Gründungsmitglied der Punk-Band
The-Pogues-Drummer Andrew Ranken ist gestorben

Andrew Ranken, Gründungsmitglied und Schlagzeuger der legendären Punk-Band The Pogues, ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Die Band würdigte ihn als ihren «Herzschlag» und «wahren Freund». Ranken spielte auch auf dem Weihnachtsklassiker «Fairytale of New York».
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The-Pogues-Drummer Andrew Ranken ist gestorben.
Foto: getty/Shirlaine Forrest/WireImage

Darum gehts

  • Andrew Ranken, Schlagzeuger der Pogues, starb am 11. Februar 2026
  • Berühmt durch «Fairytale of New York», litt er zuletzt an COPD
  • Ranken war Gründungsmitglied, aktiv 1983-1996 und 2001-2014
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Er sass am Schlagzeug, als «Fairytale of New York» entstand, jener Weihnachtsklassiker, der seit fast 40 Jahren die Dezember-Playlists der Welt dominiert. Nun ist Andrew Ranken (†72), Gründungsmitglied und Drummer der legendären Punk-Band The Pogues gestorben. Das gab die Band auf Social Media bekannt.

«Mit grosser Trauer geben wir den Tod von Andrew Ranken bekannt, Schlagzeuger, Gründungsmitglied und Herzschlag der Band The Pogues», heisst es in dem emotionalen Statement. Die Band dankte ihrem langjährigen Weggefährten «für alles, für deine Freundschaft, deinen Witz und deine Grosszügigkeit» und bezeichnete ihn als «wahren Freund und Bruder».

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Von der ersten Stunde an dabei

Ranken gehörte Anfang der 1980er-Jahre zu den Gründungsmitgliedern der Pogues, die sich im Londoner Untergrund formierten. Unter dem Spitznamen «The Clobberer» übernahm er nicht nur das Schlagzeug, sondern spielte zusätzlich Perkussion und Mundharmonika und steuerte auch Gesang bei. In der ersten Bandphase war er von 1983 bis 1996 aktiv, kehrte 2001 zurück und blieb bis 2014.

Das Debütalbum «Red Roses for Me» erschien 1984, doch Ranken ist vor allem durch das 1987 veröffentlichte Duett «Fairytale of New York» bekannt. Der Song, geschrieben von Pogues-Sänger Shane MacGowan (1957–2023) und Banjospieler Jem Finer (70), erzählt von einem Paar in schwierigen Zeiten und gilt bis heute als einer der beliebtesten Weihnachtssongs überhaupt.

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Gesundheitliche Probleme in den letzten Jahren

Ranken litt laut «The Sun» unter einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), die ihn zunehmend einschränkte. Als die Pogues zuletzt eine Tour zum 40. Jubiläum ihres Albums «Rum Sodomy and the Lash» starteten, konnte er nicht mehr teilnehmen. Seinen Platz hinter dem Schlagzeug übernahm Tom Coll von Fontaines D.C. Spider Stacy, James Fearnley und Jem Finer standen ohne ihren langjährigen Drummer auf der Bühne.

Abseits der Pogues blieb Ranken der Musik treu. In den vergangenen Jahren spielte er in der Blues-Band The Mysterious Wheels, die 2024 das Album «Bare Bones» veröffentlichte, sowie in einer Gruppe namens hKippers.

Fans trauern um eine Legende

In den sozialen Medien überschlugen sich nach der Todesnachricht die Reaktionen. «Ein unvergleichlicher Drummer und ein Gentleman», schrieb ein Fan. Ein anderer nannte Ranken eine «Schlagzeug-Legende» seiner Lieblingsband.

Mit Andrew Ranken verliert die Musikwelt ein weiteres Mitglied einer Band, die den Folk-Punk wie kaum eine andere geprägt hat. 2022 war bereits Bassist Darryl Hunt mit 72 Jahren verstorben und 2023 Sänger Shane MacGowan mit 65 Jahren. Letzterem erwiesen tausende Fans bei der Beerdigung im Dezember 2023 in Dublin die letzte Ehre.

Darunter waren auch Stars wie Johnny Depp (62), Bob Geldof (74) und Nick Cave (68). Sie stiessen im Nachgang der Beerdigung in einem Pub auf den verstorbenen Sänger an. Gemäss «The Independent» habe MacGowan noch vor seinem Ableben dafür gesorgt, dass niemand auf dem Trockenen Sitzen müsse und dafür 10'000 Franken im Voraus für Freibier hinterlegt. «Das war Shanes letzter Wunsch», so ein einstiger Trinkkumpane zu der Zeitung damals. 

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