Darum gehts
- Schweizer Parkscheiben sind in Österreich ungültig und deren Einsatz wird gebüsst
- Ankunftszeit muss auf nächste Viertelstunde gerundet werden
- Wintersportorte kontrollieren besonders genau
Österreich ist eines der beliebtesten Reiseländer für Herrn und Frau Schweizer. Und viele von uns nehmen dafür am liebsten das eigene Auto. Doch beim Parkieren gibt es einen Fallstrick, auf den man leicht hereinfällt: Mit einer Schweizer Parkscheibe riskiert man bei den Ösis eine Busse.
Das Problem: In Österreich reichen die Halbstunden-Markierungen nicht aus. Denn die Ankunftszeit musst du auf die nächste Viertelstunde runden. Wer um 10:05 parkiert, stellt dort die Scheibe auf 10:15 – und nicht auf 10:30 wie bei uns.
Im Wiederholungsfall kanns teuer werden
Logischerweise werden Schweizer Parkscheiben in Österreich also nicht anerkannt. Mit der falschen Parkscheibe drohen Strafverfügungen zwischen 30 und 50 Euro, wie das deutsche Fachblatt «Auto Motor und Sport» berichtet. Im Wiederholungsfall kann ein Verwaltungsstrafverfahren mit einer Busse von bis zu 726 Euro folgen.
Erhältlich sind die österreichischen Parkscheiben im Internet oder an vielen Tankstellen und Shops gleich nach der Grenze. Ein Kauf lohnt sich: Gerade in Wintersportorten wie Innsbruck oder Kitzbühel kontrollieren die Behörden besonders streng. Ebenfalls verboten sind übrigens wie in der Schweiz elektronische Parkscheiben, die beispielsweise in Deutschland legal sind.
Weitere Kuriositäten
Die pedantischen Parkscheiben sind übrigens nicht die einzige kuriose Regel im Nachbarland Österreich. So dürfen Polizisten unter bestimmten Bedingungen eine Geschwindigkeitsüberschreitung schätzen. Allerdings dürfen sie auf diese Weise nur Tempoüberschreitungen bis zu 30 km/h feststellen.
Ausserdem ist das Hupen in den meisten Ortschaften nachts verboten. Die entsprechenden Orte haben ein Hinweisschild am Ortseingang. In Wien besteht sogar Tag und Nacht ein Hupverbot. Hupst du trotzdem, kann dich das bis zu 70 Euro Busse kosten.