Vom V6-Hybrid bis zum V12-Monster
In diesen sieben Autos steckt Formel-1-DNA

Die Formel 1 inspiriert nicht nur den Rennsport, sondern auch Strassenfahrzeuge. Von Aston Martin bis Porsche: Wir zeigen, welche Autos echte Formel-1-Technologie auf die Strasse bringen und wie viel Rennstrecken-DNA wirklich in ihnen steckt.
Publiziert: 06:18 Uhr
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Aktualisiert: vor 38 Minuten
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Technik aus der Formel 1 ist in vielen Supersportwagen wie dem Ferrari La Ferrari wiederzufinden.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Formel-1-Technik findet sich in zahlreichen Serienautos wieder.
  • Selbst nur bedingt für die Rennstrecke gebaute Autos wie der BMW M5 E60 haben F1-Technik unterm Blech
  • Der V6-Hybridturbo des Mercedes-AMG One wurde direkt vom F1-Boliden übernommen
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Juan ThomasRedaktor Auto & Mobilität

Die Formel 1 gilt als Königsklasse des Motorsports. In der Rennserie versuchen Teams und Fahrer, das Maximum an Leistung aus den Hightech-Boliden herauszuholen. Hundertschaften von Ingenieuren und Mechanikern tüfteln an der Entwicklung der Rennwagen und Motoren. Nicht selten findet sich die in der Formel 1 entwickelte Technik später in Strassenfahrzeugen wieder. Wir zeigen, in welchen alten und neuen Serienautos der Geist der Formel 1 steckt. 

Aston Martin Valkyrie – 2021

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In Zusammenarbeit mit dem F1-Team Red Bull Racing schuf Aston Martin 2021 den Valkyrie.
Foto: Werk

Im Juli 2016 gab Aston Martin die Zusammenarbeit mit dem F1-Team Red Bull Racing bekannt. Ziel: einen Strassenboliden zu entwerfen, der den aerodynamischen Konzepten der Rennserie entspricht. 2021 ists so weit: Der komplett aus Karbon gefertigte Valkyrie bringt lediglich 1270 Kilogramm auf die Waage. Das Exterieur ist geprägt von aerodynamischen Features, um maximale Bodenhaftung zu erzielen. Angetrieben wird der Hypersportler mit Strassenzulassung von einem 6,5-Liter-Zwölfzylinder plus E-Motor, die zusammen 1155 PS (849 kW) und 924 Nm Drehmoment auf den Asphalt pressen. Der bis über 10’000 Touren hochdrehende V12-Sauger sorgt für F1-taugliche 354 km/h Spitzengeschwindigkeit. 

BMW M5 – 2005

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Im Jahr 2005 pflanzte BMWs Sportdivision M einen besonderen Motor in den damals neuen M5.
Foto: UWE FISCHER

Die vierte Generation des BMW M5 prägte 2005 nicht nur die Motorsportdivision der Bayern, sondern auch die Autowelt. Als erstes M-Modell rollte der M5 (und der Technikbruder M6) mit einem Zehnzylindermotor an, der aus derselben Giesserei wie das damalige BMW-F1-Aggregat stammte. Der Fünfliter-V10 lieferte neben dem unverkennbaren Sound damals stolze 507 PS (373 kW) und 520 Nm Drehmoment, womit eine Spitzengeschwindigkeit von über 300 km/h erreicht wurde. Ab 2007 wurde der M5 zudem als Kombi Touring angeboten. Auch den aktuellen M5 gibts wieder als Touring, jedoch ohne den Sound und die DNA eines Formel-1-Boliden – die Neuauflage setzt erstmals auf einen Plug-in-Hybridantrieb mit 727 PS (535 kW).

Ferrari F50 – 1995

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1995 präsentierte Ferrari das erste Modell nach dem Tod von Gründer Enzo Ferrari. Der F50 sorgte mit seinem Zwölfzylinder-Motor aus der Formel 1 für viel Aufsehen.
Foto: zVg

Pünktlich zum 50. Geburtstag präsentierten die Italiener 1995 den Nachfolger des ikonischen F40 – des letzten Ferraris, der vom Gründer Enzo Ferrari persönlich abgenommen wurde. Wie auch der F40 konnte der F50 dank reichlich Formel-1-Technik auf allen Ebenen überzeugen. Herzstück ist der 4,7-Liter-Zwölfzylinder-Mittelmotor, der bis 1993 bei Ferraris F1-Team zum Einsatz kam. Jedoch wurden die Höchstdrehzahl des Motors von 15’000/min auf 8700/min abgesenkt und der Hubraum vergrössert. Resultat: 520 PS (382 kW), 471 Nm Drehmoment und eine Spitze von 325 km/h. Die nur 349 produzierten F50 wurden zum Preis von je rund 400’000 Franken an die ausgewählte Kundschaft ausgeliefert.

