Lambert Hamel ist tot. Wie die Familie der deutschen Schauspiel-Legende laut der Deutschen Presse-Agentur mitteilt, verstarb Hamel bereits am vergangenen Freitag, 13. Februar im Alter von 85 Jahren an kurzer, schwerer Krankheit.
Hamel hinterlässt ein grosses schauspielerisches Erbe. Nicht nur machte er sich über Jahrzehnte einen Namen auf renommierten Theaterbühnen Deutschlands, wie etwa den Münchner Kammerspielen und dem Bayerischen Staatsschauspiel, er brillierte auch vor der Kamera. Seine Auftritte in «Derrick», «Der Kommissar», «Rette mich, wer kann» oder «Der Bergdoktor» bleiben unvergesslich.
Vielfältigkeit vor der Kamera und auf der Bühne
Wie vielfältig Lambert Hamel war, stellte er auch mit seiner Tätigkeit als Synchronsprecher unter Beweis. Internationale Stars wie Philippe Noiret und Charlton Heston durften sich im deutschsprachigen Raum seiner Stimme bedienen.
Lambert Hamel liess sich nicht gerne auf einen Typen festlegen, hatte Spass daran, verschiedene Charaktere zu verkörpern und so sein volles Potenzial auszuschöpfen. Er studierte in jungen Jahren Theaterwissenschaft und Philosophie und besuchte die Bochumer Schauspielschule. Noch bevor er dort seinen Abschluss machte holte ihn das Deutsche Schauspielhaus Hamburg in seine Reihen. Hamel konnte Molière, Kleist, Lessing, Shakespeare. Doch auch TV-Doku-Dramen lagen ihm und so gab er 2005 in «Deutschlandspiel» den Alt-Kanzler Helmut Kohl.
Geboren in Ludwigshafen, lebte Lambert Hamel seit Jahrzehnten in der bayerischen Hauptstadt München.