Malediven mal anders
Ferienparadies nicht nur für die Flitterwochen

In vielen Köpfen ist das Bilder der Malediven als ultimative Flitterwochendestination eingebrannt. Doch damit tut man dem Inselstaat unrecht.
Publiziert: 11.04.2024 um 17:17 Uhr
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Aktualisiert: 11.04.2024 um 21:22 Uhr
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Traumhaftes Ferienparadies: Die Malediven sind für viele die Destination für Flitterwochen schlechthin. Aber auch für Freundesgruppen eignet sich die Destination.
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Michel ImhofTeamlead People

Die Bilder waren auch in meinem Kopf eingebrannt: Nach der Hochzeit verreisen viele verliebte Paare auf die Malediven und machen es sich dort in Häuschen, die auf Pfählen im strahlend blauen Wasser stehen, gemütlich. Dieses Bild gibt es zwar, allerdings haben die Malediven auch viel für Gruppen von Freunden zu bieten. 

Logisch, wer die grossen Partyferien sucht, ist auf den Malediven falsch aufgehoben. Entspannung, sportliche Aktivität und gutes Essen stehen hier im Vordergrund. Auf den 26 Atollen gibt es über 150 Resorts, über 1,6 Millionen Besucher verzeichneten die Malediven im Jahr 2022. Zum Vergleich: Das südasiatische Land hat nur knapp über 500'000 Einwohner. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle des Landes. 

Mit dem Boot gehts ins Paradies

Dies zeigt sich auch bei der Ankunft am Flughafen in Malé. Zahlreiche Mitarbeiter versuchen, die Touristen zu finden, die sie in ihr Resort bringen müssen. Zu meiner Erleichterung – ich leide unter Flugangst – ging es für mich nicht mit dem Wasserflugzeug, sondern mit dem Boot ins Hotel – in meinem Fall das Grand Park Kodhipparu. 20 Minuten dauert die Fahrt, danach stehe ich mitten in der Idylle. 

Empfangen wird man vom glasklaren, hellblauen Wasser, kleine Haie schwimmen immer wieder umher. «Die sind Vegetarier und machen nichts», ist ein Spruch, den ich während meines Aufenthalts immer wieder zu hören bekomme. Nach dem Check-in gehts mit dem Buggy ins Zimmer. Ein Häuschen, das auf Pfählen mitten im Meer steht. So wie in der Vorstellung. Auf dem Balkon ist ein kleiner Pool hingebaut, gegen vorn sieht man in die Weite und immer wieder einige Containerschiffe, die in Richtung der Hauptstadt Malé unterwegs sind.

Langeweile gibts nicht

Ich weiss nicht, was mir in den nächsten Tagen bevorsteht. Wird mir hier auf der Insel langweilig? Fünf Tage Aufenthalt werden es am Ende sein. Doch von Langeweile ist am Ende nichts zu spüren. Eher viele entspannte Stunden mit ein wenig Adrenalin. 

Dafür sorgen viele Aktivitäten. Neben den Mahlzeiten, die abwechslungsweise in den verschiedenen Restaurants geplant sind, steht unter anderem Schnorcheln auf dem Programm. Gleich am ersten Tag nächtigten drei Haie unter meinem Zimmer, deswegen war ich eher skeptisch, was die Aktivität im Wasser angeht, und bevorzugte den Pool. Als ich mich am vorletzten Tag mit einer Instruktorin ins Wasser wagte, bereute ich mein Zögern. Zahlreiche Fische in allen Farben, Korallen und sogar einen Hai bewunderte ich im Wasser. Ich war so begeistert, dass ich mich wenige Stunden später noch einmal allein mit den Schnorchelutensilien ins Wasser begab. Wem das zu langweilig ist, der kann wahlweise auch Tauchkurse absolvieren.

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Lagerkoller möglich

Die Zeit vertrieb ich mir aber nicht nur im Wasser, sondern auch darauf. Mit einem Boot unternahmen wir in der Gruppe eine Sonnenuntergangstour, einmal liessen wir uns auf einem Fun Tube, einer Plattform mit Lehne zum Sitzen, von einem Motorboot hinterherziehen und liessen unser Adrenalin in die Höhe schiessen. Beim Parasailing betrachteten wir die Insel vom oben. Entspannt wurde bei der Massage im Spa.

Langweilig wurde mir bei meinem fünftägigen Aufenthalt tatsächlich nie. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass Menschen, die nicht ständig im Resort Zeit verbringen wollen, schnell einen Lagerkoller bekommen. Von einem Ausflug nach Malé haben sämtliche Mitarbeiter abgeraten. Auch andere Touristen, die bereits dort waren, meinten, es sei die Zeit nicht wert.

So wie sich die Malediven im Resort präsentieren, sind sie im Land selbst nicht. Die dortige Rechtsordnung orientiert sich an der Scharia, Bikinis und Badehosen sind im öffentlichen Raum genauso verboten wie gleichgeschlechtliche Beziehungen. Davon kriegt man aber in den Hotelanlagen nichts mit. Dort herrschen andere Regeln. Gross gesprochen darüber wird aber nicht.

Auch geeignet für Gruppen von Freunden

Zusammengefasst war mein Ausflug in die Malediven vor allem eins: erholsam. Auch bei einem eher dichtgedrängten Programm nahm ich mir Zeit, auch mal nichts zu tun und in der Sonne zu liegen. Zwischendurch gönnt man sich ein Getränk, begleitet werden die Tage von gutem Essen.

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Flitterwochen braucht es nicht, um eine gute Zeit auf den Malediven zu haben. Auch nicht unbedingt einen Partner, auch mit Freunden kann man hier sich die Zeit bestens vertreiben.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Pressereise. 

Das musst du über die Malediven wissen

Anreise: Edelweiss fliegt nonstop von Zürich nach Malé.

Übernachtung: Das Fünf-Sterne-Hotel Grand Park Kodhipparu bietet Zimmer mitten im Bilderbuchparadies ab 430 Franken pro Nacht und Zimmer. Das All-inclusive-Paket kostet 720 Franken pro Nacht.

Beste Reisezeit: Mai bis Oktober gilt als Regenzeit in den Malediven. Allerdings sind die Temperaturen ganzjährig stabil, deshalb bevorzugen es einige, während der Regenzeit in die Malediven zu reisen.

Edelweiss fliegt mehrmals wöchentlich nonstop nach Malé.
Sven Thomann

Anreise: Edelweiss fliegt nonstop von Zürich nach Malé.

Übernachtung: Das Fünf-Sterne-Hotel Grand Park Kodhipparu bietet Zimmer mitten im Bilderbuchparadies ab 430 Franken pro Nacht und Zimmer. Das All-inclusive-Paket kostet 720 Franken pro Nacht.

Beste Reisezeit: Mai bis Oktober gilt als Regenzeit in den Malediven. Allerdings sind die Temperaturen ganzjährig stabil, deshalb bevorzugen es einige, während der Regenzeit in die Malediven zu reisen.

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