Hans Fluri (82) fördert mit Leidenschaft die Spielkultur
«Das Leben wäre ohne Spiele unmöglich»

In unserer Rubrik «Wir sind Blick» stellen wir dir jede Woche spannende Menschen aus der Community vor. Diese Woche ist Leser Hans Fluri an der Reihe. Der 82-Jährige gibt alles dafür, um die Spielkultur weiterzuverbreiten.
Publiziert: 04.05.2024 um 12:34 Uhr
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Aktualisiert: 04.05.2024 um 12:38 Uhr
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Leser Hans Fluri (82) hat seine Leidenschaft zu seinem Beruf gemacht.
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Sarah RiberzaniCommunity Editor

In den 70er-Jahren habe ich Pädagogik, Sinologie, Philosophie und Volkskunde studiert. Dabei fiel mir auf, dass es selbst auf dem Land zunehmend an Spielplätzen mangelte und mehr Spielgruppen und Freizeitangebote benötigt wurden. Dies führte mich dazu, Kurse anzubieten, die sich mit der Gründung von Spielgruppen beschäftigen. Später habe ich eine Buchhandlung mit Spielmaterialangeboten gegründet. Während ich mich in dieser Welt bewegte, wurde ich immer mehr zum Spieler.

Die Vielseitigkeit des Spielens faszinierte mich, und so begann ich, meine eigenen Spiele zu erfinden. Inspiriert durch die New-Games-Bewegung aus den USA, habe ich selbst interaktive Spiele entwickelt. Darüber hinaus sind Gesellschafts- und Lernspiele speziell für Menschen mit und ohne Behinderungen entstanden, die zudem im Unterricht eingesetzt werden können. Ich nehme auch Lehraufträge an Hochschulen und Universitäten wahr. Da beschäftige ich mich oft mit der Frage, wie man spielend erfolgreich lernen kann. 

Wir sind Blick

In unserer Serie «Wir sind Blick» stellen wir dir jeden Samstag eine spannende Persönlichkeit aus der Blick-Community vor. Wir sind überzeugt, dass jede Leserin und jeder Leser eine interessante Geschichte zu erzählen hat.

Hast auch du eine spezielle Geschichte, ein besonderes Talent, eine einzigartige Sammlung oder sonst etwas Spannendes, das du mit der Community teilen willst? Dann melde dich via Mail an community@blick.ch!

In unserer Serie «Wir sind Blick» stellen wir dir jeden Samstag eine spannende Persönlichkeit aus der Blick-Community vor. Wir sind überzeugt, dass jede Leserin und jeder Leser eine interessante Geschichte zu erzählen hat.

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Ich leite auch ein Spielhotel am Brienzersee. Hier fanden 36 spielpädagogische Intensivseminare statt, in denen die Teilnehmenden drei Monate im Hotel zusammenlebten. Auch die nächsten Kurse und Spielwochen richten sich an zwei bis drei Generationen, um gemeinsam zu wohnen, zu spielen und zu reflektieren.

Die analoge Spielkultur geht immer mehr verloren. Ich sehe ein riesiges Problem, wenn wir unsere Traditionen zugunsten digitaler Möglichkeiten vernachlässigen. Ich bin sogar davon überzeugt, dass das Leben ohne Spiele ein Stück weit gefährdet oder sogar unmöglich wäre. Darum ist es mir ein Anliegen, unsere eigene Spielkultur zu fördern. Durch Spiele kann man der Einsamkeit entgegenwirken, insbesondere im höheren Alter. Jassen etwa bietet eine der stärksten Möglichkeiten, Einsamkeit zu vermeiden, da es Menschen über Generationen hinweg verbindet. Es ist wichtig, dass die ältere Generation aktiver wird und sich mit jüngeren Menschen zusammentut, um die Begeisterung für Spiele zu fördern.


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