In der Natur aufs WC gehen: Problematik beim Wandern(00:36)

Kampagne «Scheissmoment» zeigt, wie es richtig geht
Wanderer koten immer öfters am Wegrand

Die Schweiz hat wunderschöne Wanderrouten. Doch die schöne Natur wird immer öfters durch menschlichen Kot am Wegrand überschattet. Nun lancieren zwei Schweizer Organisationen die Kampagne «Scheissmoment» — und wollen zeigen, wie man es richtig macht.
Publiziert: 05.06.2024 um 19:09 Uhr
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Aktualisiert: 10.06.2024 um 12:01 Uhr
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Immer öfter missbrauchen Wanderer den Wegrand als WC. (Symbolbild)
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Fabienne MaagPraktikantin News

Die Natur bestaunen, die frische Luft geniessen und die Stille wertschätzen — nirgends geht es so gut wie in den Schweizer Bergen. Doch einige nehmen das «stille Örtchen» zu genau und hinterlassen immer öfters menschliche Ausscheidungen auf dem Berg. 

Wie der Schweizer Alpen-Club (SAC) zusammen mit dem Verband Schweizer Wanderwege berichtet, missbrauchen immer mehr Wanderer die Natur als WC. Menschlicher Kot ist keine Seltenheit mehr. Was viele für ganz natürlich halten, gehört nicht in die Natur, wie die Online-Zeitung «Zentralplus» berichtet. 

Kampagne «Scheissmoment»

Nastücher und menschliche Ausscheidungen können die Umwelt beschädigen, wie der SAC gegenüber dem Onlineportal erklärt. So braucht der Stoff bis zu fünf Jahre, um sich in der Natur vollkommen zu zersetzen. Doch nicht nur bei den Nastüchern drückt der Schuh: Rückstände von Arzneimitteln im menschlichen Kot können Böden und Gewässer beschädigen. 

Andreas von Deschwanden, Leiter der Geschäftsstelle des SAC Pilatus, bemängelt gegenüber «Zentralplus»: «Vielen ist nicht bewusst, dass die Natur ein hochsensibles Ökosystem ist. Jede Spur ist eine zu viel.» Deshalb haben der SAC und der Verband Schweizer Wanderwege die Kampagne «Scheissmoment» lanciert, in der sie in drei Videos erklären, wie man auf dem Berg dem natürlichen Bedürfnis am besten nachkommt. 

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Das Gröbste bei Seilbahnen und Restaurants erledigen

Andreas Lehmann, Geschäftsleiter des Verbands Luzerner Wanderweg, erklärt gegenüber dem Onlineportal, dass meistens Aussichtspunkte und Picknickplätze von der Problematik betroffen sind. Aber auch Ställe und Hütten würden immer wieder zweckentfremdet. Die Lösung: Wanderer sollen am besten vor der Wanderung oder dann bei Seilbahnen und Restaurants ihr grosses Geschäft erledigen.

Wenn der Ruf der Natur trotzdem einmal lauter klingt, als einem lieb ist, sollte man sich laut den beiden Organisationen einen weit vom Weg entfernten Ort suchen. Anschliessend sollte man ein Loch mithilfe eines Steines graben und nach Erledigung des Geschäfts das Ganze wieder zuschütten. Die gebrauchten Nastücher sollte man zum Schluss wieder mitnehmen und nicht verbrennen, da in einigen Regionen Waldbrandgefahr besteht. 

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