«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»
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Mit Kaugummi und Sonnenbrille:«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»

Gemäss seiner Ex-Freundin
Marius Borg Høiby fühlte sich von der Familie im Stich gelassen

In diesen Wochen findet der Prozess gegen Marius Borg Høiby statt. Ihm werden unter anderem Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch vorgeworfen. Blick hält dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Marius Borg Høiby steht seit dem 3. Februar in Oslo vor Gericht.
Foto: keystone-sda.ch
vor 8 Minuten

Høiby weint im Zeugenstand

Von Sophie Ofer, People-Redaktorin

Jetzt muss Høiby in den Zeugenstand. Er soll darüber berichten, wie er und das mutmassliche Opfer sich kennengelernt haben, sowie über ihre Beziehung. 

Doch Høiby möchte «VG» zufolge vorab noch etwas sagen. Er hält inne, wischt sich mit einem Taschentuch die Augen. Er scheint zu weinen. «Es ist offensichtlich, dass mir dieser Fall schwerfällt. Aber die Erklärung, die ich gestern gehört habe, kann ich nicht nachvollziehen» zitiert ihn «VG». Er bezieht sich dabei auf die Aussagen des mutmasslichen Opfers über Gewalt in der Beziehung. «Ich finde es einfach sehr schwierig. Ich hatte das Gefühl, dass vieles übertrieben wurde und manches schlichtweg nicht stimmte.» Høiby wisse nicht, was er dazu sonst noch sagen solle. 

Der Richter erklärt ihm, sie würden die Punkte nun nach und nach durchgehen. Zunächst will er wissen, wie er die «Frogner-Frau» kennengelernt hat. Høiby sagt aus, er sei mit Freunden bei «Michaels» (Einem Nachtclub in Oslo, Anm. d. Red.) gewesen. Dort habe er sie zum ersten Mal getroffen. Er glaubt, er habe sie zuvor schon einmal auf Instagram gesehen. «Dann sah ich sie und erinnere mich, dass ich zu den Jungs sagte: Wer zum Teufel ist das?», zitiert ihn «VG». «Ich wollte frech sein und habe versucht zu flirten. Offensichtlich hat das nicht gut geklappt, zumindest nicht in dem Moment.»

Später entschuldigte er sich per Instagram-Nachricht bei ihr für sein Auftreten. Die beiden trafen sich wiederholt bei Partys. Die «Frogner-Frau» sei damals frisch single gewesen. Nach ein paar Vorfällen, «bei denen ich mich in dieser Zeit danebenbenommen habe», brach der Kontakt zunächst ab. Die Frau aus Frogner hatte zuvor erklärt, dass sie kurz nach ihrer Begegnung mit Høiby zu ihrem Ex-Freund zurückgekehrt sei.

Während er sich auf einer Reise in der Schweiz befand, nahmen sie per Tiktok wieder Kontakt auf. Als er heimkehrte, habe er ihr Rosen vor die Tür gestellt: «Ich war verliebt.» 

11:53 Uhr

«Er hatte damals niemanden, der für ihn einstehen konnte»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Seit Herbst 2025 stehen die «Frogner Frau» und Marius Borg Høiby wieder in Kontakt. Von ihrer Seite her waren noch immer Gefühle im Spiel, erklärt sie vor Gericht. Auch hatte sie Mitleid mit ihm, insbesondere mit Blick auf den Prozess. «Er hatte damals niemanden, der für ihn einstehen konnte. Seine Mutter verreiste, Haakon ging arbeiten, sein Vater verreiste ebenfalls», sagte sie gemäss «vg». An letzteren habe sie sich daher persönlich gewandt. «Ich sagte Marius' Vater, dass ich es nicht richtig fände, wenn er das Schlimmste, was ihm passieren könnte, ganz allein durchmachen müsste.»

