In Uznach und Walenstadt ist der Sex-Pfarrer tabu
Eine Mauer des Schweigens!

Publiziert: 27.03.2002 um 00:00 Uhr
|
Aktualisiert: 30.09.2018 um 23:21 Uhr
WALENSTADT SG / UZNACH SG – Sex- Pfarrer Alois Fritschi (63) hat jahrelang Buben missbraucht. Wie viele, weiss niemand. Die Behörden mauern. Und lassen Opfer und Eltern im Stich. In Uznach und Walenstadt möchten man am liebsten alles totschweigen.
So beugen Sie Übergriffen vor
BERN – «Pädosexualität in der Kirche ist ein altes Problem und wird noch heute oft kaschiert», weiss Franz Ziegler (46) vom Schweizerischen Kinderschutzbund in Bern. Trotzdem ist er erstaunt, wie viele Fälle heute aufgedeckt werden.

Fünf bis zehn Fälle von möglichen sexuellen Übergriffen, begangen von kirchlichen Würdenträgern, muss der Geschäftsführer des Schweizerischen Kinderschutzbundes (SKSB) in Bern jährlich behandeln. Und er weiss: Die effektiven Zahlen sind höher: «Auch im Umfeld von Kirchen können die Abhängigkeits- und Machtverhältnisse zwischen Täter und Opfer so stark sein, dass sexuelle Verfehlungen nicht an die Öffentlichkeit gelangen.»
Ziegler ärgert es ganz besonders, dass die Übergriffe von Personen begangen werden, die der Gesellschaft Werte wie Moral und Anstand vorleben wollen. Der Geschäftsführer des SKSB: «Wenn sich Leute aus kirchlichen Kreisen an Kindern vergehen, nimmt die Kirche als Instanz grossen Schaden.»
Der Experte rät den Eltern, folgende Punkte zu beachten:
Informieren Sie sich umfassend, wo und wie Ihr Kind betreut wird, und schauen Sie hin und wieder vorbei.
Fragen Sie Ihr Kind, was man dort so tut und wie es sich fühlt.
Nehmen Sie Andeutungen und Erzählungen ernst.
Lehren Sie Ihre Kinder, dass sie Rechte haben und dass sie auch Nein sagen dürfen.
Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an eine Fachstelle.

BERN – «Pädosexualität in der Kirche ist ein altes Problem und wird noch heute oft kaschiert», weiss Franz Ziegler (46) vom Schweizerischen Kinderschutzbund in Bern. Trotzdem ist er erstaunt, wie viele Fälle heute aufgedeckt werden.

Fünf bis zehn Fälle von möglichen sexuellen Übergriffen, begangen von kirchlichen Würdenträgern, muss der Geschäftsführer des Schweizerischen Kinderschutzbundes (SKSB) in Bern jährlich behandeln. Und er weiss: Die effektiven Zahlen sind höher: «Auch im Umfeld von Kirchen können die Abhängigkeits- und Machtverhältnisse zwischen Täter und Opfer so stark sein, dass sexuelle Verfehlungen nicht an die Öffentlichkeit gelangen.»
Ziegler ärgert es ganz besonders, dass die Übergriffe von Personen begangen werden, die der Gesellschaft Werte wie Moral und Anstand vorleben wollen. Der Geschäftsführer des SKSB: «Wenn sich Leute aus kirchlichen Kreisen an Kindern vergehen, nimmt die Kirche als Instanz grossen Schaden.»
Der Experte rät den Eltern, folgende Punkte zu beachten:
Informieren Sie sich umfassend, wo und wie Ihr Kind betreut wird, und schauen Sie hin und wieder vorbei.
Fragen Sie Ihr Kind, was man dort so tut und wie es sich fühlt.
Nehmen Sie Andeutungen und Erzählungen ernst.
Lehren Sie Ihre Kinder, dass sie Rechte haben und dass sie auch Nein sagen dürfen.
Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an eine Fachstelle.

Fehler gefunden? Jetzt melden