Strand, Paella und der Heilige Gral
Die besten Tipps für ein Weekend in Valencia

Alle strömen nach Barcelona – und treten sich gegenseitig auf die Füsse. Die Alternative? Valencia: ebenso magisch, ebenso kontrastreich. Unsere Tipps für ein Weekend voller Geschichte, Streetart und Gaumenfreuden.
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Herz der Stadt ist die Kathedrale Catedral de Santa María de Valencia aus dem 13. Jahrhundert. In ihr soll sich der Heilige Gral befinden.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Valencia bietet ein Wochenende voller Kultur, Kulinarik und Entspannung.
  • Highlights: Ciutat de les Arts, Paella im La Pepica, Playa Malvarrosa.
  • Seidenbörse seit 1482, Unesco-Welterbe, und Kulinarik am Mercado Central.
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Christian BauerReise-Journalist

Freitagnachmittag: Futurismus in der Stadt der Künste und Wissenschaften

Wir starten das Weekend in Valencia direkt in die Zukunft: Die Ciutat de les Arts i les Ciències, die Stadt der Künste und Wissenschaften – Spaniens spannendster Kultur- und Museumsneubau der letzten Jahrzehnte.

Die ikonischen, weissen Formen der verschiedenen Gebäude stammen überwiegend vom Stararchitekten Santiago Calatrava und beherbergen mehrere Einrichtungen: das Planetarium L’Hemisfèric, das interaktive Wissenschaftsmuseum Príncipe Felipe und das Opernhaus Palau de les Arts Reina Sofía. Highlight ist das L’Oceanogràfic, ein Ozeanarium, das vom Mittelmeer bis zur Antarktis durch verschiedene Meereswelten führt.

Tipp: Im milden Licht des Nachmittags ergeben sich in den zeitgenössischen Bauten besonders interessante Fotomotive.

Freitagabend: Paella mit Geschichte – und Meeresluft

Gewusst? Spaniens berühmtestes Gericht, die Paella, stammt aus der Region um Valencia. Die Paella Valenciana bestand ursprünglich aus Reis (durch Safran gelb gefärbt), Gemüse und hellem Fleisch. Erst später entwickelte sich die heute übliche Variante mit Fleisch und Meeresfrüchten. Fast jedes Restaurant bietet die ikonische «Reispfanne» an, besonders gut schmeckt sie im Restaurant La Pepica: gegründet 1898 und bis heute eine Institution. Plus: Von der Terrasse geniesst man einen tollen Blick auf den Stadtstrand und das Meer.

Danach ziehen wir die Schuhe aus und schlendern am Strand entlang, kaufen etwas zu trinken im Supermarkt, sitzen im Sand und geniessen das mediterrane Lebensgefühl.

Samstagvormittag: Kathedrale, Heiliger Gral, Seidenbörse

Heute geht es hinein in 2000 Jahre Geschichte: in die Altstadt von Valencia, die als eine der schönsten Spaniens gilt. Im Jahr 138 vor Christus wurde Valentia Edetanorum von den Römern im Bereich des heutigen Zentrums gegründet. Erhalten hat sich die mittelalterliche Ciutat Vella, gespickt mit Bauwerken späterer Epochen, insbesondere der Renaissance.

Herz der Stadt ist die Kathedrale Catedral de Santa María de Valencia aus dem 13. Jahrhundert, die auf den Grundmauern einer Moschee errichtet wurde und in der man Elemente muslimischer Architektur findet. Ein Besuch ist ein Muss – auch um eines der grössten Mysterien der Christenheit zu bestaunen: den Heiligen Gral.

In der Kathedrale wird ein Kelch verehrt, den Jesus beim letzten Abendmahl benutzt haben soll. Ob das stimmt? Wer weiss. Immerhin stammt die Achatschale aus dem Nahen Osten und wird auf das Jahrhundert vor Christus datiert.

Nur wenige Minuten zu Fuss sind es zur Lonja de la Seda, der Seidenbörse. Auf dem Weg bleibt bestimmt Zeit für einen zweiten Kaffee in einer der typischen Bars.