Ähnliche Aussagen über seine Familie machte sie auch im Zusammenhang mit einem Streit im November 2024. «Draussen sagt er, sein ganzes Leben sei ruiniert, seine Mutter kümmere sich nicht um ihn, sein Vater rufe nur an, wenn er betrunken sei, seine Geschwister redeten nicht mit ihm und er habe keinen Lebenssinn mehr», zitiert «nettavisen», die «Frogner Frau». 

Diese Aussagen dürften Marius Borh Høiby, der heute Nachmittag aussagen wird, nicht gefallen. Er verteidigte seine Mutter Mette-Marit und Stiefvater Haakon bereits an vorherigen Prozesstagen. «Keiner hat sich so viel für mich eingesetzt, wie die beiden! Mama und Haakon haben nichts anderes gemacht, als Nora [seine Ex-Freundin, Anm. d. Red] gegenüber alle Freundlichkeit der Welt zu zeigen, sie haben das nicht verdient!»

11:43 Uhr

Im Januar waren sie noch Skifahren

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Donnerstagvormittag, dem inzwischen 20. Prozesstag, setzte die Ex-Freundin von Marius Borg Høiby – die sogenannte «Frogner Frau» – ihre Aussage fort. Dabei wurde unter anderem bekannt, dass die On-off-Beziehung der beiden bis kurz vor Prozessbeginn Anfang Februar weiterbestand. 

Nach einer rund neunmonatigen Pause hätten sie sich ab Herbst 2025 wieder regelmässiger getroffen – und dies trotz eines bestehenden Kontaktverbots. Sie sei damals davon ausgegangen, dass er trocken und clean sei. Das habe sie aus der Zeitung erfahren.

Heftige Streits habe es weiterhin gegeben. So habe er sie anfangs Februar geschubst, wodurch sie sich den Kopf an einer Tür gestossen und danach wochenlang Kopfschmerzen gehabt habe. Danach habe er ein Messer genommen und auf sich selbst gerichtet. Ihre Anwältin verständigte daraufhin die Polizei. Das hat zu der Verhaftung Marius Borg Høiby am Wochenende vor Prozessbeginn geführt. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. 

04.03.2026, 15:12 Uhr

«Du bist ein verdammter Toter»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Die Aussagen seiner Ex-Freundin am Mittwoch sind nur schwer zu ertragen – insbesondere die Schilderungen vom ersten August-Wochenende 2024. Die damaligen Geschehnisse führten letztlich zur Anzeige gegen Marius Borg Høiby. Diese wurde allerdings nicht von der sogenannten «Frogner-Frau» selbst eingereicht, sondern von der Polizei.

Eine Freundin des mutmasslichen Opfers hatte die Beamten in die Wohnung gerufen. Dort bot sich ihnen laut Gerichtsunterlagen ein Bild der Zerstörung. Wie «VG» berichtet, zeigen im Prozess präsentierte Fotos mehrere beschädigte Spiegel, ein zerbrochenes Handy, ein auseinandergerissenes Headset, einen am Boden liegenden Kronleuchter sowie ein Messer, das in einer Wand steckte. All dies soll auf einen Wutanfall von Marius Borg Høiby zurückzuführen sein.

Auslöser der Eskalation soll seine Überzeugung gewesen sein, die Freundin habe ihn betrogen. Er habe sie aufs Bett gedrückt und gewürgt. Später soll er sie auch gegen eine Wand gedrückt und erneut gewürgt haben – so stark, dass sie nur noch auf den Zehenspitzen gestanden habe. Insgesamt ist von vier Würgeattacken und mehreren Schlägen gegen ihren Kopf die Rede. Zudem soll er sie an den Haaren rund einen Meter durch die Wohnung gezogen haben.

Mit jenem Messer, das später in der Wand steckte, habe er – so der Vorwurf – gegen den Mann vorgehen wollen, mit dem sie seiner Meinung nach etwas gehabt habe. Diesem habe er per Textnachricht gedroht: «Du bist ein verdammter Toter.»

