Touristensaison gestartet: Video zeigt riesigen Stau am Mount Everest(01:00)

Unfassbare Aktion in Österreich
Alpinist reisst Bergsteiger in die Tiefe – und klettert weiter

Auf dem Berg Zuckerhütl in Österreich kam es im April zu einem schweren Unfall. Ein Mann stürzte und riss fünf weitere Menschen in die Tiefe. Danach führte der Unfallverursacher seine Tour weiter — trotz zwei schwerverletzten Personen.
Publiziert: 27.06.2024 um 19:40 Uhr
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Am Berg Zuckerhütl ereignete sich im April ein Unfall und forderte zwei Schwerverletzte.
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Fabienne MaagPraktikantin News

Im April 2024 ereignete sich am höchsten Gipfel der Stubaier Alpen (3507 Meter) im Tirol ein schwerer Unfall. Aufgrund des herrlichen Wetters und den milden Temperaturen wimmelte es nur so von begeisterten Bergsteigerinnen und Bergsteigern auf dem Zuckerhütl.

Gegen 11 Uhr rutschte jedoch einer dieser Bergsteiger aus und riss gleich fünf weitere Menschen in die Tiefe, wie die «Tiroler Tageszeitung» berichtet. Bei den ersten beiden mitgerissenen Personen handelte es sich um eine Südtirolerin (27) und ihren Begleiter (27). Sie befanden sich gerade beim Abstieg, als der Unbekannte hinunterfiel. Beide wurden schwer verletzt und mussten in ein Spital gebracht werden. 

Unfallverursacher setzt Route nach Zwischenfall fort

Weiter wurden auch drei Österreicher, die sich gerade beim Aufstieg befanden, mitgerissen. Diese konnten ihren Weg aber bereits nach kurzer Zeit wieder fortsetzen. Und nicht nur das Trio, auch der Unfallverursacher setzte seine Tour einfach weiter – so als ob nichts gewesen wäre. Dabei gab es seinetwegen zwei Schwerverletzte. 

Lange Zeit suchte die Polizei Neustift nach dem Unbekannten. Dieser hatte sich aber mittlerweile selber bei den Ermittlern gemeldet, wie die «Tiroler Tageszeitung» weiter berichtet. Der Pannen-Alpinist erklärte, er sei vor seinem Sturz selber angerempelt worden. Die Route hatte er weitergeführt, da bereits andere sich um die beiden Südtiroler gekümmert hätten. So zumindest seine Version. 

Währenddessen ermittelt die Staatsanwaltschaft und versucht, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Keine leichte Aufgabe: Aufgrund unterschiedlicher Zeugenaussagen tappen die Ermittler nach wie vor im Dunkeln.

Auch Mount Everest überrannt

Nicht nur auf dem Zuckerhütl sorgen zu viele Alpinisten auf engem Raum für Komplikationen und Unfälle. Der grosse Hype um den Mount Everest sorgte zuletzt im Mai für Schlagzeilen. Auf 8848 Metern standen die Menschen Schlange und tummelten sich in Scharen in der sogenannten Todeszone, welche ab 8000 Metern beginnt.

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Aufgrund der Wartezeiten riskieren die Bergführer mit ihren Schützlingen immer häufiger waghalsige Manöver. Zuletzt stürzten ein nepalesischer Führer und sein britischer Kunde in die Tiefe, als sie sich aufgrund der langen Schlange vor dem letzten Gipfelaufstieg, vom Sicherheitsseil lösten und alle überholen wollten. Daraufhin löste sich eine Schneeablagerung und riss sie mit sich in die Tiefe.

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