Die Schweizerische Volkspartei fordert eine prozentuale Obergrenze für fremdsprachige Kinder in den Schulklassen. Was hat die SVP gegen Kinder aus anderen Sprachkulturen? Nichts, im Gegenteil: Sie setzt sich für Schulkinder ein, auch für fremdsprachige. Letztere sollen den Unterricht allerdings nicht durch ihre Anzahl behindern, heisst es in einem «Positionspapier» der Partei zur Volksschule.
Schulklassen mit dreissig, vierzig oder mehr Prozent Migrantenkindern, die der Landessprache in der Regel nicht wirklich mächtig sind, verhindern die Vermittlung des Lehrstoffs, also die Erfüllung der pädagogischen Pflicht. Der Lehrer muss das Tempo drosseln und das Niveau des Unterrichts nach unten anpassen.
Weil alle Schüler auf die bürgerliche Bildungsreise mitgenommen werden sollen, die mit der Volksschule beginnt, sieht die Wirklichkeit an immer mehr Schulen so aus: Schüler, die längst begriffen haben, was ihre Migrantenkameraden noch mühselig zu verstehen versuchen, werden in ihrem Lerneifer gebremst.
Die Einwanderer-Schüler blicken verständnislos ins Schulbuch – und ihre Schweizer Mitschüler blicken verständnisvoll auf die fremdsprachigen Kollegen. Ein schönes Bild. Oder nicht?
Jedes Kind hat Anrecht auf Schulunterricht, und zwar auf den bestmöglichen. Es ist sein Start ins selbstbestimmte Leben. In ein Leben, das geprägt wird durch persönliche Leistung, die wiederum mit der Entwicklung der individuellen Talente zusammenhängt, also auch mit der möglichst perfekten Förderung durch perfekten Unterricht – von der ersten bis zur letzten Klasse.
In der Schule formt sich das Individuum: der einzelne Bürger, die einzelne Bürgerin, diese Grundsubstanz der bürgerlichen Gesellschaft, der verantwortungsbewussten Bürgerschaft, also der demokratischen Kultur.
Die SVP reklamiert eine Selbstverständlichkeit – weil ordentlicher Schulunterricht leider längst nicht mehr selbstverständlich ist.
Warum ist es so weit gekommen? Weil das linksgrüne Schönreden der Migration auch die politische Mitte blind gemacht hat für die Auswirkungen auf den kulturell sensibelsten Bereich unserer freien Gesellschaft: die Schule.
Junge Migranten aus bildungsfremden Familien haben den gewohnten Alltag im Klassenzimmer und auf dem Pausenhof auf fatale Weise verändert. Zunehmend prägen dort Unvermögen, Verweigerung und Verrohung das Bild. Im Migrantenparadies Deutschland ist das Lernen vielerorts längst out, das scharfe Messer im Hosensack dagegen in. Ähnliches ist auch in der sonst so ordentlichen Schweiz wahrzunehmen.
Muss man Verständnis haben für diese bedauerliche Entwicklung? Ja, wenn man berücksichtigt, dass der Islam strukturell belastet ist. Schule hält er für gefährlich: Wer sich bildet, könnte ja von der durch und durch männlichen Herrschaftsideologie abfallen. Die Diktatur in Afghanistan verbietet Mädchen ab der 7. Klasse, in die Schule zu gehen. Wo bleibt der linksgrüne Protest gegen diesen Eingriff ins weibliche Leben?
Linksgrüner Protest gegen die Forderung der SVP nach Beschränkung des Migrantenanteils in Schulklassen ist sehr wohl zu erwarten. Die Genossen rühmen sich zwar unablässig, die Interessen der kleinen Leute zu vertreten. In Wirklichkeit verachten sie einfache Bürger, die nie in einem Hörsaal gesessen haben. Auch die Kinder der unteren Einkommensklassen werden von der kulturellen Herrschaftsclique verachtet: Indem man ihnen nicht einmal ordentlichen Schulunterricht zugesteht, während man für den eigenen Nachwuchs Unterricht mit möglichst wenigen Migranten organisiert, vorzugsweise an noblen Privatinstituten.
Die elitäre Verachtung trifft nicht allein die Schweizer Schulkinder, sondern zugleich die von linksgrün so verhätschelten Migranten. Auch deren Kinder hätten – haben – ein Anrecht, in unserer Freiheitsgesellschaft zu wahrhaft selbstbestimmten, weil religionskritischen Bürgern heranzuwachsen, angeleitet von leistungsorientierten Lehrern.
In unseren Bürger-Schulen.