Nur wenige Städte weltweit
Zürich erhält neue Google-Maps-Funktion

Google will das nachhaltige Reisen fördern: Neue Funktionen in Zürich zeigen nun umweltfreundliche Routen bei Google Maps an.
Publiziert: 18.04.2024 um 11:36 Uhr
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Aktualisiert: 18.04.2024 um 22:19 Uhr
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Zürich bekommt als eine der ersten Städte eine neue Funktion in Google Maps.
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Die Klimakrise schreitet rasant voran. Das spiegelt sich auch in unseren täglichen Suchanfragen wieder: Suchanfragen zu den Begriffen Klimawandel, Klimakrise und Klimaangst haben rasant zugenommen. Auch Anfragen zu nachhaltigem Reisen stehen hoch im Kurs, wie eine Auswertung von Google zeigt (siehe Bildstrecke).

Der IT-Riese lanciert deshalb auf dem Kartendienst Google Maps neue Funktionen rund um nachhaltiges Reisen. Zürich wird in den kommenden Wochen als eine von rund 15 Städten weltweit Zugang zu einer neuen Funktion erhalten, die bei der Suche nach Alternativen zur Autofahrt helfen soll.

Direkter Link zu SBB

Ist eine Route zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln vergleichbar lang, wird diese bei der Planung einer Autofahrt ebenfalls vorgeschlagen. Die Funktion wird auch für ausgewählte Verbindungen in Google Flights eingesetzt, um dort vergleichbare Zugrouten anzuzeigen. Für eine noch einfachere Reiseplanung ist der SBB-Ticketshop direkt verlinkt.

Neue Funktionen gibt es auch für Elektrofahrzeuge. Google Maps zeigt demnächst die nächstgelegene Ladestation mit allen relevanten Informationen an. Ausserdem wird die Route so geplant, dass der Energieverbrauch minimiert wird und direkt passende Ladestationen empfohlen werden.

Kritik wegen CO₂-Ausstoss

Schon seit einiger Zeit zeigt Google bei der Flugsuche eine Schätzung der verursachten CO₂-Emissionen ab. Damit ist der IT-Riese zuletzt in die Kritik geraten. Anfang 2023 analysierte die «NZZ» die Emissionswerte und kam zum Schluss: «Auf der Strecke Zürich–Rom verursacht der ‹grünste› Flug nicht einmal doppelt so viel CO₂ wie der Zug, 62 kg statt 35 kg.» Das erstaunt. «Ein fairer Vergleich zeigt, dass ein Flug auf dieser Strecke rund 200-mal klimaschädlicher wäre als eine Zugfahrt», erklärt Stefan Gössling, der an der Linné-Universität im schwedischen Kalmar zu Verkehr und Nachhaltigkeit forscht, gegenüber der Zeitung.

Die Werte basieren laut Google auf dem Travel Impact Model, das ständig verbessert werde. So werde seit Juli vergangenen Jahres auch der Energieaufwand für Produktion und Transport des Kerosins berücksichtigt.

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