Ace: Premiere von Sonos
Starker Klang, aber happiger Preis

Sonos ist bisher vor allem für Lautsprecher und Soundbars bekannt. Mit dem Ace wagt der Hersteller den Einstieg in den Kopfhörermarkt. Ein Test.
Publiziert: 07.06.2024 um 18:36 Uhr
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Aktualisiert: 08.06.2024 um 10:01 Uhr
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Der Sonos Ace kann über verschiedene Knöpfe an den beiden Ohrmuscheln bedient werden.
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Verarbeitung

Die Sonos-Kopfhörer haben eine hochwertige Verarbeitung mit einem schlanken und ansprechenden Design. Das Gerät gibt es in zwei Farben: in einem weichen Weiss und wie unser Testmuster in Schwarz. Die Ohrmuscheln und das Kopfband sind flauschig weich und bieten auch bei längerem Tragen einen hohen Komfort. Auch Brillenträger finden das Polster bequem. Praktisch beim Ace sind die beiden abnehmbaren Ohrmuscheln, die mit starken Magneten fixiert sind. Sie können so einfach gereinigt oder getauscht werden. Zwar sind die Muscheln unterschiedlich gestaltet (grau und schwarz), um sofort zu erkennen, wie man den Ace aufsetzen soll. Bei Schummerlicht lassen sich die Ohrmuscheln aber nicht auseinanderhalten. Hier wäre wohl ein Muster besser gewesen. Mit einem soliden Metallbügel kann die Grösse der Kopfhörer auf die eigene Kopfform angepasst werden.

Klangqualität

Die Klangqualität der Sonos Ace Kopfhörer ist beeindruckend, besonders für das erste Kopfhörermodell des Herstellers. Die Kopfhörer sind mit 40-mm-Treibern ausgestattet, die einen klaren und kraftvollen Klang liefern. Im Test lieferte der Ace über grosse Strecken ein ausgewogenes Klangbild: Bässe tief und druckvoll, Mitten und Höhen präsent. Über die Sonos App kann das Bass- und Höhen-Level über Schieber geregelt werden, schön wäre hier ein grafischer EQ gewesen. Die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) ist sehr solide und filtert im Zug störende Umgebungsgeräusche locker weg. Auch im Flugzeug konnte der Ace überzeugen. Das Schreien eines unglücklichen Kindes, eine Reihe weiter vorn, schaffte aber selbst der Ace nicht. Gut umgesetzt ist auch der Transparenzmodus, der es dem Träger erlaubt, alle Umgebungsgeräusche durchzulassen, ohne den Kopfhörer abnehmen zu müssen. Ideal für kurze Gespräche oder Durchsagen.

Bedienung

Hier muss man nichts streicheln oder quetschen: Jede Funktion beim Ace hat einen eigenen Knopf. Bravo, Sonos! Das macht die Bedienung zum Kinderspiel. Links befindet sich der Powerknopf und ein USB-C-Ladeanschluss. An der rechten Ohrmuschel wechselt man zwischen ANC und Transparenzmodus. Und die Wippe für die Lautstärke regelt nicht nur das Volumen, sondern dient auch dazu, um Tracks zu starten, zu stoppen – und vor oder zurück zu skippen. Das Case ist schlicht, etwa mühsam ist der Reissverschluss, der etwas gar klein geraten ist.

Akkulaufzeit

Der Hersteller verspricht rund 30 Stunden Laufzeit. Das entspricht der Realität, wie der Test zeigt. Damit liegen die Sonos-Kopfhörer gleichauf wie das Topmodell von Sony. Kurz gesagt: Die Kopfhörer überdauern auch den längsten Flug ohne Probleme – bei Dauerbetrieb. Ohne ANC verlängert sich die Laufzeit gar auf rund 40 Stunden, so der Hersteller. Geladen ist der Ace in rund zwei Stunden.

Fazit: Top, aber ...

Mit dem Ace ist Sonos ein fulminanter Einstieg in den Kopfhörermarkt gelungen. Mehr als zwei Jahre lang hat der Hersteller an dem Kopfhörer entwickelt. Das hat seinen Preis. Verkauft wird der Sonos Ace aktuell für 499 Franken – happig! Das ist gleich viel wie die Airpods Max von Apple und deutlich teurer als die Topmodelle von Sony und Bose. Wer mit dem Ace liebäugelt, sollte wohl die erste Aktion abwarten.

Transparenzbox

Dieses Gerät wurde Blick vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hat keinerlei Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung.

Dieses Gerät wurde Blick vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hat keinerlei Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung.

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