04.03.2026, 12:02 Uhr

«Das Blut spritzte überall hin»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Vor Gericht erhebt die Ex-Freundin von Marius Borg Høiby schwere Vorwürfe. So berichtet sie von einer blutigen Eskalation auf Gut Skaugum: Nach einem Streit habe Borg Høiby seine Faust erhoben, wodurch sie befürchtete, er wolle sie schlagen. Daher habe sie sich geduckt und er habe durch eine Glastür geschlagen, anschließend gegen eine weitere Tür. «Das Blut spritzte überall hin», sagt sie und erklärt, «totale Panik» bekommen zu haben. Sie habe versucht, die Blutung mit Handtüchern zu stoppen. Das Geschehene hätten sie im Nachhinein heruntergespielt, gar darüber gelacht. Kurz darauf seien beide in die Notaufnahme gefahren.

Bereits zuvor sei es im Lokal «Michaelis»zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Borg Høiby habe sie gepackt, angeschrien, Mobiliar umgeworfen und sich im Streit das T-Shirt vom Leib gerissen – «wie der Hulk», so die Zeugin. Am nächsten Morgen habe sie versucht, sich zu trennen und ihre Sachen gepackt. Zu diesem Zeitpunkt habe er ihr noch 70'000 Kronen (5600 Franken) geschuldet. Ihr sei klar gewesen, dass sie das Geld «nie zurückbekommen» würde. Borg Høiby sei dafür bekannt, Schulden nicht zurückzuzahlen.

Weitere Vorwürfe betreffen intime Aufnahmen: Er soll mehrfach Fotos und Videos von ihrem Intimbereich gemacht haben, ohne ihre Einwilligung. Ein entsprechendes Video wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Gericht gezeigt. Zudem habe er ihr während eines Streits den Laptop entrissen und «in zwei Hälften zerbrochen», als sie wegen kursierender Sexvideos von ihm abreisen wollte.

Trotz eines Vorfalls im August 2024 und zwischenzeitlicher Trennung sei sie 2025 zeitweise wieder mit ihm zusammen gewesen. Ihre Begründung: Die Beziehung habe nicht mit Gewalt begonnen, es habe starke Anziehung bestanden. Schrittweise seien ihre Grenzen verschoben worden – aus Mitleid, Hoffnung und emotionaler Abhängigkeit.

04.03.2026, 10:23 Uhr

Sie brachte alles ins Rollen – «Frogner Frau» im Zeugenstand

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Mittwoch steht die sogenannte «Frogner-Frau» im Zeugenstand. Mit ihr war Borg Høiby ab 2023 in einer Beziehung. Sie war es, die im August 2024 den ganzen Fall ins Rollen gebracht hatte, als sie Borg Høiby wegen Körperverletzung angezeigt hatte. Hintergrund war eine körperliche Auseinandersetzung in ihrer Wohnung in Oslo, in der er sie geschlagen und gewürgt haben soll. Zudem habe er mehrere Gegenstände in ihrer Wohnung zerstört, darunter ein Spiegel und ein Kronleuchter. Auch soll er ein Messer in die Wand geworfen haben. 

Staatsanwalt Henriksbo fasst es gemäss «vg» folgendermassen zusammen: «Es liegen zwei separate Gewalttaten, sechs Fälle von Einschüchterung oder rücksichtslosem Verhalten, zwei Fälle von mutwilliger Sachbeschädigung und eine Reihe von Verstössen gegen einstweilige Verfügungen vor». 

Am Dienstag wurde bekannt, dass zwei weitere Anklagepunkte gegen Marius Borg Høiby erhoben wurden, dies im Zusammenhang mit der «Frogner Frau». So soll er am Wochenende vor dem Prozessstart gegen das Kontakverbot verstossen haben und sich rücksichtslos verhalten haben. Diese beiden Punkte akzeptiert Borg Høiby gemäss seinen Anwälten. Die Vergehen des besagten Wochenedes sind auch der Grund, weshalb er seit da in Untersuchungshaft sitzt. 

