Ukraine - Russland
Behörden: Ukrainischer Filmemacher Senzow unterbricht Hungerstreik

Moskau – Der in Russland inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow hat nach Angaben der russischen Strafvollzugsbehörde seinen seit fast fünf Monaten andauernden Hungerstreik unterbrochen.
Publiziert: 05.10.2018 um 10:25 Uhr
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Aktualisiert: 05.10.2018 um 10:33 Uhr
Der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow ist in Russland zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Behörden warfen ihm «Terrorismus» und Waffenhandel vor, was er zurückwies. (Bild vom 28. September)
Foto: KEYSTONE/AP Russian Federal Penitentiary Service

Ende September war Senzow zu Untersuchungen in ein Spital in der Stadt Labytnangi gebracht worden. Ein von den Strafvollzugsbehörden veröffentlichtes Foto zeigt, wie eine Ärztin die Brust des inhaftierten Kreml-Kritikers abhört. Der Filmemacher wirkt darauf deutlich dünner und älter als auf vorherigen Aufnahmen.

Senzow war im Mai 2014 auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim festgenommen worden. Die Behörden warfen ihm «Terrorismus» und Waffenhandel vor.

Der Aktivist und Dokumentarfilmer wies dies zurück, wurde aber im August 2015 zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er in einer Strafkolonie im äussersten Norden Russlands verbüsst. Der Prozess wurde international scharf kritisiert.

Senzow trat Mitte Mai in einen Hungerstreik. Diesen wollte er erst beenden, wenn Russland alle ukrainischen «politischen Gefangenen» freilässt, hatte er damals gesagt.

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