Darum gehts
- Direktflüge von Zürich nach Oman: Edelweiss und Oman Air verfügbar
- Touristen bis 14 Tage visumfrei, E-Visa für längeren Aufenthalt
- Tagesbudget: ab 60 CHF Budget, 150 CHF Mittelklasse, 300 CHF Luxus
Anreise: Wie komme ich in den Oman?
Von Zürich bieten mehrere Airlines Direktflüge in den Oman an: Edelweiss fliegt von Oktober bis Mai nach Maskat und Salalah. Zusätzlich fliegt Oman Air ganzjährig mehrmals pro Woche Zürich–Maskat.
Tipp: Für eine klassische Rundreise bietet sich Maskat als Startpunkt an; wer in den Süden will, fliegt am besten direkt nach Salalah.
Einreise: Welche Bestimmungen gelten?
Schweizer Staatsangehörige und EU-Bürger können für touristische Aufenthalte bis zu 14 Tagen ohne vorheriges Visum einreisen – ein Reisepass, der noch sechs Monate gültig sein muss, genügt. Wer bis zu 30 Tagen im Land bleiben möchte, muss mindestens vier Tage vor der Reise ein E-Visum beantragen. Ebenfalls möglich ist die Beantragung eines Visums am Flughafen, allerdings muss mit Wartezeiten gerechnet werden.
Tipp: Manchmal wird ein Nachweis einer Hotelbuchung und eines Rückflugtickets verlangt. Eine ausgedruckte Kopie von Hotelbuchung und Rückflug ist immer eine gute Idee.
Unterwegssein: Wie bewege ich mich vor Ort?
Oman ist ein Roadtrip-Land. Zwar verbinden Überlandbusse und kleinere Sammeltaxis die wichtigsten Orte, für Ziele ausserhalb von Ortschaften benötigt man allerdings einen Mietwagen. Die Strassen sind in der Regel gut ausgebaut und der Verkehr ruhig: Selbstfahren ist kein Problem.
Tipp: Bei Vermietungen sind Glasschäden oft nicht versichert. Es ist daher zu empfehlen, eine Zusatzversicherung abzuschliessen.
Wichtig: Für manche Regionen, wie beispielsweise Bereiche im Jebel Akhdar (Gebirge) und abgelegene Wadis, ist ein 4x4 vorgeschrieben. Vorher erkundigen!
Das staatliche Unternehmen Mwasalat bietet Fernbusse zwischen den grossen Städten an. Tickets gibt es hier.
Taxis in Städten bucht man am besten über Apps, um das Verhandeln über den Preis zu vermeiden. Beste App: OTAXI.
Kosten: Ist der Oman ein teures Reiseziel?
Generell gilt: Oman ist kein Budget-Reiseziel. Mit folgenden Tagessätzen sollte man rechnen:
- Budget: ab 60 CHF/Tag (einfache Hotels/Guesthouses, Streetfood & kleine Restaurants, ÖV).
- Mittelklasse: ab 150 CHF/Tag (gute 3–4-Sterne-Hotels, regelmässig Restaurant, Mietwagen, einzelne Ausflüge/Bootstouren).
- Luxus: ab 300 CHF/Tag (Top-Resorts, hochwertige Wüstencamps, private Guides, Fine Dining, viel Komfort).
Stay connected: Internet & SIM
WLAN ist in Hotels und Cafés weit verbreitet. Für Navigation und Taxi-Apps lohnt sich eine lokale SIM oder eine eSIM – Datenroaming mit Schweizer SIM ist meist sehr teuer. Omantel bietet Tourist-SIMs, die 10 oder 14 Tage gültig sind. Preise liegen bei 10 bis 20 Franken für limitierte Daten. Unbegrenzte Daten gibt es ab 40 Franken.
Wichtig: Für den Kauf wird ein Ausweis benötigt; SIM-Karten können am Flughafen oder in offiziellen Shops erworben werden, wo man auch bei der Aktivierung hilft.
Eine Alternative sind eSIMs von Anbietern wie Holafly, die man schon vor der Reise erwerben kann.
Stay safe: Ist der Oman ein sicheres Reiseland?
Oman gilt grundsätzlich als sicheres Reiseland – die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Kleinkriminalität gelten auch hier (wie überall auf der Welt). Gefahren gehen im Oman weniger von Kriminalität aus als vom trocken-heissen Wüstenklima. Touren in die Wüste sollte man nur in Gruppen unternehmen (oder mit einer geführten Tour) – schnell kann eine Autopanne auch zu einer lebensbedrohlichen Situation werden. Beim Autofahren in der Nacht besteht eine erhöhte Gefahr durch Wildwechsel.