03.03.2026, 16:01 Uhr

Erster Augenzeuge sagt aus

von Silja Anders, People-Redaktorin

Es sieht nicht besonders gut für Marius Borg Høiby aus. Ein Zeuge sagte heute aus, er habe beobachtet, wie der Angeklagte seine Ex-Freundin Nora Haukland würgte – etwas, das Marius bisher stets bestritten hat. Der Zeuge zeigte dem Gericht genau, was er gesehen hat – damit ist er der erste Augenzeuge. 

Im Gerichtssaal kommt es plötzlich zu Drama: Marius Borg Høiby klagt über Übelkeit, man fürchtet, er muss sich übergeben. Der Angeklagte verfolgt die Verhandlung daher vorerst aus einem angrenzenden Raum.

Währenddessen sagt ein einstiger Mitinsasse von Høiby aus. Er erklärt, dass der Sohn von Mette-Marit im Gefängnis eine Sonderbehandlung erhalten habe – obwohl stets beteuert wurde, dass Marius wie jeder andere Insasse behandelt werde und keine extra Privilegien aufgrund seines Status bekomme. Der Häftling sagt zudem aus, er habe Høiby gefragt, ob er «es» getan habe. Es wird davon ausgegangen, dass die Rede von den Vergewaltigungen ist, wegen derer Borg Høiby unter anderem angeklagt ist. Dieser habe dies aber stets verneint.

Vor Gericht werden rund 800 Textnachrichten zwischen Nora Haukland und Marius Borg Høiby ausgewertet. Aus diesen geht hervor, dass der Angeklagte seiner Ex-Freundin verbieten wollte, bei einer norwegischen Reality-TV-Sendung mitzumachen. Er erklärte ihr, dass dies nicht möglich sei, wenn sie Teil von seiner Familie ist. «Wenn du Karriere auf Kosten von mir und meiner Familie machen willst, dann geht das auf deine Kappe», soll eine Nachricht von Høiby an Haukland lauten.

03.03.2026, 12:09 Uhr

Ex-Verlobter schiesst scharf gegen Nora Haukland

von Silja Anders, People-Redaktorin

Vergangene Woche standen Marius Borg Høiby sowie seine Ex-Freundin Nora Haukland im Zeugenstand. Während Haukland schwere Vorwürfe gegen Høibys Mutter Kronprinzessin Mette-Marit und seinen Stiefvater Kronprinz Haakon machte, bracht Marius Borg Høiby bei seiner Aussage in Tränen aus. 

Am heutigen Dienstag wird Hauklands Schwester zur Beziehung des Ex-Paares befragt. Sie bestätigt, was auch schon der Angeklagte zugab: «Ich glaube, er war sehr eifersüchtig.» Die junge Frau, die nicht namentlich genannt wird, bestätigt die Aussage ihrer Schwester, dass Nora Haukland sich verändert habe – und dass Borg Høiby die Aufmerksamkeit nicht gefiel, die Nora Haukland von anderen Personen und der Öffentlichkeit erhielt.

