Wer ein Mail erhält, muss handeln
Apple alarmiert Nutzer wegen Cyberangriff

Apple hat diese Woche gezielt Nutzerinnen und Nutzer in 92 Ländern über Cyberangriffe alarmiert. Wer die Nachricht erhält, soll diese unbedingt ernst nehmen, warnt der Hersteller.
Publiziert: 11.04.2024 um 11:46 Uhr
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Aktualisiert: 11.04.2024 um 12:02 Uhr
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Apple warnt Nutzerinnen und Nutzer in 92 Ländern vor einer laufenden Cyberattacke auf das iPhone.
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Apple hat am Mittwoch Warnungen an einzelne iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer verschickt, dass sie möglicherweise Ziel von Spionageangriffen geworden sind. Die Warnung wurde den Betroffenen per Mail, iMessage und als Banner in iCloud in 92 Ländern angezeigt, schreibt indiantimes.com.

Wie viele Nutzerinnen und Nutzer direkt gewarnt wurden, ist nicht bekannt. Unklar ist auch, in welchen Ländern die Warnung verschickt wurde. Wer die Warnung erhalten hat, sollte jedoch dringend handeln. Apple schreibt: «Wir haben festgestellt, dass Sie wahrscheinlich das Ziel eines Spionageangriffs sind. Es wird versucht, Ihr iPhone aus der Ferne zu infiltrieren.»

Diese Personen sind betroffen

Der Hersteller erklärt weiter, dass sich die Spionageangriffe direkt gegen Personen aufgrund ihrer Person oder ihrer Tätigkeit richten. Laut Apple sind nur sehr wenige Personen direkt betroffen. Häufig handle es sich um Aktivisten, Politiker, Diplomaten oder Journalisten, heisst es weiter. «Obwohl es nie möglich sein wird, solche Angriffe mit absoluter Sicherheit zu erkennen, vertraut Apple auf diese Warnung – bitte nehmen Sie sie ernst», mahnt der Hersteller.

Wer hinter den aktuellen Angriffen steckt, ist unklar. Oft sind es aber staatliche Akteure. Apple spricht inzwischen von «Spyware-Angriffen durch Söldner». Solche Cyberattacken, etwa mit der Spionagesoftware Pegasus des israelischen Technologieunternehmens NSO Group, sind weitaus raffinierter als herkömmliche Cyberangriffe. Sie sind kostspielig, verschlingen Millionen von Dollar und sind meist nur von kurzer Dauer, schreibt Apple. Der Hersteller verschickt mehrmals im Jahr solche Warnungen. Seit 2021 seien Nutzerinnen und Nutzer in mehr als 150 Ländern vor solchen Angriffen gewarnt worden, sagt das Unternehmen.

Extremer Schutz fürs iPhone

Im Jahr 2022 hat Apple zudem den sogenannten Lockdown-Modus für iPhones eingeführt. Dies ist ein extremer Schutz vor solchen Angriffen und nur für Personen geeignet, die sich durch solche Spionageangriffe bedroht fühlen. Denn nach der Aktivierung ist die Funktionalität des iPhones stark eingeschränkt. Apple stellt in diesem Zusammenhang klar: «Die meisten Menschen werden nie Ziel eines solchen Angriffs sein».

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