«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»
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Mit Kaugummi und Sonnenbrille:«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»

Skandal-Szene im Gerichtssaal
Høiby kritzelt nackte Frau in sein Notizbuch

In diesen Wochen findet der Prozess gegen Marius Borg Høiby statt. Ihm werden unter anderem Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch vorgeworfen. Blick hält dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Marius Borg Høiby steht seit dem 3. Februar in Oslo vor Gericht.
Foto: keystone-sda.ch
06.03.2026, 17:53 Uhr

Skizzen von nackter Frau

Von Fynn Müller, People-Redaktor

Marius Borg Høiby (29) sorgt bei seinem Prozess mit Zeichnungen für Aufsehen. Wie «Bild» berichtet, kritzelt er während der Anhörungen im Saal 250 des Amtsgerichts ununterbrochen in seinem Skizzenblock – selbst dann, wenn ihn die Staatsanwaltschaft befragt. 

Seine Anwältin Ellen Holager Andenæs verteidigt das ungewöhnliche Verhalten: «Er zeichnet, weil er sich dann besser konzentrieren kann.» Auf einigen seiner Werke, die TV2 veröffentlichte, sind aufwendige Tattooskizzen zu sehen. Darunter ein schwarzer Panther, der mit einer Schlange kämpft, und ein Tigerkopf, umgeben von klassischen Symbolen wie Blumen und Stacheldraht. 

Auffällig: Über dem Tiger skizzierte Høiby eine nackte Frau mit Blumen im Haar und schrieb daneben «FTP» – die Abkürzung für «Fuck the Police». Ein weiteres Werk trägt die Worte «Trist som Faen» («Traurig wie der Teufel»), ein Verweis auf das Buch des verstorbenen Ari Behn (†47), dem Ex-Mann von Høibys Stieftante, Prinzessin Märtha Louise. 

Høiby, der engen Kontakt zu Behn hatte und seinen Verlust tief betrauert, verarbeitet offenbar auch diesen Schmerz in seinen Zeichnungen.

06.03.2026, 15:01 Uhr

Die Nacht vor der U-Haft

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Høiby soll die Vorfälle in der Nacht vor seiner U-Haft am Wochenende vor Prozessbeginn schildern. Zwischen ihm und der «Frogner-Frau» kam es zum Streit, er warf ihr erneut Untreue vor, beschimpfte sie als «untreue, verdammte Hure». Als sie den Raum verlassen wollte, habe er den Türgriff gepackt und sie zwischen sich und der Tür eingeklemmt. «Es wurde als gewalttätig von mir beschrieben.» Er habe aber nicht die Absicht gehabt, gewalttätig zu sein. «Es war ein Unfall. Ich habe die Tür zugeschlagen. Ich wollte sie in keiner Weise verletzen.» 

Daraufhin habe sie sich auf den Boden gesetzt; er sei in die Küche gegangen, um ein Messer zu holen. Er sei sehr «traurig und wütend» gewesen. Høiby beschreibt, wie er das Messer aus Verzweiflung gegen sich selbst gerichtet habe. Die Frau habe daraufhin geschrien: «Du bist verrückt!». Er habe nicht vorgehabt, das Messer gegen sie zu richten. Die Frau steht auf und beschliesst, die Polizei zu rufen. Høiby zerstört daraufhin sein Handy. 

Am nächsten Tag, gegen 9 Uhr, habe Høiby Vater ihn angerufen. Er habe ihm gesagt, dass er mit der «Frogner-Frau» gesprochen habe. Gegen Mittag habe Høiby erfahren, dass die Polizei nach ihm suche und bereits bei ihm zu Hause gewesen sei. Auf Rat seines Psychiaters sei er daraufhin in die psychiatrische Notaufnahme in Drammen gefahren. Dort sei er später von der Polizei aufgesucht worden. 

06.03.2026, 13:05 Uhr

Høiby hat Kontaktverbot bewusst gebrochen

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Høiby weint erneut vor Gericht. Er berichtet von «extremem Herzschmerz», den er erlitten habe, während die «Frogner-Frau» den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte. Einmal habe sie ihm «ganz eiskalt» gesagt, «sie sei Single, und jetzt gehe sie aus und geniesse ihr Single-Leben.» Sie habe angedeutet, dass sie mit jemand anderem zusammen sein würde. «Und dann geriet ich völlig in Panik und rief mindestens 172-mal an, wahrscheinlich sogar öfter, und schickte viele Nachrichten.» 

