Der Lenz ist da
Die schönsten Frühlingsziele in Europa

Blumen, Sonne, Lebensfreude: Der Frühling hält Einzug – die beste Zeit für einen ersten Trip in die Wärme. Wir haben einige der schönsten Ziele für Kurztrips in Europa herausgesucht.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sevilla im Frühling duftet nach Orangenblüten, lockt Besucher ins Freie
  • Santa Cruz und Triana bieten romantische Spaziergänge und Flamenco-Erlebnisse
  • Sevilla: Perfekte Reisezeit im Frühling, milde Temperaturen, wenige Touristen
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Christian BauerReise-Journalist

Sevilla – wo die Luft nach Orangen riecht

Kaum eine Stadt fühlt sich im Frühling so sinnlich an wie Sevilla (Spanien). Wenn die Bitterorangen blühen, die in Gassen, Plätzen und Patios wachsen, legt sich ihr süss-herber Duft wie ein feiner Schleier über die Stadt und zieht die Menschen nach draussen: Das Leben kehrt jetzt wieder unter den freien Himmel zurück.

Der Frühling ist die beste Zeit für einen Besuch in der südspanischen Stadt: Die Orangen blühen, die Temperaturen sind mild, und die Touristenmassen rollen erst zaghaft an. Besonders schön ist dann ein Spaziergang durch Santa Cruz, das ehemalige jüdische Viertel in der Altstadt von Sevilla, und später hinüber nach Triana, wo man in Tapaskneipen Flamenco hören und genussvoll essen kann.

In Sevilla duftet es im Frühling nach Orangen, die in der gesamten Altstadt wachsen.
Foto: Zied - stock.adobe.com

Valencia – Stadt, Park und Meer

Valencia (Spanien) ist vielleicht das bessere Barcelona. Die katalanische Hauptstadt ist zwar ein Schmuckstück, erstickt aber leider am Massenansturm. Das ist in Valencia, das etwas weiter südlich liegt, (noch) nicht so. Und ebenso wie Barcelona bietet Valencia einen schönen Stadtstrand, eine verwinkelte Altstadt und aufregende Neubauten wie das Kultur- und Wissenschaftszentrum Ciudad de las Artes y las Ciencias. Und wenn man genug von der Stadt hat, zieht es einen hinaus zum Naturpark L'Albufera, der den grössten See Spaniens umgibt. In den dortigen Reisfeldern wurde die Paella erfunden – die Reispfanne sollte man also unbedingt probieren.

Valencia in Spanien mausert sich zu einer Alternative zum überfüllten Barcelona.
Foto: Shutterstock

Algarve – Wanderparadies

Der Frühling ist die beste Zeit für die Algarve im Süden Portugals: Die Temperaturen liegen bei angenehmen 20 Grad, der Regen hat nachgelassen und die Sonne scheint im Durchschnitt acht Stunden am Tag. Fürs Baden ist es noch etwas frisch, dafür ist der Frühling wie gemacht zum Wandern.

Tipp: Besonders reizvoll ist die Via Algarviana. Auf rund 300 Kilometern durchschneidet sie das stille, ländliche Hinterland der Algarve von Alcoutim bis zum Cabo de São Vicente – durch Korkeichenlandschaften, Dörfer und weich gezeichnete Hügel.

Die Algarve leidet mittlerweile auch unter Massentourismus. Im Frühling ist es dagegen noch herrlich leer.
Foto: Balate Dorin - stock.adobe.com

Madeira – die Insel des ewigen Frühlings

Madeira (Portugal) kennt nur eine Jahreszeit: den Frühling. Klimatisch ist das freilich nicht ganz korrekt, aber die Übertreibung stimmt dennoch. Durch die Lage im Atlantik herrschen auf der Insel das ganze Jahr über milde Temperaturen, wie man sie anderswo nur aus dem Frühling kennt. Atlantische Feuchtigkeit plus warme, nicht zu heisse Temperaturen schaffen ideale Bedingungen für Bäume, Blumen und Sträucher. Madeira wirkt wie ein botanischer Garten. Die Blumenpracht wird denn auch jedes Jahr im Mai mit dem Blumenfest in der Hauptstadt Funchal in Paraden und üppigen Dekorationen gefeiert.

Tipp: Auf Madeira findet man viele Gärten. Einer der schönsten ist der Jardim Botânico da Madeira mit weiten Blicken auf die Stadt Funchal und das Meer.

Madeira wird auch die Insel des ewigen Frühlings genannt. Kein Wunder, ist die Insel ein Blumenparadies.
Foto: boivinnicolas - stock.adobe.com

Malta – Valletta im Vorsommerlicht

Malta ist jetzt schon warm genug für Cafés im Freien, Flanieren an Uferpromenaden und Abende mit Meerblick bei einem Apéro – eigentlich die ideale Zeit für einen Citytrip in die Hauptstadt Valletta. Die maltesische Hauptstadt ist Unesco-Welterbe und lässt sich wunderbar zu Fuss erkunden – durch verwinkelte Gassen, vorbei an Kreuzritter-Palästen, unzähligen Kirchen und Festungsmauern. Auf die Bucketlist gehört ein Besuch der St. John’s Co-Cathedral, die nicht nur ein barockes Prunkstück ist, sondern auch Werke von Caravaggio beherbergt. Von den Upper Barrakka Gardens breitet sich einer der schönsten Blicke über den Grand Harbour und die Stadt aus.

