Darum gehts
- Leonardo DiCaprio (51) begeistert bei Oscars 2026 mit neuem Schnauz-Look
- Pedro Pascal ohne ikonischen Schnauz sorgt für Aufsehen und Irritation
- Trend: Oberlippenbärte symbolisieren heute Stärke, Verspieltheit und Selbstbewusstsein
Ein breiter, haariger Balken, sorgfältig gestutzt – und schon ein völlig neuer Look. Leonardo DiCaprio (51) sorgt bei den Oscars mit seinem Schnauz für mehr Aufsehen als mit seinem Auftritt im Film «One Battle After Another», für den er nominiert war.
Neu ist der Trend zur männlichen Gesichtsbehaarung nicht. Trendsetter ist die jüngere Riege der Hollywoodstars, allen voran Timothée Chalamet (30). Der Schauspieler zelebriert die Oberlippenbehaarung schon länger in verschiedenen Nuancen, zunächst meist zart und vereinzelt spriessend – eher ein pubertärer Flaum. Oder schmal, so wie ihn Hollywood-Star Clark Gable in den 1930er-Jahren weltberühmt machte. Inzwischen ist die Behaarung auch bei Chalamet dichter geworden. Und damit männlicher!
Macho-Schnauz der 1980er-Jahre
Es ist die Art von Macho-Schnauz, wie sie bereits in den 1980er-Jahren hipp war. Der sogenannte Chevron-Bart ist dicht, breit und reicht fast über die Oberlippe. So wie ihn «Magnum»-Serienstar Tom Selleck, «Schimanski»-Darsteller Götz George oder Queen-Sänger Freddie Mercury damals trugen. Dabei war der breite Schnauz lange alles andere als cool. Er stand für autoritäre, konservative Männlichkeit – getragen von Militärs, Patriarchen und Diktatoren wie Saddam Hussein oder Josef Stalin. Ein Symbol von Macht, Kontrolle und oft auch Chauvinismus. Zugleich prägten Pornostars das Bild des sogenannten «Pornobalkens» – eine bewusst machoide und auch toxische Männlichkeit.
In den 1970er- und 80er-Jahren wurde der Look neu aufgeladen. Die schwule Szene deutete den Schnauz um: als ironisches Spiel mit überzeichneter Männlichkeit, als Zeichen von Stärke und sexueller Selbstbestimmung. Auch Popkultur und Stars griffen das Bild auf, machten es massentauglich und sexy. Der erste Gay-Club in Zürich 1982 hiess nicht zufällig «Moustache».
Verspielte Männlichkeit
Heute steht der Schnauz für eine selbstbewusste, zugleich verspielte Männlichkeit – unabhängig von sexueller Orientierung. So, wie sie Filmstar Pedro Pascal (51) verkörpert: sensibel und fürsorglich, aber dennoch stark und heldenhaft. Sein Schnauz ist längst legendär. Umso grösser die Irritation, als Pascal bei den Oscars plötzlich ohne erscheint. Nur ein paar dünne, weisse Härchen zeichnen sich über seiner Lippe ab. Der Filmheld wirkt auf einmal ungewohnt blass, fast gewöhnlich. So, als hätte er mit der Rasur auch ein Stück seiner Sexiness abgeschnitten.