Darum gehts
- Die 1. Moto-Zürich zog viele Besucher an
- Über 22'000 Töfffans statt der erwarteten 10'000 kamen zur Messe
- Die 2. Moto-Zürich findet vom 19.–21. Februar 2027 wieder in Zürich-Oerlikon statt
Unmittelbar nach der offiziellen Eröffnung letzten Freitag, 20. Februar um 12 Uhr, staut sich eine Menschenschlange vor dem Eingang der 1. Moto-Zürich mehrere Hundert Meter fast bis zum Bahnhof Oerlikon zurück. Das Zutrittssystem mit den beiden Ticketscannern ist vom grossen Besucherandrang hoffnungslos überfordert.
Eigentlich ein gutes Zeichen für den Organisator der 1. Moto-Zürich. Der unerwartet grosse Besucheransturm zeigt, dass es Töfffans aus der ganzen Schweiz offenbar ein grosses Bedürfnis war, zum Saisonauftakt endlich wieder einen gemeinsamen Treffpunkt zu haben. «Ja, klar», meint ein mit seinen Kumpels geduldig in der Schlange vor dem Eingang wartender Töfffan – angereist aus dem Bernbiet per Bahn, aber in Lederjacke mit Motorrad-Emblemen. «Wo sonst kann man sich noch untereinander austauschen und sich über die Neuheiten der Töffbranche informieren?»
Dennoch ist Veranstalter Yves Vollenweider mit der Stausituation am Eingang kurz nach der offiziellen Eröffnung nicht glücklich. «Technisch hat das Zutrittssystem mit den Validierungen funktioniert. Aber wir wurden vom gleichzeitig einsetzenden Besucheransturm überrascht», gibt er zu. Und der Moto-Zürich-Organisator zieht seine Lehren daraus: «Wir werden den Eingangsbereich für nächstes Jahr neu strukturieren, mehr Scanner einsetzen und die Besucherströme besser verteilen, um künftig solche Peaks effizienter abfedern zu können.»
2. Moto-Zürich am 19. bis 21. Februar 2027
Damit verrät Yves Vollenweider, dass es auch nächstes Jahr wieder eine Moto-Zürich geben wird. «Und zwar vom 19. bis 21. Februar 2027 erneut in der StageOne und der Halle 550.» Der unerwartet grosse Besucheraufmarsch – Vollenweider kalkulierte vor der Messe mit rund 10’000 zahlenden Besuchern, nach den zweieinhalb Messetagen waren es über 22’000 – ist Motivation genug, auch für kommendes Jahr in Zürich-Oerlikon wieder eine Zweiradmesse auf die Beine zu stellen.
Und wie wird die aussehen? Vollenweider: «Die Feedbacks der Aussteller auf die 1. Moto-Zürich waren sehr positiv und viele haben ihre Teilnahme für 2027 bereits zugesagt. Auch die grosse Mehrheit des Publikums war mit unserem Konzept zufrieden. Am Format werden wir daher nicht viel ändern.» Der grosse Besucheransturm habe aber deutlich aufgezeigt, wo man operativ noch nachschärfen müsse. Deshalb wird für 2027 ein neu strukturierter Haupteingang, mit deutlich mehr Scannern für einen beschleunigten Einlass geplant. Und auch die Besucherführung möchte man mit einer verbesserten Signalisation optimieren.
Moto-Zürich-Organisator Yves Vollenweider sagt: «Unser Anspruch ist nicht, maximal zu wachsen, sondern bewusst. Die Moto-Zürich soll konzeptionell anders als klassische Grossmessen bleiben. Gleichzeitig möchten wir das Besuchererlebnis weiter verbessern.» Er sei nun erleichtert, dass bei der ersten Austragung alles gut funktioniert habe. Denn der Druck war enorm. «Aber», so Vollenweider, «ich wollte etwas Neues schaffen – und das ist mir gelungen.»