Gesundheit: Worauf was muss man achten?
Im Oman treten kaum besorgniserregende Infektionskrankheiten auf – jedenfalls nicht mehr als in Mitteleuropa. Nebst den Standardimpfungen werden keine weiteren Impfungen benötigt. Von Mücken geht zudem keine erhöhte Gefahr aus. Eine erste Übersicht bietet die Infostelle für Reisemedizin.
Nahrung kann ohne Bedenken genossen werden. Auf das Trinken von Leitungswasser sollte man eher verzichten und stattdessen auf abgepacktes Wasser zurückgreifen.
Die grössere Gefahr geht von Dehydrierung aus – man schwitzt im (meist) trockenen Klima mehr, als es den Anschein hat. Tagsüber regelmässig trinken, eventuell Elektrolyte zu sich nehmen, in der Mittagshitze Aktivitäten dosieren.
Die ärztliche Versorgung ist in grösseren Städten gut.
Kauderwelsch: Wie verständigt man sich im Oman?
Amtssprache ist Arabisch. In Hotels, bei Touranbietern und in der Hauptstadt Maskat kommt man mit Englisch gut zurecht.
Was ist die beste Reisezeit für den Oman?
Norden, Wüste, Gebirge: Beste Reisezeit ist der Spätherbst bis zum Frühling (Oktober bis März), wenn es angenehm warm und trocken ist. Von April bis September wird es in Maskat und den Wüstengebieten extrem heiss.
Der Süden: Die Region Dhofar (Salalah) ist eine Ganzjahresdestination. Dank der Regensaison Khareef ist die Landschaft im Sommer herrlich grün, zudem herrschen milde Temperaturen.
Sightseeing: Was man in Oman erlebt haben sollte
Maskat: Zwei Tage sollte man für die Hauptstadt einplanen – mehr braucht es nicht. Highlights sind ein Abendspaziergang entlang der Corniche, der Markt Mutrah Souq und die Sultan-Qaboos-Grand-Moschee.
Küstenstrasse und Sur: Die Strasse entlang der Küste nach Sur gilt als eine der schönsten Routen des Landes, mit Blick auf Klippen, Palmenhaine und das glitzernde Arabische Meer. In Sur, der einstigen Seefahrerstadt, wird die jahrhundertealte Tradition des Dhow-Baus bis heute gepflegt. Ein Besuch der Werften bietet spannende Einblicke in dieses Handwerk.
Wadi Shab: Das schönste Tal des Oman. Der Weg führt durch ein Palmental mit natürlichen Pools und – je nach Wasserstand – zu schwimmbaren Höhlen.
Ras al Jinz / Ras al Hadd: Zwischen Mai und Oktober legen Meeresschildkröten hier ihre Eier ab. Besuch nur mit geführten Touren.
Nizwa Fort und Souq: Ein Muss sind der Besuch der imposanten Festung in der Stadt Nizwa und des traditionellen Marktes.
Jebel Akhdar: Dank seiner Höhenlage bietet der Gebirgszug ein angenehmes Klima, Terrassengärten und (je nach Saison) blühende Rosentäler – ein Fotoparadies.
Jebel Shams – Omans Grand Canyon: mit über 3000 Metern der höchste Berg des Landes, darin eine 1000 Meter tiefe Schlucht. Spektakulär.
Wahiba Sands: Ein endloses Dünenmeer, das sich bei Sonnenuntergang in Gold taucht – und nachts einen Sternenhimmel offenbart, wie man ihn kaum noch kennt. Die Übernachtung in einem Wüstencamp ist ein eindrückliches Erlebnis.
Für Schleckmäuler: Diese Spezialitäten sollte man probieren
Shuwa – Das Nationalgericht: zartes, über Stunden im Erdofen gegartes Lamm oder Ziege, mariniert mit einer Gewürzmischung aus Kardamom, Nelken und Kreuzkümmel.
Majboos: Aromatischer Reis mit Huhn, mit Limette, Zimt und Safran.
Harees: Ein Brei aus Weizen und Fleisch. Besonders beliebt während des Ramadans.
Omani Halwa: Eine süsse, klebrige Masse aus Zucker, Ghee, Rosenwasser und Nüssen.
Kahwa: Arabischer Kaffee mit Kardamom, oft mit Datteln gereicht. Willkommensritual.
Khubz Ragag: Dünnes, knuspriges Fladenbrot, direkt auf der Eisenplatte gebacken.