Kommentar zu Angriffen auf Bahnpersonal
Bei der Sicherheit darf nicht gespart werden!

Die Gewalt gegen Zugbegleiter wird brutaler. Jetzt müssen die Auftraggeber reagieren, meint Blick-Redaktor Jeremy Goy.
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Die Gewaltbereitschaft gegenüber dem Bahnpersonal ist erschreckend.
Foto: Sobli
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Jeremy GoyRedaktor

Die alltäglichen Schwierigkeiten im Beruf der Kontrolleure sind schon lange nicht mehr nur Schwarzfahrer und Verspätungen. Aggressionen, Frustrationen und Respektlosigkeiten nehmen zu. Auf dem Rücken derer, die einfach nur ihre Arbeit machen.

Die Hemmschwelle scheint seit der Corona-Pandemie bei vielen Menschen gefallen zu sein. Wer den Mut hat, im Zug Ordnung herzustellen, muss mit dem Risiko rechnen, dafür angegriffen zu werden. Die schlimmen Schilderungen von Kontrolleuren wie Albert Serrano und Stefan Häusler zeigen, wie gross das Problem mittlerweile geworden ist.

Das ist aber nicht nur ein gesellschaftliches Problem. Wenn ein Kundenbegleiter spätabends allein im Zug unterwegs ist, weil kein Ersatz für ausfallendes Personal da ist, dann zeigt das zu wenig Geld und Personalmangel im Unternehmen auf. Die SBB und die Politik sind jetzt am Zug. Schulungen, Bodycams und Notfallknöpfe sind Schritte in die richtige Richtung. Wer Sicherheit will, muss aber auch bereit sein, dafür Geld auszugeben: in mehr Personal, mehr Präsenz in den Zügen, mehr Rückhalt für die, die täglich im Einsatz stehen. Eines ist klar: Bei der Sicherheit darf nicht gespart werden.

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