Ferrari La Ferrari – 2013

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Der Ferrari LaFerrari kam 2013 auf den Markt und setzte die Messlatte im Supersportwagensegment hoch.
Foto: ZVG.

Hybridantriebe, wie wir sie aus modernen Supersportwagen wie dem neuen Ferrari F80 kennen, waren vor zwölf Jahren nur aus den Kers-Systemen (kinetische Energierückgewinnung) der damaligen Formel-1-Boliden bekannt. Genau diese Technologie kam in Ferraris erstem Hybridsupersportler La Ferrari zum Einsatz – zusammen mit McLaren P1 und Porsche 918 Spyder bildete er die technologische Speerspitze im Sportwagensegment. Ferraris «HY-Kers»-System bestehend aus 6,3-Liter-V12- plus Elektromotor liefert eine Gesamtleistung von mächtigen 963 PS (708 kW) und über 900 Nm Drehmoment, womit der La Ferrari eine Spitze von über 350 km/h schaffte. 

Lexus LFA – 2010

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Die Produktion des Lexus LFA fand mithilfe der Toyota-Racing-Abteilung statt, die auch zu dem Zeitpunkt in der Formel 1 tätig waren.
Foto: zVg

Die Entwicklung des Lexus LFA erfolgte 2010 mit Unterstützung des Formel-1-Teams Toyota Racing, das von 2002 bis 2009 in der Königsklasse antrat. Zahlreiche Renningenieure waren neben der Arbeit am F1-Boliden auch an der Entwicklung des Zehnzylindermotors des LFA beschäftigt. Resultat: Der bis 9000/min hochdrehende 4,8-Liter-V10 mit 560 PS (412 kW) brachte lediglich 206 Kilogramm auf die Waage. Mithilfe von Motorradspezialist Yamaha gelang es, das Triebwerk wie dasjenige eines Formel-1-Boliden klingen zu lassen. Von Fans wird der bis zu 325 km/h schnelle LFA bis heute deshalb als bestklingendes Serienauto aller Zeiten betitelt.

Mercedes-AMG One – 2022

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Mit dem AMG One erfüllte sich Mercedes-AMG 2022 den Traum, einen echten Formel-1-Antrieb auf die Strasse zu bringen.
Foto: Daimler AG

Mit dem AMG One erfüllte sich die Mercedes-Sporttochter 2022 den Traum, einen echten Formel-1-Antrieb auf die Strasse zu bringen. Herzstück des Supersportwagens ist der 1,6-Liter-V6-Hybridturbo, der direkt aus dem Weltmeisterauto von Lewis Hamilton (40) übernommen wurde. Anstelle der 15’000 U/min in der Königsklasse dreht der Motor im AMG One immer noch bis auf unglaubliche 11’000 U/min hoch. Zusammen mit vier Elektromotoren bringt der Antriebsstrang eine Systemleistung von 1063 PS (782 kW) auf die Strasse und katapultiert den AMG One in nur 2,9 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei abgeregelten 352 km/h. Damit ist der AMG One eines der radikalsten Strassenfahrzeuge, das jemals gebaut wurde.

Porsche Carrera GT – 2003

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Ursprünglich für einen Prototyp für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (F) entwickelt, ...

Der Supersportwagen Carrera GT markierte einen besonderen Moment in der langen Porsche-Historie. Ursprünglich für einen Prototyp für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (F) entwickelt, kam das angepasste V10-Triebwerk mit 5,7 Litern Hubraum schliesslich im Carrera GT zum Einsatz. Neben dem einzigartigen Hochdrehzahlsound lieferte der Mittelmotor satte 612 PS (450 kW) und 590 Nm Drehmoment, womit der Carrera GT in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte und eine Spitze von 330 km/h erreichte. Heute zählt der 1270-mal gebaute Carrera GT zu den begehrtesten Porsche-Modellen überhaupt – kürzlich wechselte ein Exemplar für umgerechnet mehr als 1,5 Millionen Franken den Besitzer. 

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