Darum gehts
- Wintersturm in den USA verursacht Schnee, Stromausfälle, mindestens 22 Tote
- Über eine Million Haushalte ohne Strom, mehrere Staaten rufen den Notstand aus
- Grossteil der Bevölkerung ist vom Wintereinbruch betroffen
Es wird immer gefährlicher: Der heftige Wintersturm in den USA sorgt nicht nur für starke Schneefälle und ungewöhnlich niedrige Temperaturen, sondern auch für zahlreiche Stromausfälle. Am Montagmittag (Ortszeit) waren landesweit bereits mehr als eine Million Haushalte ohne Strom, wie aus Daten des Portals poweroutage.us hervorgeht.
Wie ABC News am Montagmittag (Ortszeit) berichtet, kamen mindestens 22 Menschen ums Leben. Demnach kamen etwa allein in Lehigh County im Bundesstaat Pennsylvania drei Menschen beim Schneeräumen ums Leben. In New York City starben fünf Menschen. Weitere Todesfälle ereigneten sich in New Jersey, Massachussetts, Tennessee, Louisiana, Mississippi, Kansas und der Insel Long Island.
Privatflugzeug abgestürzt
Bereits am Sonntagabend stürzte ein Privatjet mit acht Insassen ab, der während des Schneesturms vom Bangor International Airport im US-Bundesstaat Maine aus gestartet war. Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA kamen sieben der Passagiere ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Der Geschäftsflieger überschlug sich und geriet in Brand als es des Schneesturms starten wollte, heisst es weiter von den Bundesbehörden.
Eine 28-jährige Lehrerin starb im Bundesstaat Kansas in einem Schneesturm in der Nacht auf Samstag (Ortszeit). Sie verschwand am Freitagabend auf dem Nachhauseweg aus einer Bar. Einsatzkräfte fanden ihre schneebedeckte Leiche am Sonntag.
Menschen sollen Taschenlampen bereitlegen
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist von dem Wintereinbruch beeinträchtigt, während der Sturm weiter in Richtung Osten zieht. Für fast 90 Millionen Menschen des Landes gelten weiter Warnungen des US-Wetterdienstes vor extremer Kälte.
Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise «langanhaltenden Stromausfällen» in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab befürchtet worden – etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können.
In Washington warnten die Behörden besonders intensiv: «Legen Sie die Taschenlampen bereit und laden Sie ihr Handy auf», hiess es in einer Mitteilung der Behörden. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben.
New York schloss am Montag alle Schulen
Wegen des Wintersturms blieben die öffentlichen Schulen in New York am Montag geschlossen. Der Unterricht fand jedoch online weiter statt. Rund 500’000 Schülerinnen und Schüler an knapp 1100 Schulen nehmen demnach von zu Hause aus am Unterricht teil. «Mit dieser Massnahme wollen wir die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten», erklärte Bürgermeister Zohran Mamdani (34).
Übers Wochenende seien auch mehr als 15'000 Flüge gestrichen worden, berichtete CNN. Auf Fotos aus der US-Hauptstadt Washington waren menschenleere Terminals zu sehen. Von den Ausfällen ist auch die Schweiz betroffen. Bereits am Sonntag und Montag mussten mehrere Füge aus der Schweiz in die USA annulliert werden, wie auf der Webseite des Flughafen Zürichs zu sehen war.
Weniger Probleme am Dienstag
Auf Anfrage betont die Swiss: «Wir beobachten die weitere Entwicklung der Situation sehr sorgfältig und werden weitere Anpassungen an unserem Flugprogramm vornehmen, sollte sich dies als notwendig herausstellen.»
Der Flug LX19 von Newark nach Zürich am Dienstag wurde gestrichen (planmässige Ankunft 11:35). Mehrere weitere Flüge aus den USA nach Zürich waren mit Verspätung unterwegs.