Wissen von der Strasse
Wieso heisst es am Ortseingang meist «Generell 50»?

In der Rubrik «Wissen von der Strasse» beantwortet Blick regelmässig Fragen, die uns täglich im Autofahreralltag begegnen. Heute gehen wir der Frage nach, was der Zusatz «Generell» auf den 50er-Ortstafeln bedeutet.
Kommentieren
1/11
Die Stadt Zürich führte in den 1980er-Jahren als erste Schweizer Gemeinde flächendeckend Tempo 50 ein.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schild «Generell 50» weist auf Tempo 50 in Schweizer Dörfern hin
  • Stadt Zürich führte als eine der ersten Schweizer Gemeinden flächendeckend Tempo 50 ein
  • 1983: Bundesrat senkt innerorts auf 50 km/h, Bezeichnung «Generell» wird landesweit übernommen
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_929.JPG
Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Wer bei den Geschwindigkeitsbegrenzungstafeln im Schweizer Strassenverkehr genauer hinschaut, dem dürfte eine Unregelmässigkeit auffallen: Nur auf der 50er-Tafel an Ortseingängen findet sich der Wortzusatz «Generell». Aber was bedeutet das genau? 

Der geschichtliche Hintergrund liegt in den 1980er-Jahren, als in Schweizer Dörfern allgemein 60 km/h als Höchstgeschwindigkeit galt. Damals führte die Stadt Zürich als eine der ersten Schweizer Gemeinden flächendeckend Tempo 50 ein. Man signalisierte das neue Tempolimit an den Eingangsstrassen der Stadt Zürich und ergänzte das Schild mit dem Zusatz «Generell», um die Signalisierung nicht im ganzen Stadtgebiet wiederholen zu müssen. Als 1983 Tempo 50 in allen Schweizer Dörfern eingeführt wurde, wurde auch der Zusatz «Generell» auf den Ortseingangstafeln landesweit übernommen.

Eine Art Zonensignal

Im Gegensatz zu normalen Höchstgeschwindigkeits-Signalisationen, die nur für eine bestimmte Strecke bis zur nächsten Kreuzung (wozu auch Kreisel zählen) gelten, gilt die Signalisation mit Höchstgeschwindigkeit 50 und dem Zusatz «Generell» über Verzweigungen hinaus und wird so zu einer Art Zonensignal. Generell 50 wird an Dorfeingängen angezeigt, wo die dichte Überbauung der Siedlung beginnt, und endet mit dem Signal «Ende der Höchstgeschwindigkeit». Dementsprechend gilt auch auf allen Nebenstrassen der entsprechenden Siedlung Tempo 50. 

Tempolimits kennt die Schweiz in ihrer heutigen Form erst seit 1959, als die erste Version des heute noch gültigen Strassenverkehrsgesetzes in Kraft trat. Innerorts durften die Automobilisten nur noch maximal 60 km/h schnell fahren. 1983 senkte der Bundesrat die erlaubte Maximalgeschwindigkeit auf die heute noch gültigen 50 km/h. Zwei Jahre später führte der Bundesrat dann die noch heute gültigen Tempolimits von 80 und 120 km/h ausserorts und auf Autobahnen ein, die zuvor bei 100 bzw. 130 km/h lagen. 

Mit FinanceScout24 und Blick Prämien vergleichen

Blick und FinanceScout24 haben einen neuen, transparenten Autoversicherungsvergleich lanciert. Dieser Vergleich zeigt basierend auf einem Matchingscore die passenden Versicherungen an und sortiert die Ergebnisse nach Preis. Dank des direkten Leistungs- und Preisvergleichs können Sie sofort Angebote einholen und auch direkt abschliessen. Hier geht es zum Rechner inkl. Exklusiv-Angebot.

Blick und FinanceScout24 haben einen neuen, transparenten Autoversicherungsvergleich lanciert. Dieser Vergleich zeigt basierend auf einem Matchingscore die passenden Versicherungen an und sortiert die Ergebnisse nach Preis. Dank des direkten Leistungs- und Preisvergleichs können Sie sofort Angebote einholen und auch direkt abschliessen. Hier geht es zum Rechner inkl. Exklusiv-Angebot.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen