«Werden die Blockade aufrechterhalten, so lange wie nötig»
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US-Kriegsminister Hegseth:«Werden die Blockade aufrechterhalten, so lange wie nötig»

Hegseth droht dem Iran
«Wir beobachten euch – wir wissen, was ihr macht»

Es sind gemischte Signale, die Washington und Teheran aussenden. Während von einer potenziellen Einigung gesprochen wird, fallen auch immer wieder Drohungen von beiden Seiten. Wie schätzt Kriegsminister Hegseth die Lage ein? Um 14 Uhr informiert das Pentagon.
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Pete Hegseth tritt heute erneut vor die Presse.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire
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Janine EnderliRedaktorin News
14:50 Uhr

Das Wichtigste im Überblick

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth reagierte mit maximaler Härte auf die iranischen Drohungen. Nachdem ein Berater des iranischen Regimes angekündigt hatte, «alle amerikanischen Schiffe» zu versenken, falls die USA ihre Präsenz in der Strasse von Hormus nicht reduzierten, kündigte Hegseth an, die US-Marine werde ihre Blockade gegen Iran konsequent durchsetzen. 

Hegseth erklärte am Donnerstag im Pentagon, die USA würden jedes iranische Schiff oder jedes Schiff, das Iran materiell unterstütze, verfolgen und nötigenfalls stoppen. Gemeinsam mit Generalstabschef Dan Caine betonte er, dass Verstösse gegen die Blockade auch in internationalen Gewässern nicht toleriert würden. Caine sagte wörtlich: «If you do not comply with this blockade, we will use force.» Bereits 13 Schiffe hätten umgedreht, um eine Konfrontation mit der US-Marine zu vermeiden. 

Zugleich verschärfte Hegseth seine Drohungen gegenüber Teheran. Iran könne sich entweder für «eine goldene Brücke» und Wohlstand entscheiden oder mit Bombardierungen auf Infrastruktur, Energieanlagen und Stromversorgung rechnen. Die US-Streitkräfte seien bereit, «jederzeit» wieder in den Krieg einzutreten, falls Iran keinen Deal akzeptiere. 

Die Aussagen passen zu Hegseths bisheriger Linie im Konflikt. Bereits in früheren Pressekonferenzen hatte er erklärt, Iran sei «allein und verliere», die USA würden «den Ton angeben» und iranische Kräfte «jagen, wie keine andere Armee es tun kann». Immer wieder verband er diese Botschaften mit direkten Warnungen an die iranische Führung. 

Im Zentrum steht dabei die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Hegseth sagte, die USA hätten die Kontrolle über die Wasserstrasse und würden die Blockade «so lange wie nötig» aufrechterhalten. Angriffe auf Handelsschiffe bezeichnete er als «Piraterie» und «Terrorismus».

14:39 Uhr

Hegseth über Chamenei: «Er ist entstellt und verwundet»

Eine Reporterin will wissen, ob Hegseth ein Update zum Gesundheitszustand von Irans Oberstem Führer – Modschtaba Chamenei – geben könne. Hegseth verneint. «Sein Zustand ist unverändert. Er ist vermutlich am Leben, verwundet und entstellt.»

Foto: Vahid Salemi/AP/dpa/Archivbild

Mit der Frage zu Chamenei kommt die Pressekonferenz zum Ende. Vielen Dank fürs Mitlesen und noch einen schönen Nachmittag!

14:36 Uhr

«Unsere sogenannten Verbündeten reden viel und machen nichts»

Die Journalisten dürfen nun Fragen stellen. Hegseth wird gefragt, ob es Bestrebungen von anderen Nationen gibt, in der Strasse von Hormus zum Einsatz zu kommen und den USA bei der Eskortierung von Handelsschiffen zu helfen. «Das ist eine gute Frage», so Hegseth. «Es gibt viele Gespräche», etwas Konkretes sei dabei jedoch noch nicht herausgekommen. 

«Unsere sogenannten Verbündeten reden viel und machen nichts.» Amerika müsse überall die Kohlen aus dem Feuer holen. 