Dass die Beziehung zwischen Nora Haukland und Marius Borg Høiby toxisch war und die beiden sich nicht gut taten, ist inzwischen wohl bekannt. Dabei war aber keiner der beiden unschuldig. Haukland behauptet nach wie vor, ihr Ex sei ihr gegenüber gewalttätig geworden, Høiby streitet dies vehement ab. Hauklands Ex-Freund Johannes Klemp malt vor Gericht ein anderes Bild von Haukland, als sie es selbst von sich getan hat. «Es provozierte mich stark, dass sie mich in ihre Welt (...) mit hineinziehen wollte, auch ihre Untreue. Ich habe sie auf den sozialen Medien blockiert», sagt er aus. Er empfand Nora Haukland als anstrengende Person. «Ich hatte das Gefühl, auf Eierschalen zu laufen», sagt er – eine Aussage, die Haukland über ihren Ex Marius Borg Høiby machte. Kemp sagt, es sei häufig zu Streit gekommen. «Ich wollte einfach einen ruhigen Alltag – ohne Drama.» Er habe heute keinen Kontakt mehr zu seiner Ex-Freundin – und auch kaum ein nettes Wort über sie übrig. «Wenn ihr etwas misslang oder gegen den Strich ging, dann war es immer meine Schuld, oder die Schuld von anderen. Sie schrie, es war mehr Krieg als Streit. Es waren gewaltige Wutausbrüche.» Kurz vor der Entlassung aus dem Zeugenstand holt Johannes Klemp noch zu einem letzten Schlag gegen seine Ex aus: «Man kann sich fragen, ob sich Nora überhaupt um andere Leute scherte. Sie dachte immer nur an sich. Schuld hat sie nie eingeräumt.»

Klemps Aussagen scheinen zu bestätigen, was Borg Høiby über Haukland gesagt hat. Der Angeklagte behauptete zuletzt, seine Ex habe ihn wiederholt geschlagen und dass die Streits zwischen den beiden gerne eskalierten und es sehr laut wurde. Obwohl Klemps Aussagen dem Angeklagten in die Karten spielen, wird der Zeuge von Høiby komplett ignoriert. Stattdessen kritzelt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit erneut auf einem Block herum.

03.03.2026, 09:56 Uhr

Prozess nimmt Wendung

Von Fynn Müller, People-Redaktor

Neue Entwicklungen im Fall Marius Borg Høiby. Wie die norwegische Zeitung «VG» berichtet, wurde am Morgen des 3. März (18. Prozesstag) eine weitere Anklage gegen den ältesten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit erhoben. Er wird beschuldigt, im Februar 2026 gegen ein Kontaktverbot verstossen und sich rücksichtslos verhalten zu haben. 

Borg Høiby sitzt seither in Untersuchungshaft. Die neue Anklage, die ihm am Dienstag zugestellt wurde, wird im laufenden Verfahren am Osloer Bezirksgericht behandelt. 

Seine Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs bestätigten, dass Høiby sich schuldig bekennt und die zusätzliche Anklage akzeptiert hat. Der Prozess soll noch bis zum 19. März dauern.

02.03.2026, 17:02 Uhr

«Ich war hart, ja, aber nicht gewalttätig»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Montag pausiert der Prozess gegen Marius Borg Høiby in der Regel. Nicht so am 2. März: Da die Verhandlung im Rückstand ist, wurde ein zusätzlicher Prozesstag angesetzt. Am Vormittag sagten eine Freundin von Nora Haukland sowie frühere Nachbarn als Zeugen aus.

Die Freundin schilderte, wie sich Haukland während der Beziehung verändert habe. Borg Høiby habe auf sie manipulativ und kontrollierend gewirkt, zeitweise habe sie sogar Angst vor ihm gehabt. Auch ehemalige Nachbarn berichteten von lautstarken Streitigkeiten zwischen dem Paar. An einem Abend sei die Situation derart eskaliert, dass sie beinahe die Polizei verständigt hätten – eine Entscheidung, die sie am nächsten Tag bereut hätten, nachdem sie Haukland mit einer grossen Sonnenbrille gesehen hätten.

Am Nachmittag standen Textnachrichten zwischen Haukland und Borg Høiby im Zentrum. Laut «VG» liegen dem Gericht rund 800 Seiten Nachrichten vor. Daraus geht hervor, dass Borg Høiby Vorwürfe von Gewalt zurückweist – auch in direkten Konfrontationen durch Haukland. Auf einen Vorfall, bei dem er sie gewürgt haben soll, antwortete er demnach: «Aber ich finde nicht, dass ich gewalttätig war. Ich war hart, ja, aber nicht gewalttätig.»

Der Prozess wird am Dienstag um 9.30 Uhr fortgesetzt.

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