Elektro-Superbolide: Nico Rosberg fährt seinen brandneuen Rimac Nevera(02:31)

Kroatischer Sportwagenbauer auf Rekordjagd
Rimac plant Spektakelbahn im Europapark

Der Europapark in Rust (D) bekommt ab 2024 eine neue Attraktion: Die Achterbahn Voltron Nevera, die in Kooperation mit dem kroatischen Elektrosportwagenbauer Rimac entsteht, ist laut den Machern eines der modernsten und spektakulärsten Fahrgeschäfte der Welt.
Publiziert: 19.09.2023 um 15:45 Uhr
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Aktualisiert: 20.09.2023 um 16:23 Uhr
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Der Rimac Nevera ist ein E-Auto der Superlative: Gleich vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von unfassbaren 1914 PS beschleunigen den kroatischen Hypersportwagen in weniger als zwei Sekunden auf Tempo 100.
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Im Rimac Nevera ist Nervenkitzel garantiert. Gleich vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von unfassbaren 1914 PS beschleunigen den kroatischen Hypersportwagen in weniger als zwei Sekunden auf Tempo 100 – die Spitze ist theoretisch erst bei über 400 km/h erreicht! Mehr als 20 Rekorde hat der elektrische Überflieger von Erfinder und Rimac-Besitzer Mate Rimac (auch interessant: Der Elon Musk des Balkans) bisher eingefahren – soeben hat der Nevera den Rekord für elektrische Serienfahrzeuge auf dem berüchtigten Nürburgring (D) geknackt. Wie sich das kroatische Hypercar fährt, durfte Blick kürzlich exklusiv rund um Andermatt UR ausprobieren (hier gehts zum Fahrbericht).

Ab 2024 geht Rimac aber auch abseits des Asphalts auf Rekordjagd. Dann nämlich wird im Europapark Rust (D) die Achterbahn «Voltron Nevera powered by Rimac» im brandneuen Themenbereich Kroatien eröffnet. Das Fahrgeschäft vom deutschen Achterbahn-Bauer Mack Rides ist die erste neue grosse Achterbahn in Deutschlands grösstem Freizeitpark seit 12 Jahren und soll die Besucherinnen und Besucher in die Experimente zur Elektrizität des Ingenieurs und Physikers Nikola Tesla (1856–1943) eintauchen lassen.

Länger, schneller, steiler

Mit einer Länge von 1385 Metern ist der Voltron Nevera der längste Multi Launch Coaster des Kontinents: Die 14. Achterbahn des Europaparks verfügt über knapp 300 Statoren, die die Züge gleich viermal katapultartig auf bis zu 90 km/h beschleunigen werden, davon einmal rückwärts. Damit hält die Bahn bei der Eröffnung auch den Rekord für die meisten Beschleunigungsabschnitte einer Achterbahn in Europa. Auch eine 2,2 Sekunden andauernde Kopfüber-Phase in Schwerelosigkeit ist geplant.

Die Achterbahn sei die längste mit Inversionen – Loopings und Schrauben – in Europa und auf Platz 6 der längsten Achterbahnen mit Inversionen weltweit. Der steilste Launch der Welt mit 105 Grad sorge «direkt nach dem Katapultstart für eine völlig neue Dimension des Adrenalinkicks», schreibt der Europapark in einer Mitteilung.

Wer ist Rimac?

Alles begann, als der CEO von Rimac Group und Gründer von Rimac Automobili, Mate Rimac, im Alter von 21 Jahren seinen BMW mit einem eigenen elektrischen Antrieb versah. Bei Firmengründung 2011 hatte der Kroate lediglich eine Handvoll Mitarbeitende. Heute, 13 Jahre später, arbeiten über 1300 Menschen in zwei Teilfirmen. Rimac Technology gehört zu 100 Prozent zur Rimac Group und liefert grossen Herstellern Batterien und Elektroantriebe – unter anderem Koenigsegg und Porsche. Die Bugatti Rimac Gruppe mit den Marken Bugatti und Rimac als Sparte für die selbst entwickelten Fahrzeuge gehört nur zu 55 Prozent zur Gruppe; den Rest halten diverse Aktionäre und Mate Rimac selbst.

Lorenzo Fulvi

Alles begann, als der CEO von Rimac Group und Gründer von Rimac Automobili, Mate Rimac, im Alter von 21 Jahren seinen BMW mit einem eigenen elektrischen Antrieb versah. Bei Firmengründung 2011 hatte der Kroate lediglich eine Handvoll Mitarbeitende. Heute, 13 Jahre später, arbeiten über 1300 Menschen in zwei Teilfirmen. Rimac Technology gehört zu 100 Prozent zur Rimac Group und liefert grossen Herstellern Batterien und Elektroantriebe – unter anderem Koenigsegg und Porsche. Die Bugatti Rimac Gruppe mit den Marken Bugatti und Rimac als Sparte für die selbst entwickelten Fahrzeuge gehört nur zu 55 Prozent zur Gruppe; den Rest halten diverse Aktionäre und Mate Rimac selbst.

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Zürcher am Bau beteiligt

Die Zusammenarbeit des Elektroautobauers Rimac, zu dem seit zwei Jahren auch die Edelsportwagenschmiede Bugatti gehört, und dem Europapark wurde soeben auf der kroatischen Ferieninsel Hvar mit grossem Tamtam bekannt gegeben – neben Mate Rimac war auch der kroatische Premierminister Andrej Plenković (53) vor Ort. Mit Patrick Marx (33), Projektleiter und Achterbahn-Entwickler im Europapark, ist auch ein Schweizer am Bau der neuen Voltron Nevera Achterbahn massgeblich beteiligt: «Die neue Bahn ist ein massgeschneidertes Einzelstück, das es so nur einmal geben wird auf der Welt. Wir haben das Fahrerlebnis eine Stufe höher gelegt als alles Bisherige», führt der Zürcher in «20 Minuten» aus.

Der Bau des kroatischen Themenbereichs folgt nach Fertigstellung des Voltron Nevera. Bereits der erste Bauabschnitt mit Achterbahn und Bahnhofsgebäude wird rund 20'000 Quadratmeter umfassen, schreibt der Europapark. Der Bahnhof werde dabei an den Wardenclyffe Tower von Nikola Tesla erinnern, der mit dem prägnanten Bauwerk an der US-Ostküste seinen Traum von der drahtlosen Fernübertragung elektrischer Energie verwirklichen wollte.

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