Kaya Yanar wurde abgezockt: «Haben nicht den seriösesten Verkäufer gewählt»(00:32)

Er zahlte 63'000 Franken für einen Schrott-Pool an
Kaya Yanar von Schweizer Poolbauer abgezockt

Seit über zehn Jahren lebt Kaya Yanar mit seiner Schweizer Frau am Zürichsee. Jüngst wollte Yanar sein Zuhause mit einem Swimmingpool aufhübschen. Allerdings ging das ganz schön in die Hose, wie der Komiker erzählt.
Publiziert: 07.09.2023 um 10:55 Uhr
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Der deutsche Komiker Kaya Yanar ist für seine Witze über die Schweiz bekannt. Dass er das Land mag, ist unbestritten.

Der deutsche Komiker und Fernsehmoderator Kaya Yanar (50) liebt die Schweiz. Nicht umsonst hat Yanar seit 2012 seinen Wohnsitz am Zürichsee und teilt auf der Bühne Eindrücke aus seinem Leben in der Schweiz.

Doch nun ist dem Komiker das Lachen vergangen: Yanar wollte sich einen Swimmingpool in den Garten bauen lassen – und fiel auf eine verlockende Offerte herein. Das «All-inclusive»-Paket war voller leerer Versprechungen, wie das SRF in seiner Sendung «Kassensturz» berichtet.

Pool in schlechtem Zustand

Das Angebot der Firma Crystal-Schwimmbäder GmbH war zu schön, um wahr zu sein: ein «All-inclusive»-Paket mit Hebeboden-Pool, Gartenbauarbeiten – zu einem günstigen Pauschalpreis und mit kurzer Lieferfrist. Überzeugt wurde der Komiker von Geschäftsführer Lars Lindgren höchstpersönlich: «Leider habe ich mich für den besten Verkäufer entschieden und nicht für den seriösesten», sagt Yanar rückblickend.

Im Jahr 2020 unterschrieb der Komiker den Vertrag und leistete eine Anzahlung von 63'000 Franken. Passiert ist allerdings nichts. Erst nach mehr als einem Jahr und ständigem Nachhaken wurde endlich mit dem Bau begonnen. 

Heute steht zwar ein Swimmingpool in Kaya Yanars Garten, allerdings ist der Komiker unzufrieden – zurecht, wie sich zeigt: Laut einem Gutachter ist der Hebeboden-Pool verdreckt und lässt sich kaum reinigen. Pumpen, Rohre und Filter sind zu klein dimensioniert. Ausserdem weise der Familienpool Mängel auf, die bis heute – auch nach mehrmaligem Einfordern – nicht behoben worden sind. 

Das sagt der Geschäftsführer dazu

Geschäftsführer Lars Lindgren schreibt dazu: «Gewisse Zulieferanten konnten uns nicht mehr mit der gleichen Qualität beliefern wie vor Corona. Die Mängel wurden behoben oder sind noch daran, behoben zu werden.» Im Fall der Familie Yanar behauptet Lindgren, dass die Technik des Pools auf dem neusten Stand sei und sich der Pool sehr wohl reinigen liesse. «Falls dies aber nicht so wäre, sind wir gerne bereit, diese auf Wunsch zu ersetzen.»

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Auch Schwimmbad-Experte Jürg Rufer ist auf die Poolprojekte der Crystal-Schwimmbäder GmbH aufmerksam geworden – und musste bei zwölf Projekten schwere Mängel feststellen. 

Yanar war nicht das einzige Opfer

Dass sich Kunden über einen Pool der Firma beklagen, passiert nicht zum ersten Mal: «Kassensturz» hat Kenntnis von über zwanzig Fällen. Manche Kunden sollen nicht einmal einen Pool geliefert bekommen haben oder es sei erst, wie beim Komiker Yanar, nach langwierigen Diskussionen mit dem Bau begonnen worden. (lia)

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