Darum gehts
- San Diego verbindet mexikanisches Flair und kalifornischen Lifestyle an der Küste
- Im Chicano Park sind Wandbilder zu sehen, entstanden nach Autobahn-Bau durchs Viertel
- Sheraton Resort renoviert 2025 für 100 Millionen Dollar, nahe Flughafen
Bei Ferien an der US-Westküste denkt man sofort an Los Angeles oder San Francisco. San Diego, die südlichste der kalifornischen Küstenstädte, geht hingegen oft vergessen. Zu Unrecht! Eine Reise in die Geburtsstadt Kaliforniens gibt einen Einblick in die einzigartige Mischung aus lateinamerikanischem Flair und kalifornischem Lebensgefühl.
Zwischen Mexiko und Kalifornien ist zwar eine Grenze gezogen, die Menschen und deren Kultur interessiert dies aber reichlich wenig. Gerade in Zeiten, in denen Trump und ICE die US-Schlagzeilen negativ dominieren, ist diese Kultur des offenen Zusammenlebens eine willkommene Abwechslung.
Kulturviertel Barrio Logan
Erlebbar wird das im Barrio Logan. Das Viertel ist Heimat und Treffpunkt für viele «Chicanos», die San Diegos Einwohner mexikanischer Abstammung. In der Vergangenheit mussten sie oft für ihren Platz kämpfen. Davon zeugen die Wandbilder im Chicano Park. Lokale Gruppen forderten diesen Park, nachdem die Stadt eine Autobahn mitten durch ihr Quartier baute.
Lateinamerikanische Künstler drückten ihre Gefühle in den Malereien aus und schufen so einen Platz für die Community, der sich im angrenzenden Barrio Logan weiterzieht. Dort findet man authentisches mexikanisch-kalifornisches Essen und kleine Boutiquen sowie Galerien von lokalen Künstlern, die zum Stöbern einladen. Besonders am Wochenende erwacht das Quartier zum Leben und versprüht eine einzigartige Energie.
North Park
Auch das Quartier North Park ist ein lebendiger Treffpunkt, doch die Atmosphäre könnte kaum gegensätzlicher sein. Das vor allem bei jungen Amerikanern beliebte Quartier zeichnet sich durch hippe Restaurants und Cafés, eine lebendige Streetart-Szene und viele kleine und grössere Brauereien aus.
Wer alleine unterwegs ist, findet in den hiesigen Bars schnell Anschluss. Die offene, unkomplizierte Art der Menschen steckt an und bietet Raum für einen spannenden Austausch. Dazu empfiehlt es sich, eines der vielen hier gebrauchten IPAs oder einen Cider zu probieren. In vielen Bars kann man den Brauprozess beobachten und dabei genüsslich die neuesten Geschmacksrichtungen testen.
Erlebnisquartier La Jolla
Das letzte Quartier auf dieser Liste ist La Jolla (ausgesprochen «La Hoia»). Hier kann man nicht nur gut shoppen gehen; wer immer der Nase folgt, gelangt schnell zur Küste und damit zur Hauptattraktion, den Seelöwen. Schon von weitem riecht und hört man die Tiere, deren Zusammenleben ganz schön unterhaltsam ist.
Einige tollen im Wasser herum und kämpfen lautstark um den besten Felsen, andere kuscheln sich an der Küste aneinander und machen ein Nickerchen. Wer Tiere lieber in der Wildnis als im berühmten San Diego Zoo erleben will, ist hier genau richtig – und das obendrauf völlig kostenlos. Dieser kurze Ausflug ist für Tierfans ein Muss!
Skydiving über der Pazifikküste
Ein weniger entspannendes, dafür umso actionreicheres Erlebnis beginnt einige Kilometer südlich von San Diego, nahe der Grenze zu Mexiko. Auf einem alten Militärflugplatz rast mein Puls in die Höhe, als ich das kleine Propellerflugzeug sehe, aus dem ich in wenigen Minuten springen werde. Nach einer kurzen Einführung ziehe ich ein Geschirr an, sage ein paar letzte Worte in die Kamera und steige ins Flugzeug.
Ziemlich steil steigen wir dann über dem Meer in die Höhe und geniessen die Aussicht auf San Diego, bevor die Flugzeugtür aufgeht. Meine Beine baumeln nun ein paar Tausend Meter über dem Boden. Ein letzter Check und schon setzt mein Tandemguide zum Sprung an. Für eine knappe Minute rasen wir nun auf die Erde zu, bevor sich der Fallschirm öffnet.