Die Insel Malta bietet malerische Städte, viel Geschichte und mediterranes Flair.
Foto: Kavalenkava - stock.adobe.com

Paphos – auf den Spuren der Geschichte

Auch auf Zypern ist das Meer im Frühling noch etwas frisch für einen Schwumm – warm genug, um am Strand zu liegen, ist es dennoch. Der Lenz ist allerdings die beste Zeit, sich auf die Spuren der alten Griechen, Römer und Kreuzritter zu begeben: Zypern lag schon immer in strategisch wichtiger Lage, weshalb viele Völker hier ihre Spuren hinterlassen haben. Die eindrücklichsten Ausgrabungen finden sich im archäologischen Gebiet von Paphos, wo man einige der schönsten Mosaiken des Mittelmeerraums in ehemaligen römischen Villen entdecken kann.

Tipp: Die Akamas-Halbinsel ist noch wild und bietet grossartige Wandermöglichkeiten.

In Zypern ist es im Frühling noch etwas frisch zum Baden – dafür ist der Lenz die beste Zeit, um sich in Zyperns Geschichte zu vertiefen.
Foto: gatsi - stock.adobe.com

Sizilien – das Val di Noto in seiner schönsten Jahreszeit

Es ist überraschend, aber das wunderschöne Sizilien liegt – im Vergleich zu anderen italienischen Reisezielen – immer noch abseits der ganz grossen Touristenströme. Dabei hat Bella Sicilia so viel zu bieten: 3000 Jahre Geschichte, chaotisch vibrierende Städte, ganz viel Dolce Vita und barocke Pracht – so wie im Val di Noto in der Nähe der Stadt Syrakus. Hier liegen eine Handvoll Städtchen mit eindrücklichen Bauten aus der Zeit des Barock, dazu leuchtet die Natur in frischem Grün, und Zitronenblüten liegen in der Luft – eine perfekte Kombination.

Das Tal Val di Noto auf Sizilien ist für seine barocken Prachtbauten und süssen Dörfchen bekannt.
Foto: Simoncountry - stock.adobe.com

Messenien – wo der Peloponnes besonders schön wird

Zwischen Olivenhainen, kleinen Küstenstrassen und viel mediterranem Licht gleicht die Region Messenien (Griechenland) auf dem Peloponnes einem Griechenland im Kleinformat. Highlight der Halbinsel ist das Städtchen Koroni: ein farbiger Küstenort, über dem die venezianische Burg wacht. Innerhalb der Anlage, zwischen alten Olivenbäumen, befindet sich ein aktives Kloster, das hausgemachte Zitronenmarmelade verkauft. Ebenfalls malerisch: Methoni, wo eine weitere venezianische Festung weit ins Meer hinausragt und ganz grosses Mittelmeer-Kino entfaltet.

Und natürlich gibt es hier sehr viel Geschichte: Das antike Messene gehört zu den eindrucksvollsten Ausgrabungsstätten Griechenlands, weitläufig und erstaunlich gut erhalten – und trotzdem fast menschenleer.

Griechenland ist überall schön. Aber wir finden: Um die Stadt Koroni auf dem Peloponnes ist es noch ein bisschen schöner.
Foto: Andrew Mayovskyy - stock.adobe.c

Nizza – mediterranes Licht ohne Hochsaison

An der Côte d’Azur tritt man sich in der Hauptsaison die Füsse platt. An Orten wie Èze, Antibes und Co. (F) schiebt man sich im Sommer durch wie in der U-Bahn. Aber im Frühling ist es hier, in einer der schönsten Regionen des Mittelmeers, noch angenehm ruhig. Wohin soll es gehen? Warum nicht nach Nizza, in die elegant-quirlige Stadt? Unbedingt erleben sollte man einen Bummel durch Vieux Nice, die Altstadt, mit dem Cours Saleya, Nizzas berühmtem Blumenmarktplatz. Danach gehört ein Spaziergang über die Promenade des Anglais dazu, die wie kaum ein zweiter Ort für Nizzas Eleganz steht. Und zum Schluss lohnt sich der Weg hinauf auf die Colline du Château: Von dort spannt sich einer der schönsten Blicke über Altstadt, Hafen und die weite Bucht.

Nizza wurde wegen seiner Geschichte als Winterreiseziel zum Unesco-Welterbe erklärt – und natürlich ist auch der Frühling in Südfrankreich bezaubernd.
Foto: Balate Dorin - stock.adobe.com

Die magischen Gärten des Tessins

Dass im Tessin das Mittelmeer beginnt, muss man keinem Schweizer erzählen. Das sonnenverwöhnte, warme Klima hebt aber nicht nur die Stimmung, es lässt auch Blumen, Sträucher und andere Gewächse geradezu aufglühen. Deshalb bietet der Sonnenkanton besonders viele Gärten, die jetzt im Frühling aus allen Farben leuchten. Nebst dem kleinen, feinen Botanischen Garten auf den Brissago-Inseln sollten Gartenfreunde sich zum herzigen Dörfchen Morcote aufmachen. Dort befindet sich mit dem Parco Scherrer einer der schönsten ehemaligen Privatgärten der Schweiz. Nicht weit davon entfernt liegt der Parco San Grato mit seinen Hunderten Azaleen und herrlichen Weitblicken über den Lago di Lugano.

In eigener Sache: Unser Autor hat das Buch «Glücksorte im Tessin» geschrieben, das 80 besondere Orte vorstellt. 

Im Frühling besonders magisch: Die Gärten im Tessin, die nach der Leichtigkeit des Mittelmeeres duften.
Foto: alexandre zveiger - stock.adobe.
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