Konjunktur
Schweizer Wirtschaft schrumpft im dritten Quartal deutlich

Das Schweizer Bruttoinlandprodukt ist im dritten Quartal um 0,5 Prozent geschrumpft – auch wegen der Zolltarife. Besonders betroffen ist die chemisch-pharmazeutische Industrie mit einem Rückgang von 7,9 Prozent, bedingt durch Vorzieheffekte und Lageraufstockungen.
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In Erwartung von US-Zöllen hatten Firma ihre Lager in den Quartalen zuvor stark aufgestockt.
Foto: Keystone/AP/MICHAEL PROBST
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im dritten Quartal auf bereinigter Basis zum Vorquartal um 0,5 Prozent geschrumpft. Damit bestätigt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag die vor zwei Wochen abgegebene Schnellschätzung. 

Insbesondere das chemisch-pharmazeutische Gewerbe habe von Juli bis September mit minus 7,9 Prozent einen deutlichen Rückgang verbucht, heisst es.

Das Seco ordnet gleichzeitig ein: Die Entwicklung in dem Bereich sei vor dem Hintergrund von Vorzieheffekten in den Quartalen davor zu sehen. In Erwartung von US-Zöllen waren die Lager stark aufgestockt worden; entsprechend schossen die Exporte in die Höhe.

Die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie machen den Löwenanteil der Schweizer Exporte aus - in 2024 etwa bestritten sie 52 Prozent davon.

Damit setzt sich die Verlangsamung in der Schweizer Wirtschaft mit beschleunigtem Tempo fort. Bereits im zweiten Quartal war das Wachstum auf magere 0,2 Prozent geschrumpft, nachdem im ersten Jahresviertel noch ein Plus von 0,8 Prozent zu Buche gestanden hatte.

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