Tourismusdirektor Bruno Hauswirth über Wahrnehmung und Wirklichkeit im Berner Oberländer Feriendorf
«Grindelwald lässt sich entspannt erleben»

Wie umgehen mit der Beliebtheit von Grindelwald BE? Tourismusdirektor Bruno Hauswirth erläutert, wie sich die Situation aus seiner Sicht präsentiert. Und was er empfiehlt, um den beliebten Ferienort entspannt zu erleben.
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Grindelwald ist eines der beliebtesten Ferienziele im Berner Oberland.
Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von Grindelwald Tourismus

Die Bilder haben sich bei vielen eingeprägt: Grindelwald als Destination, die viele Gäste aus dem In- und Ausland anzieht. Doch das wird vor Ort nicht von allen gleich empfunden. Im Alltag gebe es genug Räume und Zeiten, in denen Einheimische weiterhin ihre Ruhe finden, sagt Bruno Hauswirth, Direktor von Grindelwald Tourismus, zur Situation in seinem Dorf. 

Er will den pauschalen Eindruck vom beliebten Ferienort deshalb nicht einfach so stehen lassen. «Diese Bilder, die in den Köpfen vieler Menschen von Grindelwald vorherrschen, entstanden durch die Berichterstattung, die das Dorf stets zu Spitzenzeiten abbildet», sagt er dazu. «Dabei ist Grindelwald im Alltag deutlich entspannter.» 

Engpässe in Spitzenzeiten

Es gebe diese Spitzenzeiten zwar, räumt der Tourismusdirektor ein. «Aber die Engpässe sind meist zeitlich und räumlich begrenzt.» Zudem seien sie primär dem motorisierten Individualverkehr geschuldet. «Das wirkliche Problem sind die vielen Autos, die alle gleichzeitig ankommen, sich erst im Ort orientieren und einen Parkplatz suchen müssen.»

Bruno Hauswirth ordnet die Herausforderung nicht als «Overtourism» ein, sondern als Mobilitäts- und Ankunftsthema: Es gehe weniger um zu viele Menschen insgesamt als um Situationen, in denen viele gleichzeitig ankommen. Entscheidend sei daher eine bessere Lenkung und Orientierung, damit sich Spitzen entzerren und unnötiger Suchverkehr vermieden werde. Eine Verkehrsüberlastung also, die vor allem durch Tagesausflügler (primär im Sommer) verursacht werde. «Die Hotel- und Ferienwohnungsgäste haben ja ihre Adresse. Aber die Tagesausflügler in der Sommersaison brauchen viel mehr Lenkung.»

Tipps für deinen Aufenthalt
  • Auf den ÖV setzen: Für die Anreise den Zug nehmen. Mehr zur ÖV-Anreise siehe unten!
  • Spitzenzeiten umgehen: Falls die Anfahrt im ÖV nicht möglich ist, entweder ganz früh oder dann spät anreisen, das Auto spätestens auf dem Park+Ride Matten stehen lassen und bequem auf den Zug umsteigen.
  • Öffnungszeiten & Bedingungen prüfen: Wanderwege und Pisten sind je nach Saison/Wetter unterschiedlich geöffnet.

  • Sich informieren: Alle Infos gibt es telefonisch via 033 854 12 12, per Mail an info@grindelwald.swiss oder via Button!

  • Planungstipps: Für Betriebszeiten und Reiseplanung vor Ort empfiehlt sich grindelwald.swiss, für die Routenplanung sbb.ch 

  • Auf den ÖV setzen: Für die Anreise den Zug nehmen. Mehr zur ÖV-Anreise siehe unten!
  • Spitzenzeiten umgehen: Falls die Anfahrt im ÖV nicht möglich ist, entweder ganz früh oder dann spät anreisen, das Auto spätestens auf dem Park+Ride Matten stehen lassen und bequem auf den Zug umsteigen.
  • Öffnungszeiten & Bedingungen prüfen: Wanderwege und Pisten sind je nach Saison/Wetter unterschiedlich geöffnet.

  • Sich informieren: Alle Infos gibt es telefonisch via 033 854 12 12, per Mail an info@grindelwald.swiss oder via Button!

  • Planungstipps: Für Betriebszeiten und Reiseplanung vor Ort empfiehlt sich grindelwald.swiss, für die Routenplanung sbb.ch 

Schritt für Schritt den Weg aufzeigen

Lenkung heisse für ihn aber nicht Verbot, betont Hauswirth. «Ich verstehe darunter Service, gute Hinweise und klare Wege.» Direkt darauf Einfluss nehmen könnten sie als Tourismusorganisation aber nur bedingt, sagt Hauswirth. «Die verkehrsrechtliche Verantwortung obliegt anderen Stellen.» 