Die Lonja de la Seda, in der die in der Umgebung Valencias produzierte Seide gehandelt wurde, wurde von 1482 bis 1533 erbaut und zählt zu den bedeutendsten Privatbauten im gotischen Stil Europas. Sie ist deshalb Unesco-Welterbe. Highlight ist der Verhandlungssaal Consulado del Mar, getragen von Säulen wie ein Palmenwald.

Wer noch Energie für Kultur hat, kann einen Abstecher zur Kirche Iglesia de San Nicolás einschieben, die mit 1900 Quadratmetern Fresken als «valencianische Sixtinische Kapelle» bezeichnet wird.

Nicht verpassen: der Aufstieg auf das Stadttor Torres de Serranos, Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Von hier geniesst man einen tollen Blick über die Stadt.

Samstagmittag: Zmittag im Mercado Central

Nun ist es Zeit, nicht nur für einen Happen zu essen, sondern für das sinnlichste Erlebnis des Wochenendes: einen Besuch im Mercado Central, dem zentralen Lebensmittelmarkt. Der Grundriss des Jugendstilgebäudes gleicht einer Kirche – vielleicht weil gutes Essen und hochwertige Lebensmittel in Spanien so wichtig sind wie die Religion? Hier findet man nicht nur, was das Mittelmeer und die spanische Landwirtschaft hergeben, sondern alle Leckereien des Landes: Chorizos, Manchego-Käse, Jamón oder kantabrische Sardellen. Hier findet man sicherlich ein paar kulinarische Mitbringsel.

Für ein «esmorzaret», einen mittäglichen Snack, geht es zur Central Bar im Markt, geführt von Michelin-Sternekoch Ricard Camarena. Hier gibt es gaumenbeglückende Tapas und Sandwiches.

Samstagnachmittag: Streetart und Shopping im Barrio del Carmen

Am nördlichen Ende der Altstadt liegt das Quartier El Carmen, in dem sich zeitgenössische Kunst zwischen das alte Gemäuer mischt: Hier finden sich besonders viele Streetart-Kunstwerke. Entweder man lässt sich durch die Gassen treiben (viele Murals befinden sich in der Calle de Moret), oder man schliesst sich einer Streetart-Tour an (beispielsweise über Getyourguide). Auf den Hauswänden befinden sich unter anderem auch Werke des lokalen Künstlers Escif, eines Stars der internationalen Graffiti-Szene.

Wer noch etwas Zeit hat, sollte einen kurzen Abstecher ins Centro del Carmen de Cultura Contemporània machen, ein Kulturzentrum für Gegenwartskunst in einem ehemaligen Klosterkomplex aus dem 13. Jahrhundert.

Nun ist es Zeit für Shopping. Im Jahr 2022 wurde Valencia als Weltdesignhauptstadt geehrt. Sprich: Hier finden sich viele Boutiquen mit kreativen und individuellen Produkten – so beispielsweise das Goldschmiedeatelier Orfebres Peris Roca (Calle Bolsería 31), die Fächermanufaktur Abanicos Vibenca (Plaza Lope de Vega 5) und das Hutgeschäft Sombreros Albero València (Calle Xátiva 21).

Samstagabend: Apéro und Sternedinner

Nach so viel Sightseeing läuten wir nun die Stunden des Geniessens ein. Los geht es im Café de las Horas (Calle Conde de Almodóvar 1) in der Altstadt, das aussieht wie ein barockes Schlosszimmer. Ins Glas kommt Agua de Valencia, Valencias Signature-Cocktail mit Orangensaft, Cava, Wodka und Gin.

Beschwingt spazieren wir durch die nächtliche Stadt zum Restaurant La Salita (Pere III el Gran 11) – mit einem Michelin-Stern für kreative, moderne Küche, ideal für einen romantischen Abend zu zweit. Unbedingt im Voraus reservieren.

Sonntagvormittag: Chillen am Stadtstrand

Der Sonntag gehört dem Meer: Valencias Playa de la Malvarrosa gilt als einer der schönsten Stadtstrände Spaniens. Hier ein paar Stunden zu chillen, gehört bei einer Reise nach Valencia einfach dazu. Wer eine Pause vom Strand braucht, kann sich im ehemaligen Fischereiviertel El Cabanyal mit seinen bunten Fassaden die Füsse vertreten.

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