Darum gehts
- Wintersturm in den USA verursacht Schnee, Stromausfälle und Rekordtiefsttemperaturen bis -45 Grad
- Über 730'000 Haushalte ohne Strom, mehrere Staaten rufen den Notstand aus
- Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung sind vom Wintereinbruch betroffen
Es wird immer gefährlicher: Der heftige Wintersturm in den USA sorgt nicht nur für starke Schneefälle und ungewöhnlich niedrige Temperaturen, sondern auch für zahlreiche Stromausfälle. Am Sonntagmittag (Ortszeit) waren landesweit bereits mehr als eine Million Haushalte ohne Strom, wie aus Daten des Portals poweroutage.us hervorgeht. Stark betroffen sind demnach unter anderem die Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Texas. Die Behörden von Louisiana bestätigten am Sonntag zwei Todesfälle, die sich im Zusammenhang mit dem Wintersturm ereignet haben. Die beiden Männer seien an einer Unterkühlung gestorben.
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist von dem Wintereinbruch beeinträchtigt, während der Sturm weiter in Richtung Osten zieht und im Laufe des Sonntages etwa New York erfassen soll.
Menschen sollen Taschenlampen bereitlegen
Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise «langanhaltenden Stromausfällen» in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab befürchtet worden – etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können.
In Washington warnten die Behörden besonders intensiv: «Legen Sie die Taschenlampen bereit und laden Sie ihr Handy auf», hiess es in einer Mitteilung der Behörden. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben.
New York schliesst am Montag alle Schulen
Wegen des Wintersturms bleiben die öffentlichen Schulen in New York am Montag geschlossen. Dies verkündete Bürgermeister Mamdani am Sonntag. Der Unterricht finde jedoch online weiter statt. Rund 500’000 Schülerinnen und Schüler an knapp 1100 Schulen nehmen demnach von zu Hause aus am Unterricht teil. «Mit dieser Massnahme wollen wir die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten», erklärte Mamdani.
Übers Wochenende seien auch mehr als 15'000 Flüge gestrichen worden, berichtete CNN. Auf Fotos aus der US-Hauptstadt Washington waren menschenleere Terminals zu sehen. Von den Ausfällen ist auch die Schweiz betroffen. Bereits am Sonntag mussten mehrere Füge aus der Schweiz in die USA annulliert werden, wie auf der Webseite des Flughafen Zürichs zu sehen ist. Auch am Montag kommt es zu Einschränkungen.
Diese Flüge ab Zürich werden am Sonntag gestrichen:
- UA053 (United Airlines) Zürich-Washington
- UA135 (United Airlines) Zürich-Newark
- LX16 (Swiss) Zürich-New York
- LX72 (Swiss) Zürich-Washington
- LX14 (Swiss) Zürich-New York
- DL053 (Delta Airlines) Zürich-New York
- LX17 (Swiss) New York-Zürich
- LX18 (Swiss) Zürich-Newark
LX22 Genf-New York
- LX52 (Swiss) Zürich-Boston
Dieser Flug ab Zürich wird am Montag gestrichen (bis jetzt):
UA053 (United Airlines) Zürich-Washington
LX15 (Swiss) New York-Zürich
LX23 (Swiss) New York-Genf
LX19 (Swiss) Newark-Zürich
LX53 (Swiss) Boston-Zürich
LX73 (Swiss) Washington-Zürich
Auf Anfrage betont die Swiss: «Wir beobachten die weitere Entwicklung der Situation sehr sorgfältig und werden weitere Anpassungen an unserem Flugprogramm vornehmen, sollte sich dies als notwendig herausstellen.»