emotionale Songs wie «Zusammen ist man weniger kaputt» zeigen tiefe Krisen
- Tour führt durch Zürich, Berlin, Hamburg und endet am 1. April
Sarah Connor (45) startet am 13. März ihre grosse Arena-Tour – und legt dabei ihr Herz offen. Mit der Limited-Deluxe-Edition ihres Albums «Freigeistin» aus 2025, die in wenigen Tagen erscheint, zeigt die Sängerin ihre verletzlichste Seite. In einem Interview mit Apple Music spricht sie über die schwierige Zeit, die sie und ihr Ehemann Florian Fischer (51) vor fünf Jahren durchlebt haben.
Besonders bewegend: der Song «Zusammen ist man weniger kaputt», der aus dieser Phase stammt. «Da hatten mein Mann und ich eine grosse Krise und das jetzt wieder zu singen, ist so krass», sagt Connor emotional über die Zeilen, die sie schreiben musste, als ihre Ehe auf dem Prüfstand stand. Die Sängerin gesteht, sie sei bei den Aufnahmen von den Gefühlen von «Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit» überwältigt worden, die diese Zeit geprägt haben.
Songs bieten Blick in ihre Seele
Connor hat einen besonderen Umgang mit sehr privaten Songs: Sie legt sie zunächst beiseite. «Zu intim, zu nah», erklärt sie. Erst nach Jahren kann sie solche Stücke veröffentlichen, wenn der Abstand gross genug ist. Doch es ist der Gedanke an andere Menschen, der sie zum Teilen bewegt. «Ich weiss, dass es andere Menschen gibt, andere Frauen, andere Paare, die auch da durchgehen und die genau diesen Moment dann haben», sagt sie. Das sei der Grund, warum sie ihre Musik nicht für sich behalten könne. Für Connor wäre es «geizig», den Schmerz und die Hoffnung dieser Songs nicht mit der Welt zu teilen.
In «Zusammen ist man weniger kaputt» wird es besonders direkt. Zeilen wie «Und dann zieh ich wieder los, geh auf die Reise. Tanz eng mit andern Typen, lache laut und weine leise. [...] Schlaf mich durch fremde Betten in der Hoffnung, dass ich heile» zeigen, wie tief die Krise ging. Der Song ist ein Blick in ihre Seele – und ein Versuch, Heilung zu finden.
Was Ehemann Fischer nicht sehen soll
Noch persönlicher wird die Sängerin, als sie über ihren Computer spricht. Dieser ist für sie ein Tresor, in dem sie ihre dunkelsten Gedanken aufbewahrt. Sie habe ihrem Mann klipp und klar gesagt: «Guck nicht in meinen Computer, guck nicht da rein. Das willst du einfach nicht sehen.» Beim Lesen ihrer eigenen Aufzeichnungen spüre sie oft, dass darin vor allem Unglück schlummert. «Wenn ich tot bin, könnt ihr daraus ein Buch machen», scherzt sie mit einer Portion Selbstironie, bevor sie hinzufügt, dass es rückblickend doch nicht ganz so schlimm gewesen sei.
Einige Songs ihres Albums sind so emotional, dass sie sie bei den Proben kaum singen konnte – zwei davon sogar nur zweimal. Die Arena-Tour führt Sarah Connor durch Städte wie Zürich, Berlin, Hamburg und Wien. Auftakt ist am 13. März in Kiel, das Finale am 1. April in Mannheim.