Sie würden entsprechende Bestrebungen aber natürlich unterstützen. «Indem wir informieren und sensibilisieren», erklärt der Fachmann. Im Fokus stehe dabei ganz klar der öffentliche Verkehr als entlastende Alternative. «Wir zeigen den Gästen auf unserer Website Schritt für Schritt auf, wie sie per ÖV stressfrei nach und durch Grindelwald kommen.» 

Ausbau in Sachen ÖV geplant

Wie sich diese Anreise konkret gestaltet, verdeutlicht die Übersicht unten. Diese führt entweder mitten ins Dorf. Oder es erfolgt der Umstieg auf eine der verschiedenen Bergbahnen, zum Beispiel auf den Eiger Express (Bild). «Die Gäste gelangen mit gerade mal zweimal Umsteigen vom Flughafen Zürich auf den Eigergletscher. Bequemer geht es wirklich nicht», so Hauswirth.

Der geplante Neubau der bestehenden Firstbahn, die dereinst direkt beim Bahnhof Grindelwald starten soll, würde das Auto in Zukunft ebenfalls überflüssig machen, ist Bruno Hauswirth sicher. Zudem planten die Jungfraubahnen für eine komfortablere Anreise auf der Strecke Interlaken Ost–Grindelwald mittelfristig den Ausbau auf einen Viertelstundentakt. Dieser würde die Anreise im ÖV noch bequemer machen. «Das hat auch einen psychologischen Effekt», sagt er. «Man muss eigentlich kaum noch auf den Fahrplan schauen. Hat man in Interlaken Ost oder beim Park+Ride Matten bei Interlaken beispielsweise einen Zug knapp verpasst, folgt schon bald der nächste.»

Er hoffe deshalb fest, dass künftig mehr Feriengäste und Tagestouristen per Zug anreisen werden, «ohne Stau und Parkplatzsuche», bilanziert Tourismusdirektor Bruno Hauswirth. Und er fügt an: «Dann sind die Bilder der vollen Strassen in Grindelwald vielleicht schon bald Schnee von gestern.»

Entspannte Anreise nach Grindelwald per ÖV

Direktzüge nach Interlaken Ost: Ohne Umsteigen nach Interlaken Ost reisen kann man zum Beispiel ab Bern, Basel, Luzern und Zürich. Ab Zürich HB fährt siebenmal täglich ein IC nach Interlaken Ost. Fahrzeit: rund 2:15 Stunden.

Weiterfahrt nach Grindelwald: Mit nur einmal Umsteigen gelangt man aus besagten Städten nach Grindelwald. Die Züge ab Interlaken Ost verkehren im Halbstundentakt. Vorteil: Der Einstieg in die Züge der Berner Oberland-Bahn (BOB) erfolgt ohne Stufe und ist somit kein Problem mit Gepäck. Bei der Anfahrt lässt sich ein erstes Mal die Bergwelt geniessen.

Abzweigung Eigergletscher: Wer vorhat, zum Eigergletscher, auf die Skipisten, Wanderwege oder weiter zum Jungfraujoch zu gelangen, steigt bei der Station Grindelwald Terminal aus. Von hier gehts in gerade mal 15 Minuten zur Station Eigergletscher. Ebenfalls ab Grindelwald Terminal erfolgt die Fahrt auf den Männlichen. Die Top-Aussicht gibts bei beiden Varianten inklusive!

Ankunft in Grindelwald: Die Endstation der Berner Oberland-Bahn (BOB) befindet sich mitten im Dorfzentrum. Viele Wege im Ort sind kurz und bequem zu Fuss machbar – so auch der Dorfkern mit zahlreichen Hotels oder die Startpunkte zu den beliebten Ausflugszielen First, Pfingstegg, Bussalp und Grosse Scheidegg. Oder man startet seinen Wanderausflug direkt beim Bahnhof.

Unbeschränkt Dorfbus fahren: Ergänzend zur Fussläufigkeit steht in Grindelwald ein sehr gut ausgebautes Ortsbusnetz zur Verfügung. Gut zu wissen: Mit der Gästekarte ist die Benützung des Ortsbusses uneingeschränkt möglich.

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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

Kontakt: E-Mail an Brand Studio

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