Darum gehts
- Maite Kelly lehnt 1,8 Millionen Franken Vertrag für Abnehm-Drinks ab
- Das Angebot kam nach einer Schwangerschaft, Kelly blieb standhaft
- Kelly betont: Gesunde Ernährung, Sport, positive Einstellung statt Diättrends
Maite Kelly (46), einer der bekanntesten deutschen Schlagerstars, sorgt mit einer mutigen Entscheidung für Schlagzeilen: Sie lehnt einen Vertrag über 2 Millionen Euro – rund 1,8 Millionen Franken – ab. Der Grund? Für sie sei das Angebot eines Abnehm-Drink-Herstellers unmoralisch gewesen. «Ich wusste, wenn ich das tue, dann widerspreche ich einer viel, viel grösseren Message, die mir immer wichtig war in meinem Beruf», erklärt sie in einem Interview mit dem ARD-Magazin «Brisant».
Das Angebot sei zu einer sensiblen Zeit in ihrem Leben reingeflattert: Nach einer Schwangerschaft hatte Kelly einige Kilos abgenommen – was den Hersteller dazu bewog, sie als Werbegesicht gewinnen zu wollen. Die Sängerin blieb standhaft.
«Wäre bei 180 Kilo»
Ihr Gewicht spielt dennoch eine grosse Rolle in ihrem Leben, wie Kelly weiter erzählt: «Ich habe mich sehr früh entschieden, einen langen Lauf in meinem Leben zu haben», sagt die Sängerin. Ihre Erfolgsformel: gesunde Ernährung, regelmässiger Sport und eine positive Einstellung. Kurzfristige Diättrends lehne sie kategorisch ab. «Wenn es nach meinen Genen gehen würde, und ich mich gehenlassen würde, wäre ich bei 180 Kilo. Ich habe für mich entschieden: Ich möchte nicht in einem Bereich im Leben sein, der lebensgefährlich ist.»
Der Druck, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen, sei ihr nicht fremd. Rückblickend beschreibt sie die 1990er-Jahre als besonders belastend. «Gerade dieses Size Zero galt als das Schönheitsideal und ich war halt Big Girl. Es war auf allen Ebenen eine entwürdigende Situation», erinnert sie sich im Gespräch. Sie habe gelernt, diesen Druck hinter sich zu lassen und sich selbst zu akzeptieren.