App in die Berge!
Nützliche Apps für Wanderungen in der Schweiz

Wer beim Wandern nicht vom richtigen Weg abkommen will, informiert sich auch per App und GPS über die genaue Route. Der digitale Service ist inzwischen so gut, dass kaum Wünsche auf der Strecke bleiben.
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Zwei Millionen Schweizer wandern regelmässig. Nicht nur für schöne Fotos ist das Handy dabei praktisch.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz hat 65'000 Kilometer Wanderwegnetz mit rund 50'000 Wegweisern

  • GPS-Geräte und Outdoor-Apps sind beim Wandern unverzichtbar
  • Apps bieten zusätzliche Informationen wie ÖV und Sicherheitsempfehlungen
  • Blick stellt die beliebtesten Apps vor
Daniel Aenishänslin

Der Weg ist das Ziel. Zwar besteht der Sinn des Wanderns darin, unterwegs zu sein, doch am Ende des Tages möchten Wanderinnen und Wanderer trotzdem sicher den anvisierten Bestimmungsort erreicht haben. Immer mehr greifen deshalb auf digitale Helfer zurück. Gefragt sind Geräte mit integriertem GPS – dem Globalen Positionsbestimmungssystem – sowie Outdoor-Apps auf dem Smartphone.

Geräte mit integriertem GPS sind besonders gefragt

«Die Outdoor-Apps leisten heute sehr gute und zuverlässige Dienste», urteilt Michael Roschi, Geschäftsführer von Schweizer Wanderwege. «Beim Wandern haben die Apps klar die Nase vorn.» Während die App einem unter anderem hilft, mittels Karte auf dem Display die eigene Position zu lokalisieren, dient das GPS zum Navigieren. Doch Roschi weiss auch: «Auf dem 65'000 Kilometer langen Wanderwegnetz sind immer noch die gelben Wegweiser die meistgenutzten Orientierungshilfen.» Das jedenfalls besage eine Studie von 2014. An über 50'000 Wegweiser-Standorten könne sich ein Wanderer in der Schweiz «zuverlässig» orientieren.

Die Apps liefern weitere nützliche Infos beim Wandern

Der Vorteil der Apps: Sie zeigen einem den aktuellen Standort an. Dies vereinfacht das Kartenlesen deutlich, leert aber auch schnell den Handy-Akku. GPS und ein dauerhaft eingeschaltetes Display können den Akku stark beanspruchen. Für längere Touren gehört deshalb eine Powerbank ins Gepäck. Und für längere Touren ist ein GPS-Gerät mit Ersatzbatterien oft die bessere Lösung. In abgelegenen Gegenden verliert das Smartphone zudem schnell einmal den Empfang. Als Faustregel gilt deshalb: Der gesellige Wanderer, der unterwegs gerne einmal einkehrt, ist mit einer App gut bedient. Der ambitionierte Wanderer leistet sich jedoch ein GPS-Gerät, zum Beispiel eine GPS-Uhr. 

Kein Mobilfunkempfang bedeutet nicht automatisch, dass die Navigation ausfällt: Mit zuvor heruntergeladenen Offline-Karten kann das Smartphone den eigenen Standort weiterhin per GPS bestimmen.

Diese Apps braucht jeder Wanderer

Swisstopo-App

Die kostenlose App des Bundesamts für Landestopografie bietet die Schweizer Landeskarten sowie Wanderwege und zahlreiche weitere Informationen. Touren lassen sich planen und aufzeichnen. Gespeicherte Karten können auch offline genutzt werden. Die App ist für iOS und Android erhältlich.

SchweizMobil

Die kostenlose SchweizMobil-App zeigt die Routen des Schweizer Langsamverkehrs – vom Wandern und Velofahren bis zum Kanufahren. Die App ist weiterhin kostenlos und bietet offiziell signalisierte Routen. Inzwischen gibt es aber SchweizMobil Plus für 35 Franken pro Jahr. Damit lassen sich unter anderem eigene Touren zeichnen, Touren aufzeichnen und Karten sowie Routen offline nutzen.

Rega

Die kostenlose Rega-App ermöglicht im Notfall eine schnelle Alarmierung. Bei einem Alarm wird der aktuelle Standort an die Rega-Einsatzzentrale übermittelt. Die App bietet ausserdem weitere Notfall- und Standortfunktionen. Sie ist für iOS und Android verfügbar, funktioniert aber nur mit einer minimalen Verbindung ins Mobilfunknetz.

Uepaa

Die Uepaa-App verwandelt das Smartphone in ein persönliches Notfallgerät und kann unter anderem Unfälle erkennen und bei bestimmten Alarmen Hilfe organisieren. Die App ist für iOS und Android verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden. Verschiedene Schutzfunktionen sind jedoch kostenpflichtig. Auch diese App funktioniert nur mit einer Verbindung ins Mobilfunknetz.

Apps für Wanderungen liefern nützliche Informationen und Angaben

Das Schöne an vielen dieser Apps: Sie liefern neben Karten weitere nützliche Informationen wie Angaben zum ÖV, Sicherheitsempfehlungen, den Standort von Sehenswürdigkeiten oder Verpflegungsmöglichkeiten. «Wichtig ist es jeweils, die Karte im Voraus herunterzuladen, damit man sie auch nutzen kann, wenn man offline ist», sagt Michael Roschi.

Die Schweizer Wanderwege sind mit ihrem Online-Service ein guter Partner. Mehr als 1000 Wandervorschläge mit wertvollen Tipps lassen sich auf ihrer Website wandern.ch entdecken. «Wer gerne verschiedene Aktivitäten ausprobiert, kann sich mit der App von Schweiz Mobil über das Velofahren, Inline-skaten, Mountainbiken und Wandern auf einfache Art orientieren», erklärt Roschi. Die Routen werden sehr präzise beschrieben.

Die App ist einfach in der Bedienung und angenehm fürs Auge. Sie liefert über das signalisierte Wanderwegnetz von rund 65'000 Kilometern alle nötigen Infos mit zugehörigem Swisstopo-Kartenausschnitt, sowie praktische Tipps für Restaurants oder Unterkünfte. Auch eine Kompassfunktion und Standortbestimmung sind inbegriffen. 

Wanderung startet mit dem ersten Schritt

Wichtig ist es, eine Wanderung sorgfältig zu planen. Denn die Planung kann weder eine App noch das GPS übernehmen. Über die genaue Route sollte sich der Wanderer noch vor dem Start im Klaren sein. Dazu zählt, die wichtigsten Zwischenstationen zu kennen – und natürlich den eigenen Fitness-Stand. Eine realistische Selbsteinschätzung vermeidet Ungemach.

Dem Wetter gebührt besondere Beachtung, denn es kann die Wanderbedingungen auf den Kopf stellen. In der Ausrüstung sollten eine Notfallapotheke, ein Taschenmesser und ein Smartphone mit aufgeladenem Akku sowie Notfallnummern nicht fehlen. Erst wenn alles gut vorbereitet ist, helfen App und GPS.

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