Zweifache Mutter (†46) verliert Kampf gegen Brustkrebs
«Wenn ihr dies lest, bedeutet das, dass ich gestorben bin»

Nach einem langen Kampf gegen Brustkrebs verstarb die Britin Kate Rackham (†46) am Mittwoch. Die zweifache Mutter bleibt jedoch für viele eine Inspiration – ihre Bemühungen, das Bewusstsein für unheilbare Krankheiten zu sensibilisieren, werden bleiben.
Publiziert: 14.06.2024 um 17:05 Uhr
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Mit diesem Bild gab Mark Rackham bekannt, dass seine Frau Kate verstorben ist.
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Natalie ZumkellerPraktikantin News

Es war eine Nachricht, bei der man hoffte, sie so nie veröffentlichen zu müssen: Am Donnerstag erklärte die Familie von Kate Rackham (†46) in einem Tweet, dass die Britin ihren Kampf gegen einen unheilbaren Brustkrebs verloren hat. 

In der emotionalen Botschaft verabschiedet sich die zweifache Mutter aus Morecambe (England) von ihrer Community, die sie sich auf «X» aufgebaut hatte. «Wenn ihr dies lest, bedeutet das, dass ich gestorben bin. Aber weint nicht um mich. Ich habe mein Leben nach meinen eigenen Vorstellungen gelebt, so wie ich es wollte. Ich bin zu X gegangen, weil ich ein Ventil brauchte, aber was ich bekam, war so viel mehr. Durch euch fühlte ich mich in meinen Gefühlen bestätigt und viel weniger allein. Ich danke euch.» 

Krebs breitete sich immer mehr aus

Rackham arbeitete als Lehrerin, als bei ihr im Alter von 39 Jahren Krebs diagnostiziert wurde. Sie unterzog sich daraufhin einer Operation, bei welcher ihr ein rund sechs Zentimeter grosser Tumor aus der linken Brust entfernt wurde – kurz darauf wurde jedoch klar, dass sich der Krebs bereits auf die Lymphknoten ausgebreitet hatte. 

Die Mutter von Nancy (9) und Ruby (11) erzählte gegenüber der BBC von dem darauffolgenden Behandlungsmarathon: «Ich habe alle Behandlungen über mich ergehen lassen. Das bedeutete eine Mastektomie, die Entfernung von Lymphknoten, Chemo- und Strahlentherapie, die zermürbend war, als hätte man den schlimmsten Kater und eine Grippe gleichzeitig.»

Der Krebs hatte zwischenzeitlich aber auch ihre Leber und Knochen attackiert – anfangs Juni teilten ihr ihre Ärzte mit, dass sie «nichts mehr tun können.»

Töchter waren zum Zeitpunkt des Todes nicht dabei

Rackham verstarb in ihrem Zuhause – wie ihr Mann Mark Rackham in den sozialen Medien bekannt gab, war es ein «friedlicher Tod». Er stand ihr zur Seite, die beiden Töchter seien nur kurz, nachdem ihre Mutter verstorben ist, ebenfalls dazugestossen, um ihr Lebewohl zu sagen. 

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Ihr Lebenswerk würde aber weiterhin für Inspiration sorgen, wie ihr Ehemann betont. Die Britin half bei der Gründung der Wohltätigkeitsorganisation «Fighting to be Heard» mit, die sich für mehr Bewusstsein für unheilbare Krebserkrankungen einsetzt. Durch ihren unermüdlichen Einsatz habe sie ein grosses Vermächtnis hinterlassen. 

«Meine Freundin hat sich auf den Weg gemacht, mit den Sternen zu tanzen»

Dies unterstrich auch ihr Schwager in seiner Abschiedsbotschaft: «Wenn ich nur die Hälfte der Person wäre, die sie war, und nur die Hälfte der selbstlosen Dinge täte, die sie mutig mit ihrem Leben gemacht hat, wäre ich glücklich in dem Wissen, dass ich einen positiven Einfluss auf die Welt genommen habe, aber Kate ging in all dem noch weiter und dachte immer zuerst an andere und dann an sich selbst.»

Ihr Tod löste aber weltweit grosse Anteilnahme aus – ihr letzter Tweet erhielt fast 400'000 Likes. In den Kommentaren sprechen Leute der Familie ihr Beileid aus. Auch Bekannte von Rackham zollen ihr Respekt: «Ich bin zutiefst erschüttert, dass meine Freundin Kate Rackham sich auf den Weg gemacht hat, um mit den Sternen am Himmel zu tanzen», so eine Freundin. 

Auch die ehemalige britische Olympia-Schwimmerin Sharron Davies (61) verabschiedete sich von Rackham: «Es ist traurig, dies zu lesen, sie sieht wie eine wunderbare junge Frau aus. Ich habe vor über zehn Jahren eine meiner besten Freundinnen durch Brustkrebs verloren. Wir müssen mehr tun. Wachsam sein. Achtet weiter darauf.»

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