14:31 Uhr

«Ich war unglaublich inspiriert»

Admiral Cooper ergreift nun das Wort. Der Chef von Centcom (Vereinigte Streitkräfte im Nahen Osten) kehrte kürzlich aus dem Nahen Osten zurück. «Ich habe unsere Truppen an 70 verschiedenen Standorten besucht. «Jedes Mal, als ich mit unseren jungen Männern und Frauen gesprochen habe, war ich einfach inspiriert.»

Cooper beschreibt, wie er direkt mit den Offizieren gesprochen habe, die an der Rettung der abgestürzten US-Piloten im Iran beteiligt waren. «Sie haben einfach unglaubliche Arbeit geleistet.» Die Aktionen der US-Streitkräfte hätten Tausende Menschenleben in der Region gerettet.

14:23 Uhr

«Rechnet damit, geentert zu werden»

Nun spricht Dan Caine, Generalstabschef der Streitkräfte. Er erklärt, die Blockade der Strasse von Hormus erstrecke sich auf die iranischen Häfen und Küsten und gelte für alle Schiffe, unabhängig davon, unter welcher Flagge sie fahren. «Dazu gehören auch Schiffe der Schattenflotte, die iranisches Öl transportieren.»

Die US-Armee sei bei Bedrohungen «buchstäblich jederzeit bereit, den Kampf wieder aufzunehmen», stellt der General klar. 

Caine bestätigt, dass bereits einige Tanker zur Umkehr bewogen werden mussten. Er wiederholt die Warnung an die Schiffe: «Wenn ihr nicht bereit seid, euch an die Regeln zu halten, rechnet damit geentert zu werden.» 

14:18 Uhr

«So lange es nötig ist, werden wir die Blockade aufrechterhalten»

Hegseth betont, dass der ideale Zeitpunkt für einen Deal gekommen sei. Für ihn sei jedoch auch klar: «So lange es nötig ist, werden wir die Blockade aufrechterhalten.» Der Minister zeigt sich überzeugt, dass die USA die Strasse von Hormus so lange unter ihrer Kontrolle hält, bis ein Deal gefunden werde. 

«Es wäre wirklich besser für den Iran, einem Abkommen zuzustimmen», warnt der Kriegsminister.

14:12 Uhr

«Wir wollen es auf die nette Art machen»

Hegseth geht erneut auf die US-Ziele im Iran an. «Unsere oberste Priorität ist, dass der Iran nie eine Atomwaffe besitzen darf.» Dies werden die USA auf die eine oder andere Weise erreichen. «Wir bevorzugen es, auf die nette Art zu tun.» Es ginge jedoch auch anders, stellt der Minister klar. 

14:08 Uhr

Es geht los

Hegseth und Caine betreten das Podium. Neben den beiden Pentagon-Vertretern ist auch der Kommandant des Centcom (Streitkräfte im Nahen Osten) dabei. Hegseth erklärt, dass Admiral Cooper vor Kurzem aus dem Krisengebiet zurückgekehrt sei. 

Hegseth beginnt mit einer Drohung Richtung Iran: «Wir beobachten euch. Wir wissen, was ihr macht und wohin ihr eure Ressourcen bewegt. Ihr habt keine Verteidigungsindustrie mehr», so Hegseth. Der Kriegsminister ermahnt die iranische Führung, sich gut zu überlegen, was sie als Nächstes macht. «Ihr behauptet gerne öffentlich, Iran, dass ihr die Strasse von Hormus kontrolliert, aber ihr habt keine Marine», fügt Hegseth hinzu.

13:44 Uhr

Eine Woche Waffenruhe ist vorbei – wie geht es jetzt weiter?

Wir haben Halbzeit im zweiwöchigen Ringen um einen Friedensdeal zwischen dem Iran und den USA. Vor Wochenfrist wurde ein Waffenstillstand zwischen Teheran und Washington vereinbart – noch eine Woche soll dieser anhalten. 

Höchste Zeit für das Pentagon, eine Bilanz zu ziehen. Wurde die Waffenruhe eingehalten, wie sieht es mit der Strasse von Hormus aus und wie reagiert Washington auf die anhaltenden Drohungen aus dem Iran? US-Kriegsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine werden um 14 Uhr vor die Presse treten. 

Ende des Livetickers
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