Es hätte für ihn nur zwei Optionen gegeben: allein in Skaugum zu bleiben oder das Kontaktverbot zu brechen, um bei ihr zu sein. Daraufhin habe er sich bewusst entschieden, das Kontaktverbot zu missachten. Er betont jedoch, dass er niemals damit gedroht habe, sich das Leben zu nehmen, um Kontakt zu ihr zu bekommen.

Høiby sagt, er und die «Frogner-Frau» hätten sich mehrfach heimlich getroffen, trotz des Kontaktverbots. Beim ersten Treffen, so berichtet er, sei sie auf ihn zu gerannt, als er aus dem Auto stieg, und habe ihn «zehn bis fünfzehn Minuten lang» umarmt. Sie hätten zusammen gelacht. 

06.03.2026, 11:25 Uhr

Mette-Marit: «Zieh dir Klamotten an, die nicht nach Alkohol riechen!»

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Nach dem Vorfall in der Wohnung erhält Høiby einen Anruf seiner Mutter, der Kronprinzessin Mette-Marit. Sie sagt ihm, die Polizei habe bei ihr angerufen und er würde möglicherweise verhaftet. «Und dann vergehen vielleicht 30 Sekunden, bevor mich eine unbekannte Nummer anruft», sagt Høiby vor Gericht. «Es ist ein Polizist, der sagt: Hallo Marius. Wie geht es Ihnen heute? Ich sage, dass es mir heute nicht so gut geht.» Daraufhin erklärt ihm der Polizist, dass sie kommen würden, um ihn zu verhaften.» Er sei in Panik geraten.

Seine Mutter kam und riet ihm, er solle unter die Dusche springen und sich Klamotten anziehen, die nicht nach Alkohol riechen. Danach fuhren sie zusammen zur Polizei. Da Høiby sein Handy nicht dabei hatte, kehrten sie mit der Polizei noch einmal zur Wohnung zurück. Dort gab Høiby den Beamten jedoch ein altes, kaputtes Handy ohne SIM-Karte, sein neues wollte er nicht herausgeben. 

Dann verteidigt er seine Mutter: Die Vorwürfe, die er gegen sie in der Presse gelesen habe, bezeichnet er als «das Dümmste, was ich je in meinem Leben gehört habe.»

06.03.2026, 10:52 Uhr

«Stand völlig neben mir»

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Als Høiby durch eine Freundin der «Frogner-Frau» erfährt, dass sie die vorherige Nacht mit einem anderen Mann verbrachte, fährt er zu ihr und geht in ihre Wohnung. «Ich erinnere mich nicht mehr genau an den Ablauf», sagt Høiby vor Gericht. Er erinnere sich, dass er sie geschlagen, angeschrien und «Dinge gesagt habe, die man nicht sagen sollte. Ich war einfach völlig neben mir.» Auch habe er sie gewürgt. Allerdings betont er, sie nicht mit seinem ganzen Gewicht festgehalten zu haben. «Ich habe sie nur fest umklammert.» Er sei sich nicht sicher, wie er es erklären soll: «Es ist schwer zu beschreiben. Aber es war nicht so ... wie soll ich sagen? Wenn man einen Film sieht, in dem jemand jemanden umbringen wird, und man ihn dann fest umklammert. So war es nicht.» Er habe ausserdem einen Kronleuchter heruntergerissen und zertreten. 

Høiby bestätigt, dass er ein Messer in der Hand hatte. «Ich kann mich nicht erinnern, woher das Messer kam, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es nicht aus der Küche geholt habe. Ich glaube, es lag im Schlafzimmer neben einem Teller, aber vielleicht irre ich mich auch.» Als er das Messer warf, sei sie hinter ihm gestanden, «also habe ich es keineswegs auf sie geworfen und auch nicht in ihre Richtung», sagt er.

