Zusage an Trump
Putin will eine Woche lang keine Städte angreifen

US-Präsident Trump sagt, Wladimir Putin habe seiner Bitte für eine Feuerpause zugestimmt. Wegen der extremen Kälte sollen eine Woche lang keine ukrainischen Städte angegriffen werden.
Kommentieren
1/4
Foto: DUKAS

«Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und verschiedene Städte zu feuern, und er hat zugestimmt», sagte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag während einer Kabinettssitzung. Grund sei die extreme Kälte im Land. 

Trump lobte anschliessend sich selber für diesen Deal mit dem Kreml-Chef. «Viele Leute sagten: ‹Verschwende nicht den Anruf, das bekommst du sowieso nicht.› Und er hat es geschafft.»

Wann genau dieser Waffenstillstand beginnt, ist allerdings unklar. Ebenfalls ist unklar, wann dieses Gespräch zwischen Trump und Putin stattgefunden haben soll.

Klar ist dagegen: Gerade in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mehr als 450 Wohnblöcke weiter ohne Fernwärme. Im besonders betroffenen Stadtteil Trojeschtschyna seien am Morgen 100 Häuser wieder an die Wärmeversorgung angeschlossen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Dennoch befänden sich weiter die meisten der ungeheizten Häuser in diesem nordöstlichen Stadtbezirk.

Planmässige Stromsperren eingeführt

Russland hat zu Jahresbeginn seine Attacken aus der Luft auf Kiew noch einmal verstärkt. Grossangriffe gab es am 9. und 13. Januar. Nach erneutem Beschuss der Heizkraftwerke am Samstag waren etwa 6000 Wohnblöcke und damit gut die Hälfte der Millionenstadt bei teils zweistelligen Minusgraden ohne Fernheizung. Der Stromversorger musste zu Notabschaltungen greifen. Erst am Donnerstagmorgen wurden wieder planmässige Stromsperren eingeführt, wodurch viele Kiewer zumindest wieder fünf bis acht Stunden Elektrizität täglich haben.

Nach zwei Tagen mit leicht über null Grad werden für das Wochenende wieder starke Fröste mit zum Teil unter minus 20 Grad in der Nacht erwartet. Klitschko hatte die Einwohner bereits aufgefordert, wenn möglich, Kiew zumindest für kurze Zeit zu verlassen.

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion. Das Moskauer Militär hat dabei immer im vergangenen Herbst die Angriffe auf Kraftwerke und andere Energieanlagen intensiviert. Landesweit kommt es daher immer wieder zu Ausfällen von Strom, Wasser und Fernwärme.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen