Darum gehts
- Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana steigt Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen stark
- Buchungen im Firmenbereich nahmen 2026 um etwa 50 Prozent zu
- Unternehmen melden aussergewöhnlich hohe Teilnehmerzahlen bei Brandschutzkursen
Das Nothelferkurszentrum Schweiz registriert seit der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen für Unternehmen. Die Anzahl Buchungen im Firmenbereich stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent.
Das Bewusstsein für Themen wie Erste Hilfe, betriebliche Notfallvorsorge und Brandschutz habe sich in den vergangenen Wochen klar verstärkt, stellte Jéròme Fricker, Geschäftsführer des Nothelferkurszentrums Schweiz, in einer Mitteilung vom Dienstag fest. Immer mehr Unternehmen setzten sich aktiv mit ihrer Verantwortung auseinander und stellten sicher, dass ihre Mitarbeitenden im Ernstfall richtig und rasch reagieren können.
Betriebe sind gesetzlich verpflichtet, die Erste Hilfe sicherzustellen und Personen auszubilden. Dass diese gesetzliche Vorgabe aktuell verstärkt umgesetzt wird, bewertet das Nothelferkurszentrum Schweiz als sehr positive Entwicklung.
Steigendes Risikobewusstsein
«Wir haben in den letzten Jahren oft erlebt, dass Prävention erst dann Priorität erhält, wenn Ereignisse die eigene Verwundbarkeit deutlich machen», wird Fricker zitiert. Investitionen in Erste-Hilfe-Schulungen seien in der Vergangenheit teilweise aus Kostengründen hinausgezögert oder mit der Annahme relativiert worden, im eigenen Betrieb werde ohnehin kein schwerwiegender Vorfall eintreten.
Auch aus dem Bereich Brandschutz werden ähnliche Entwicklungen gemeldet. Unternehmen, die Brandschutzkurse anbieten, berichten derzeit ebenfalls von aussergewöhnlich hohen Teilnehmerzahlen und stark wachsendem Interesse.
Es sei zu hoffen, dass die aktuelle Bewusstseinsschärfung nachhaltig anhalte und langfristig zu einer nachhaltigen Stärkung der Sicherheitskultur in den Unternehmen beitrage, schreibt das Nothelferkurszentrum.