Darum gehts
- Drei Viertel der ÖV-Reisenden lösen Billette digital, bis 2035 werden es wohl 90 Prozent sein
- Digitale Billette kosten nur wenige Rappen, Schalterverkauf über 6 Franken
- Neue Prepaid-Karten jetzt erhältlich, auch in einigen Postfilialen getestet
Die Digitalisierung im ÖV ist weit fortgeschritten – schon heute lösen rund drei Viertel aller Reisenden ihre Billette digital. In nicht mal zehn Jahren könnten es sogar 90 Prozent sein, glaubt die Branchenorganisation Alliance Swisspass.
Mit Blick auf die Preise sind das gute Nachrichten. Denn der digitale Billettkauf ist unschlagbar günstig: Die Kosten für digital gekaufte Billette betragen nur ein paar Rappen, während der Gang zum Schalter Kosten von mehr als 6 Franken verursachen kann. Der technische Fortschritt hilft hier also, den Druck auf die Billettpreise zu mindern.
Bei aller Freude an den digitalen Verkaufskanälen dürfen wir nicht vergessen, dass es auch Menschen gibt, die diesen Schritt nicht machen wollen oder können. Auch für sie braucht es eine gute Lösung. Deshalb schlagen wir seit langem den Einsatz von Prepaid-Karten vor – und seit Neuestem gibt es sie nun auch.
Die Prepaid Card ist in der ganzen Schweiz erhältlich. Sie ist unpersönlich und kann online oder an allen Verkaufsstellen der teilnehmenden Transportunternehmen gekauft und aufgeladen werden. In einigen Kantonen (Bern, Solothurn, Freiburg und Basel-Landschaft) kann man sie – als Pilotversuch – auch in ausgewählten Postfilialen kaufen.
Ich hoffe, dass möglichst viele Nicht-digital-Reisende diese neue Guthabenkarte ausprobieren. Denn der ÖV soll nicht nur von allen genutzt werden können – er soll auch für alle bezahlbar bleiben.