Darum gehts
- Ein Brand zerstörte am 11. Februar 2026 Wohnungen in Berlin-Lichtenberg
- Die Brandwohnung war eine Messie-Wohnung, was die Löscharbeiten erschwerte
- 170 Feuerwehrleute retteten 70 Bewohner, acht kamen ins Spital
Alle drei wurden laut Feuerwehr bewusstlos im Hausflur der dritten Etage gefunden, wo auch die Brandwohnung war. Bei der Fahrt in eine Klinik wurden sie reanimiert. 20 Wohnungen in dem Komplex im Stadtteil Friedrichsfelde mit schätzungsweise mehr als 150 Wohnungen seien vorerst nicht bewohnbar, sagte ein Sprecher.
170 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sie holten unter Atemschutz 70 Menschen aus dem verrauchten Gebäude mit 20 Geschossen beziehungsweise brachten sie in Sicherheit. Insgesamt acht Menschen wurden in Kliniken gebracht. Schwerverletzt wurde neben der Frau und dem Kind ein weiterer Mensch.
Das Feuer war am Mittwochabend in einer Wohnung des Komplexes im Bezirk Lichtenberg ausgebrochen. Es breitete sich rasant aus, da die Räume mit zahlreichen Gegenständen zugestellt waren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) handelte es sich um eine sogenannte Messie-Wohnung, die grosse Unordnung erschwerte die Brandbekämpfung.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannte die Wohnung bereits komplett. Im ganzen Gebäude breitete sich Rauch aus, aus den Fenstern schlugen Flammen. Im Hausflur nahe der Brandwohnung entdeckten die Einsatzkräfte die zwei Kinder und die Frau bewusstlos und brachten sie ins Freie.
Der Bewohner der Wohnung hatte sich laut Feuerwehr selbst nach draussen retten können. Auch andere Bewohner des Hauses gelangten dem Sprecher zufolge selbst ins Freie, viele andere wählten den Notruf oder machten an den Fenstern auf sich aufmerksam. Sie wurden von Feuerwehrtrupps durch das Treppenhaus nach draussen gebracht.
Insgesamt sammelten sich vor dem Haus so 70 Bewohner, wie der Sprecher mitteilte. Die Einsatzkräfte prüften etwa 60 Wohnungen, einsturzgefährdet war das Haus nicht.
Viele Bewohner mussten erst einmal anderweitig unterkommen. In manchen der unbewohnbaren Einheiten gebe es keinen Strom und kein Wasser. Andere seien so verraucht, dass man dort nicht schlafen könne. Wer nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkomme, könne heute in einer nahegelegenen Turnhalle schlafen. Der Bezirk versuche, für die Zeit danach Wohnungen und Hotels zu organisieren, hiess es.
Die Polizei ermittelt zur Ursache.