«Sollte man als Journalistin nicht machen»
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Katja Burkard Entschuldigung:«Sollte man als Journalistin nicht machen»

«Leute zusammengeklappt»
Katja Burkard spricht über dramatische Szenen bei RTL

RTL streicht 600 Stellen. Star-Moderatorin Katja Burkard spricht im Podcast «Zwischen den Zeilen» über die Kündigungswelle – und beschreibt «einen der schwärzesten Tage» des Senders, an dem sogar Krankenwagen ausrücken mussten. Dann rudert sie plötzlich zurück.
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Katja Burkard ist schon seit Jahrzehnten eines der Aushängeschilder des deutschen Privatsenders RTL.
Foto: imago stock&people

Darum gehts

  • RTL streicht 600 Stellen, Kündigungen Dezember 2025 innerhalb weniger Stunden bekannt
  • Burkard revidiert Aussage über Rettungswagen-Einsätze und entschuldigt sich öffentlich
  • Fast 30 Jahre bei RTL: Burkard beschreibt härteste Karriere-Herausforderung
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Der deutsche Privatsender RTL muss sparen – und wie. Anfang Dezember 2025 wurde bekannt, dass 600 Stellen gestrichen werden. Star-Moderatorin Katja Burkard (60) spricht jetzt offen über die dramatische Kündigungswelle. Im Podcast «Zwischen den Zeilen» von Bettina Böttinger (69) beschreibt die «Punkt 12»-Moderatorin einen der «schwärzesten Tage» in der Geschichte des Senders. Innerhalb weniger Stunden hätten Mitarbeitende E-Mails bekommen, die über ihre berufliche Zukunft entschieden. «Zwischen 14.00 und 16.00 Uhr wurden E-Mails verschickt und dann wusstest du, du bist dabei oder du bist nicht dabei», so Burkard. Die Situation sei «ganz, ganz schrecklich». An jenem Tag seien «Leute zusammengeklappt» und «es gab auch den ein oder anderen Rettungswagen-Einsatz».

Burkard ist seit fast 30 Jahren das Gesicht des RTL-Mittagsjournals «Punkt 12». Doch die aktuelle Kündigungswelle gehöre zu den härtesten Herausforderungen ihrer Karriere. Ihr Podcast-Gegenüber Böttinger ergänzt: «Das ist schon sehr, sehr bitter, wenn Menschen plötzlich um ihre Existenz fürchten müssen.» Für die Betroffenen sei es ein Schock, von einem Tag auf den anderen ihren Job zu verlieren.

«Das ist eine ganz andere Zeit jetzt»

Burkard erinnert sich, dass es Anfang der 2000er ebenfalls schwierige Zeiten in der Branche gab. Damals fanden viele Betroffene jedoch schnell neue Stellen bei anderen Sendern wie WDR oder Produktionsfirmen. «Das ist eine ganz andere Zeit jetzt», erklärt sie. Der Wandel des linearen Fernsehens sei ein Grund dafür, dass solche Wechsel heute kaum mehr möglich seien. «Das lineare Fernsehen ist ja auch so ein bisschen vom Aussterben bedroht», so Burkard.

Plötzlich rudert Burkard zurück

Nach dem Podcast rudert Burkard plötzlich zurück. In einem Statement revidiert sie ihre Aussagen, wonach es Krankenwagen-Einsätze gegeben haben soll. Die Moderatorin sagt: «Da ist mir etwas passiert, was man nicht machen sollte, und als Journalistin schon dreimal nicht – nämlich etwas weitererzählen, was man selbst nicht gesehen hat.» Und weiter: «Das ist nicht wahr und das möchte ich hier noch mal ganz deutlich klarstellen.» Schliesslich entschuldigt sich Burkard: «Das wird mir sicher nicht noch mal passieren.»

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