Brasilien und Schnee? Das passt irgendwie nicht zusammen. Doch in einigen Städten des grössten Landes des südamerikanischen Kontinents herrschen Minustemperaturen und Schneefall.
Für die Kältewelle sorgen laut Meteorologen die polare Luft aus dem Süden des Kontinents – und der Klimawandel.
«Ein schönes Geschenk des Himmels»
Vor Ort sorgt das Phänomen meist für Begeisterung und grosse Augen: Frauen und Männer gehen auf die Strasse, um die Schneeflocken zu beobachten, Schneemenschen zu bauen oder schlicht im kalten Weiss herumzutoben.
Das regionale Portal São Joaquim Online spricht gar von einem «schönen Geschenk des Himmels». Einige Brasilianer sehen Schnee zum ersten Mal überhaupt.
Kältewelle solle auch den Südosten erreichen
Bis Samstag solle die Kältewelle auch die südöstlichen Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro erreichen, schreibt SRF. Zudem wurden für Rio Windböen und Wellen von bis zu vier Metern Höhe vorausgesagt.
So schön der Schnee für viele sein mag; für manche Menschen kann er auch zur Bedrohung werden. Um insbesondre Obdachlose zu schützen, sollen die Städte spezielle Vorsorgen treffen.
Ende der 1990er-Jahre hatte zwischen dem tropischen Amazonas-Gebiet und dem europäisch geprägten Süden eine schlimme Kältewelle geherrscht. Dieser fielen in São Paulo zwei Menschen zum Opfer. (une)