Nun beginnt der gemütliche Teil. Abgesehen von ein paar wilden Kurven gleiten wir gemächlich dem Boden entgegen, wo wir bereits erwartet werden. Ein einmaliges Erlebnis – und das erst noch deutlich günstiger als in der Schweiz.
Surfen
Wer lieber am Boden bleiben möchte, findet Abenteuer auch näher: zum Beispiel an einem der vielen Strände in und um San Diego. Dank der stetigen Wellen ist die Region ein beliebter Hotspot für Surfer aller Erfahrungsstufen.
Auch für Anfänger gibt es dank Privat- oder Gruppenstunden spannende Möglichkeiten, in die Welt des Surfens einzutauchen und sich im Wellenreiten zu probieren.
Haute Cuisine mit Aussicht
Wer es entspannter mag, der kann das Meer auch aus der Entfernung geniessen. Im George's at the Cove kann man den Wellen – sowie den Wellenreitern – zuschauen und dazu feinstes Essen geniessen. Hochwertige, frische Speisen wie Lachs oder Hummer oder ein fruchtiger Cocktail: Mit der atemberaubenden Aussicht über den Strand von La Jolla wird ein Besuch hier definitiv zum Highlight. Auch preislich liegt das George's at the Cove eher im gehobenen Segment.
Orientalisches Essen wie bei 1001 Nacht
Mindestens genau so spektakulär ist das Restaurant Leila im Quartier North Park. Dieses überzeugt mit dem Innenleben: Das Restaurant erinnert an einen marokkanischen Nachtmarkt, mit einem offenen Ofen, einem kleinen Bach mit Brücken, grossen Bäumen und einem Sternenhimmel.
Und auch das Essen kann sich sehen lassen. Von Shawarma bis Hummus und Naan gibt es alles, was das orientalische Herz höherschlagen lässt. Die Portionen werden mit dem ganzen Tisch geteilt, sodass man von allem probieren kann. Und auch der arabische Tee darf nicht fehlen!
Michelin-Tacos aus Mexiko
Was bei uns Döner oder Pizza ist, sind in San Diego Tacos. Das Street Food ist der beliebteste Snack der Küstenbewohner, es gibt sie an jeder Ecke. Besonders beliebt ist die Restaurantkette Tacos el Franc, die sogar im «Michelin Guide» erwähnt wurde.
Ursprünglich aus Mexiko stammend betreibt Franc nun auch zwei Läden in San Diego und versorgt die Stadt mit guten und preiswerten Taco-Kreationen. Ob für einen feinen Zmittag oder für einen Snack zwischendurch: Diese Tacos sind klar einen Besuch wert.
Sheraton San Diego Resort
Nur wenige Gehminuten vom Flughafen und direkt am Hafen von San Diego liegt das Sheraton Resort. Das Hotel wurde 2025 für 100 Millionen Dollar renoviert und besticht durch mehrere Pools, ein Fitnesscenter mit Tageslicht und Aktivitäten für die ganze Familie: Yoga-Kurse am Meer oder Marshmallowrösten über dem Lagerfeuer sind hier genauso im Preis dabei wie eine Kajak-Tour.
Auch kulinarisch bietet das Sheraton so einiges: Mehrere Restaurants und Bars sowie eine Brauerei vereinen mexikanische, italienische und US-amerikanische Gerichte. Besonders empfehlenswert ist das reichhaltige Frühstücksangebot, aber aufgepasst: Wer seinen Lachstoast nicht mit den flinken Möwen teilen will, sollte diesen besser nicht auf dem Balkon im Zimmer geniessen. Möwen sind frühmorgens deutlich aktiver als wir Menschen.
Glorietta Bay Inn
Auf der malerischen Halbinsel Coronado liegt das Glorietta Bay Inn, direkt neben dem berühmten Hotel del Coronado. Während die Zimmerpreise da selten unter 500 Franken liegen, ist das Glorietta deutlich erschwinglicher. So können auch Normalsterbliche die luxuriöse Atmosphäre von Coronado Bay geniessen.
Und dabei muss sich das 1908 erbaute Glorietta Bay Inn nicht verstecken: Die individuell designten Zimmer und Suiten des Boutique-Hotels versprühen den Charme der Renaissance, und jede der Suiten hat ihre eigene Geschichte. Ausserdem befindet sich das Hotel nur wenige Gehminuten vom Strand und von der Ausgehmeile Coronados, die allerlei Boutiquen, Restaurants und Bars bietet.
Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Pressereise und in Partnerschaft mit San Diego Tourismus.