Danach habe sich die Lage beruhigt, Høiby entschuldigte sich bei der «Frogner-Frau». Doch kurz darauf sei er wieder wütend geworden: «Ich weiss nicht, ob es auf dem Weg aus der Wohnung war, als sie mich umarmen wollte und ich sie dabei wieder geschlagen habe. Und diesen Schlag hat sie als den härtesten beschrieben. Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht. Ich war völlig neben mir.»

06.03.2026, 10:35 Uhr

«Du verdammte Hure!»

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Høiby beginnt, zu schildern, was passierte, bevor es zu dem gewalttätigen Vorfall in der Wohnung in Frogner am 4. August 2024 kam. 

Er berichtet von mehreren Streitigkeiten mit seiner Ex-Freundin. Zuerst erzählt er von einer Grillparty mit Freunden in Skaugum. Während der Party sah er, dass die «Frogner-Frau» eine Instagram-Story von einer Bootstour mit einem Mann im Hintergrund postete. Wenige Minuten später löschte sie den Post und stellte das Bild erneut online – ohne den Mann darauf. Høiby: «Ich dachte nur: Was ist denn hier los? Was macht sie da?» Später habe sie ihm erklärt, sie war auf dem Boot mit ihrer Freundin und deren Freund. Als sie ihn fragt, ob auf seiner Grillparty auch Frauen anwesend waren, lügt er und sagt Nein. 

Auch habe es einmal Streit um ihr Handy gegeben, als Høiby ihre Nachrichten lesen wollte. Nachdem er ihr das Handy weggenommen hatte, holte sie es sich zurück, woraufhin er sie angeschrien habe: «Du verdammte Hure!» Es sei «eine schreckliche Bezeichnung», sagt er vor Gericht. «Wenn ich darüber nachdenke, ist es kein Wort, mit dem ich in Verbindung gebracht werden möchte.» 

Es sei wiederholt zu Streit wegen Eifersucht und Untreue-Vorwürfen gekommen, bis sie sich schliesslich im Streit voneinander trennten. 

06.03.2026, 08:57 Uhr

Der 21. Prozesstag: Das wird heute passieren.

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Ursprünglich hatte das Gericht geplant, weiter aus den Nachrichtenverläufen zwischen Nora Haukland und Marius Borg Høiby vorzulesen. Die Nachrichten stammen aus insgesamt 800 Seiten an SMS zwischen Høiby und seiner Ex-Freundin. Bereits gestern wurden daraus unter anderem wütende Nachrichten bezüglich des Fotos mit dem Kokstütchen vorgelesen; ausserdem zahlreiche Beschimpfungen, sowie Vorwürfe der Untreue, die Høiby gegen Haukland richtete. 

Das Gericht hat den Plan nun geändert: Soll direkt mit seiner Aussage im Zeugenstand weitermachen. Gestern bat er den Richter, seine Aussage beenden und am Freitag fortsetzen zu dürfen. Es soll nun um eben die Vorwürfe gehen, die zu seiner Festnahme führten und den Prozess ins Rollen brachten. Høiby soll die «Frogner-Frau» mehrfach gewürgt und geschlagen haben.

Zum Abschluss werden laut «VG» ein Psychiater und ein Professor über die schädlichen Auswirkungen von Missbrauch aussagen. 

05.03.2026, 16:38 Uhr

Das war der 20. Prozesstag

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Heute Donnerstag setzte die sogenannte «Frogner-Frau» ihre Aussage fort. Dabei wurde unter anderem bekannt, dass die On-off-Beziehung der beiden bis kurz vor Prozessbeginn Anfang Februar weiterbestand. Nach einer rund neunmonatigen Pause hätten sie sich ab Herbst 2025 trotz Kontaktverbots wieder regelmässiger getroffen. Heftige Streits habe es weiterhin gegeben. Zuletzt habe er ein Messer genommen und auf sich selbst gerichtet. Ihre Anwältin verständigte daraufhin die Polizei. Das hat zu der Verhaftung Marius Borg Høibys am Wochenende vor Prozessbeginn geführt.

