Was ist Fasnacht?
Die Fasnacht ist ein christlicher Brauch und wird jeweils vor der sechswöchigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert. In vielen Regionen gilt sie sogar als «die fünfte Jahreszeit», weil sie mit besonders viel Tradition, Umzügen und Festen verbunden ist.
Woher kommt der Brauch?
Der Ursprung der Fasnacht reicht bis ins Mittelalter zurück. In dieser Zeit wurde die Fastenzeit deutlich strenger eingehalten als heute. Während dieser Wochen waren Fleisch, Fett, Eier, Alkohol und auch sexuelle Ausschweifungen verboten. Vor Beginn des Fastens wollten die Menschen deshalb ihre Vorräte aufbrauchen und noch einmal ausgiebig feiern und das Leben geniessen. Genau daraus entwickelte sich das närrische Treiben der Fasnacht.
Wann beginnt die Fasnacht?
Traditionell gilt der 11. November als offizieller Start der Fasnachtszeit. Inhaltlich ist sie aber eng mit der Fastenzeit vor Ostern verknüpft. Ihren Höhepunkt erreicht die Fasnacht jeweils in den Tagen zwischen dem «Schmutzigen Donnerstag» und dem «Aschermittwoch», wenn in vielen Orten die grossen Umzüge und Feiern stattfinden.
Woher kommt das Wort Fasnacht?
Der Begriff Fasnacht stammt aus dem Althochdeutschen und setzt sich aus «Fasta» (Fastenzeit) und «Naht» (Nacht oder Vorabend) zusammen. Ursprünglich bezeichnete das Wort nur den Abend direkt vor Beginn der Fastenzeit – also den letzten Moment vor dem Verzicht.
Warum verkleiden wir uns an der Fasnacht?
Der Kirche war das ausgelassene Treiben der Fasnacht lange ein Dorn im Auge. Sie betrachtete die Zeit als gottlos und teuflisch, geprägt von der Figur des Narren. Viele Menschen verkleideten sich damals bewusst als Narren oder Teufel – auch als Zeichen des Protests. Mit der Zeit kamen weitere Figuren dazu. Heute gehören neben Narren auch Tiere, Fantasiegestalten und wilde Männer ganz selbstverständlich zur Maskerade.
Wo wird in der Schweiz die groesste Fasnacht gefeiert?
Die grösste Fasnacht der Schweiz findet in Basel statt. Ihr bekanntester Auftakt ist der «Morgestraich». Er beginnt um 4 Uhr morgens am Montag nach dem Aschermittwoch. Dann wird die Innenstadt verdunkelt, und nur die Laternen der Fasnachtscliquen spenden Licht. Typisch ist auch die Mehlsuppe, die während des Morgestraichs serviert wird. Sie besteht aus Mehl und Wasser und war früher ein einfaches Frühstück in armen Haushalten. Generell gilt: Je nach Kanton und Region wird die Fasnacht in der Schweiz zu leicht unterschiedlichen Zeiten gefeiert
In Luzern gehört die Fasnacht ebenfalls zu den grössten und bekanntesten der Schweiz. Sie beginnt traditionell mit dem «Urknall» um 5 Uhr am Schmutzigen Donnerstag. Mit einem lauten Knall startet das Treiben in der ganzen Stadt, begleitet von Guuggenmusigen, Umzügen und tausenden verkleideten Fasnächtlern. Besonders bekannt sind der Fritschi-Umzug und der Monstercorso, bei dem zahlreiche Formationen durch die Innenstadt ziehen. Während der Luzerner Fasnacht verwandeln sich Gassen und Plätze mehrere Tage lang in eine ausgelassene Festzone.
Die Schweiz ist ein Fasnachtsland. Mancher Brauch ist mehrere Hundert Jahre alt. Wir zeigen euch die schrägsten Fasnachtstraditionen der Schweiz.
Die Schweiz ist ein Fasnachtsland. Mancher Brauch ist mehrere Hundert Jahre alt. Wir zeigen euch die schrägsten Fasnachtstraditionen der Schweiz.
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