«Man braucht Ziele im Leben»
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Monica Lierhaus in Podcast:«Man braucht Ziele im Leben»

«Ich war eine lebende Leiche»
Deutsche Sportmoderatorin starb fast bei Hirn-OP

2009 veränderte eine Operation das Leben von Monica Lierhaus für immer. Im Podcast von Fussballer Robin Gosens offenbart die Sport-Moderatorin, wie sie sich nach vier Monaten Koma zurück ins Leben gekämpft hat.
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Monica Lierhaus spricht über ihre schwere Gehirnoperation im Jahr 2009.
Foto: imago images/Future Image

Darum gehts

  • Monica Lierhaus kämpfte nach einer Hirnoperation 2009 ums Überleben
  • Vier Monate Koma und acht Monate Reha prägten ihre Genesung
  • Seit 2023 arbeitet sie im Sportteam von «RTL Aktuell»
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

Monica Lierhaus (55) war jahrelang das Aushängeschild der ARD-«Sportschau». Von 2004 bis 2009 führte sie durch die deutsche Sportsendung. Bei der Vierschanzentournee 2009 verabschiedete sich die beliebte Moderatorin von ihren Zuschauern mit den Worten: «Ich mache jetzt eine kleine Pause und beim Bundesliga-Start sehen wir uns wieder.»

Dazu kam es nicht. Bei einer Routineuntersuchung fanden die Ärzte ein Aneurysma in ihrem Gehirn. Lierhaus musste operiert werden. Während des Eingriffs kam es zu Komplikationen: Das Aneurysma platzte. Lierhaus erlitt schwere Hirnblutungen und musste ins künstliche Koma versetzt werden. Vier Monate lang.

Im Podcast des deutschen Fussballers Robin Gosens (31) spricht die Moderatorin jetzt ausführlich über diese Zeit. Es seien vier Monate zwischen Leben und Tod gewesen. Die Ärzte hätten ihren Angehörigen dazu geraten, sich von der Moderatorin zu verabschieden. «Ich war wie eine lebende Leiche», sagt sie.

Zeit nach dem Koma

Als sie aus dem Koma aufwachte, sei nichts mehr wie davor gewesen. Ihre Sprech- und Bewegungsfähigkeit war beeinträchtigt. «Ich konnte gar nichts», gesteht Lierhaus. «Man fühlt sich erst mal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert.» Es folgte eine achtmonatige Reha. «Ich wollte auf meinen eigenen Beinen da rausgehen, was ich auch geschafft habe.»

Die Zeit nach der Reha am Bodensee? «Eine Katastrophe», so Lierhaus. «Ich bin angeglotzt worden, als ob ich ein Monster wäre.» In der Presse war zu dieser Zeit wenig über ihren Zustand bekannt. Paparazzi hätten der Moderatorin aufgelauert, um sie zu fotografieren. Also entschloss sich Lierhaus 2011 dazu, dem ein Ende zu setzen.

Hier macht Lierhaus ihrem Partner den Antrag
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:Hier macht Lierhaus ihrem Partner den Antrag

Bei der «Goldenen Kamera» 2011 trat sie erstmals nach ihrer zweijährigen Pause öffentlich in Erscheinung. Rückblickend sagt Lierhaus dazu im Podcast: «Ich wollte den Leuten zeigen: So bin ich jetzt. Nehmt mich oder lasst es.»

Bemerkenswert offen zeigt sich Lierhaus gegenüber dem Chirurgen, dessen Operation ihr Leben so dramatisch veränderte. «Meine Operation ist komplett schiefgegangen. Dieser arme Mann, der tut mir total leid. Das war einfach Pech.»

So lebt sie heute

Mittlerweile ist die Operation über 15 Jahre her. Mit den Folgen lebt die Moderatorin noch heute. «Bei Treppen ohne Geländer bin ich aufgeschmissen. Mein Gleichgewichtssinn ist so stark geschädigt.» Die Arbeit lenkt sie ab. «Wenn ich arbeiten darf, bin ich glücklich.» In den letzten Jahren war Lierhaus unter anderem für Sky vor der Kamera, seit 2023 ist sie Teil des Sportteams von «RTL Aktuell».

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