Am Nachmittag trat Høiby in den Zeugenstand. Er weinte zunächst und beschwerte sich, dass er die Schilderungen zu den Gewaltvorwürfen nicht nachvollziehen könne. Die Vorfälle seien übertrieben dargestellt worden. Danach musste er schildern, wie er und die «Frogner-Frau» sich kennenlernten und was während ihrer Beziehung geschah. 

Høiby nahm zu verschiedenen Konfliktmomenten Stellung. Er bestätigte unter anderem den Streit in Skaugum, bei dem er eine Glastür zerschlug. Ausserdem räumte er ein, seine Ex-Freundin ohne ihre Erlaubnis gefilmt und fotografiert zu haben. Auch, dass er während eines Streits einen Laptop zerbrach, entspreche der Wahrheit. Dass er sie einmal eine «verdammte Hure» nannte, klinge für ihn «plausibel». 

Høiby bat den Richter darum, die Geschehnisse vom 4. August 2024 erst morgen zu behandeln. Dabei geht es um die Nacht, die den Prozess ins Rollen brachte. Høiby soll die «Frogner-Frau» gewürgt und wiederholt geschlagen haben. Seiner Bitte wurde stattgegeben, er wird morgen dazu aussagen. 

Heute wurde bekannt, dass die Polizei aufgrund eines Antrags der Anwältin der Frau aus Frogner ein Verfahren wegen möglicher Justizbehinderung eingeleitet hat. Ein Freund von Høiby wird beschuldigt, die Aussage der Frau bei der polizeilichen Vernehmung beeinflusst zu haben. Der Fall wird derzeit von der Osloer Polizei untersucht. 

05.03.2026, 15:35 Uhr

Høiby bittet darum, den Prozesstag zu beenden

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Høiby äussert sich nun zu einem Vorfall Ende Juni 2024, der sich in ihrer Wohnung auf Frogner ereignet haben soll. Laut Anklage soll er seine Ex-Freundin angeschrien, sie angespuckt und sie geschlagen haben. Ausserdem habe er sie «verdammte Hure» genannt. 

«Wir haben gestritten», sagt Høiby. Er habe ihr vorgeworfen, untreu gewesen zu sein. «Ich kann mich nicht daran erinnern, sie geschlagen zu haben, wie sie sagt. Aber es klingt so, als sei es passiert.» 

Der Richter will wissen, ob er sich daran erinnern könne, die Frau als «verdammte Hure» beschimpft zu haben. «Ich kann mich nicht im Detail erinnern», sagt er. Es würde aber «sehr plausibel» klingen. Høiby bestreitet den Vorwurf explizit nicht. Auch, dass er Gegenstände durch die Wohnung schmiss, räumt Høiby nun ein. «Das war verdammt dumm. Wenn das wirklich passiert ist … Niemand hat das verdient. Zumindest nicht [die Frogner-Frau].» 

Høiby bittet um eine Pause. Er bittet darum, die Geschehnisse vom 4. August 2024 erst morgen zu behandeln. Dabei geht es um die Nacht, die zu seiner Festnahme führte und die den Prozess ins Rollen brachte. Høiby soll die «Frogner-Frau» gewürgt und wiederholt mit der flachen Hand geschlagen haben.

Seiner Bitte wird stattgegeben. Er wird morgen mit seiner Aussage weitermachen. 

Nun sollen im Gerichtssaal SMS-Nachrichten zwischen Høiby und einer anderen Ex-Freundin (Nora Haukland) vorgelesen werden. Diese Stammen aus insgesamt 800 Seiten an Textnachrichten. 

05.03.2026, 15:10 Uhr

Høiby bestätigt Streit in Skaugum

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Høiby bestätigt den Streit in Skaugum. Er berichtet im Zeugenstand nun von einem heftigen Streit in Skaugum. Diesen hat auch seine Ex-Freundin gestern angesprochen. Am Bildschirm im Gericht zeigt er laut «Bild» auf einem Grundriss der Wohnung. Darin befand sich eine Glastür, die er im Streit zerstörte. «Ich war so wütend, dass ich eine Glastür zugeschlagen habe», sagt er aus. Dabei habe er sich verletzt; es sei Blut geflossen. «Ich erinnere mich, dass überall Blut war. Ich bin ins Badezimmer gerannt und völlig in Panik geraten», erinnert sich Høiby. 

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