Es geschah am helllichten Tag. Am Montag kam es auf der italienischen Autobahn zwischen Brindisi und Lecce nahe Tuturano zu einem spektakulären Überfall.
Ein Kommando von schätzungsweise sechs bis acht Tätern steckte zuerst einen roten Lieferwagen in Brand und riegelte so die Fahrspuren ab. Sie fuhren mit einem blauen Alfa Romeo mit Aussen-Blinklicht vor, das Polizeifahrzeugen ähnelt, trugen Masken sowie auffällige weisse Overalls, um sich als Einsatzkräfte zu tarnen.
Dann schossen die Räuber laut der Zeitung «Corriere della Sera» mit Kalaschnikows auf zwei gepanzerte Geldtransporter der Firma Battistolli. Nachdem die Sicherheitsleute ausgestiegen waren, wurden beide Transporter gesprengt.
Täter entkommen mit geklauten Autos
Auf der Flucht steckten die Täter weitere Fahrzeuge in Brand und raubten vorbeifahrenden Autofahrern die Fahrzeuge. Nahe Squinzano lieferten sie sich mit den Carabinieri ein Feuergefecht.
Stundenlang war der betroffene Abschnitt der SS 613 gesperrt, über der Gegend hing eine massive Rauchwolke.
Nach aktuellem Stand gilt: Der eigentliche Raub scheint gescheitert zu sein, es gibt Hinweise, dass die Bande trotz Sprengung nicht oder nur teilweise an die Wertbehälter gelangte. Die Carabinieri haben bislang mindestens zwei mutmassliche Beteiligte im Raum Lecce festgenommen – der Rest der Bande ist noch auf der Flucht.