Darum gehts
- VW Golf bot Ende der 1990er-Jahre Premiumniveau
- Hightech und Kostendruck belasten Autoqualität bei fast allen Marken
- Porsche-911-Modelle von 2009 bis 2019 gelten als qualitative Spitzenklasse
Der VW Golf gehört seit Jahrzehnten zu den meist verkauften Autos Europas und fährt auch in den Schweizer Verkaufsrankings immer vorn mit. Doch als die achte Generation 2019 das Licht der automobilen Welt erblickte, war der Schock bei Fans und Presse gross. Nicht nur in Sachen Design hatte sich zwischen der siebten und achten Generation des Wolfsburger Bestsellers kaum etwas getan. Viel schlimmer war, dass die Qualität spürbar nachgelassen hatte: Fugen, Oberflächen und Schalter waren im Vergleich zum Vorgänger spürbar schlechter geworden. Dazu eine Bordelektronik, die Befehle nicht nur häufig missverstand, sondern auch regelmässig abstürzte.
Seit 1975 hatte der Golf Massstäbe gesetzt – nicht nur in seinem Segment, das nicht umsonst als «Golf-Klasse» bezeichnet wird. Gerade die Generationen vier und fünf hatten damals den internationalen Wettbewerb geschockt: Ab Ende der 1990er-Jahre bot der Golf Premiumniveau. Das hielt bis zur siebten Generation an. Wer den besten Golf aller Zeiten kaufen will, ist mit einem Turbobenziner – zum Beispiel dem Vierzylinder vom Typ EA888 – bestens bedient.
Auch Premiummarken fallen ab
Doch nicht nur die Fahrzeuge von VW haben schon bessere Zeiten gesehen. Bei nahezu jeder anderen deutschen Marke ging es in den vergangenen Jahren bergab. Dabei geht es nicht immer um sinkende Qualität, sondern auch um verkürzte Entwicklungsprozesse, Kostendruck bei den Zulieferern und immer mehr Hightech-Module in den Fahrzeugen, die für Probleme sorgen – gerade zu Beginn der Modellanläufe.
Noch heute kommen Münchner Ingenieure ins Schwärmen, wenn sie von den niedrigen Toleranzen und Fehlerquellen des BMW 3ers der Generation E90 sprechen. Vielleicht war das ab 2005 angebotene Mittelklassemodell nicht derart zeitlos elegant und edel wie sein Vorgänger E46 (1998–2007), der insbesondere durch die Coupéversion zur Legende wurde. Doch in Sachen Qualität setzten die Dreiermodelle – verfügbar als Limousine, Kombi, Cabrio und Coupé – nicht nur für die Münchner neue Massstäbe.
Mercedes ist seit Jahrzehnten bekannt für seine exzellente Qualität. Für viele ist die E-Klasse-Baureihe W124 bis heute das Mass aller Dinge. Hatten sich die Taxifahrer nur Monate nach dem Verkaufsstart noch wegen allerhand Kleinigkeiten beschwert, dass das 1984 vorgestellte Oberklassemodell nicht auf dem Niveau des Vorgängers W123 sei, so wendete sich das Blatt schnell. Der 124er gilt insbesondere mit seinen Dieselaggregaten vor der Commonrail-Generation als Dauerläufer mit unerreichter Qualität. Wer ein modernes Sternen-Fahrzeug mit einer unverwüstlichen Technik sucht, dem sei die E-Klasse W211 empfohlen, die 2002 Premiere feierte. Die Mercedes E-Klasse aus den späten 2000ern ohne Luftfederung oder gar der elektrohydraulischen Bremse ist ein Dauerläufer von beeindruckender Qualität, die auch optisch nicht alt geworden ist.
Das maximal technisch Machbare bot Mercedes Anfang der 1990er. Um den Schock mit dem starken BMW 7er der Generation E32 mit V12-Antrieb und viel Hightech zu kontern, wurde die S-Klasse der Baureihe W140 nochmals mehr als 18 Monate nach hinten geschoben. Am Ende entstand eine Luxuslimousine, die die Welt noch nicht gesehen hatte. Dämmglas, Softclose und V12-Power inklusive. Nicht weniger imposant: die bauähnliche Coupévariante C140 und der Luxusroadster SL der Baureihe R129.
Luxus- und Sportwagen
Wer eine jüngere Luxuslimousine sucht, die kaum Wünsche punkto Qualität und Preis offenlässt, dem sei der Audi A8 der Modellgeneration D4 aus den Jahren 2014 bis 2017 empfohlen. Technik, Fertigungsqualität, Antrieb oder Materialien im Innenraum stellten selbst die deutlich erfolgreicheren Luxusmodelle von Mercedes und BMW in den Schatten. Besonders der 258 PS (190 kW) starke Standard-Diesel mit drei Litern Hubraum ist in Verbindung mit dem Allradantrieb auch nach heutigen Massstäben das Maximum des seinerzeit machbaren. Wer das ganz Besondere sucht, wählt den A8 mit mächtigem 6,3-Liter-Zwölfzylinder.
Auch bei den Sportwagen gibt es über Jahre und Jahrzehnte grosse Schwankungen bei der Qualität und Ausstattung. Der Porsche 911 ist seit Jahrzehnten Legende, Traumwagen und ein Gradmesser für Werterhalt. Wer den besten Elfer aller Zeiten sucht, muss ihn nach seinen ganz persönlichen Vorlieben beurteilen. Qualitativ gelten die 911-Modelle 997.2 (Facelift, 2008 bis 2012), 991.1 (2011 bis 2015) und 991.2 (Facelift, 2015 bis 2019) als besonders gut. Karosserie, Motor, Innenraum und Fahrwerk setzen vor allem im Sportwagensegment neue Massstäbe. Die hohen Wartungskosten schrecken viele ab – doch wer einen Sportwagen für die Ewigkeit sucht, ist mit den Elfern der Modelljahre 2009 bis 2019 bestens bedient.
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