Schwere Vorwürfe gegen «Politico»
Slowakischer Premier dementiert Aussagen über Trump

Nach einem Treffen mit Donald Trump soll der slowakische Premierminister Robert Fico schwere Bedenken über dessen Gesundheitszustand geäussert haben. Laut Diplomaten bezeichnete er Trump gar als «gefährlich». Das Weisse Haus und Fico selbst dementieren entschieden.
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Der slowakische Präsident Robert Fico soll sich abfällig über Trump geäussert haben.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Darum gehts

  • Robert Fico bezeichnete Trump nach Januar-Treffen als «gefährlich» und schockierend
  • Fico soll von Trump «traumatisiert» gewesen sein, trotz früherer Unterstützung
  • EU-Gipfel diskutierte Trumps Drohung zur Grönland-Annexion
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Der slowakische Premierminister Robert Fico (61) soll nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump (79) Mitte Januar Bedenken über dessen Geisteszustand geäussert haben.

Laut fünf europäischen Diplomaten, die von «Politico Europe» zitiert werden, beschrieb Fico Trump offenbar als «gefährlich» und äusserte sich schockiert über dessen Verhalten.

Äusserungen am Rande des EU-Gipfels

Die Aussagen Ficos sollen am 22. Januar am Rande eines ausserordentlichen EU-Gipfels in Brüssel gefallen sein. Das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs wurde einberufen, um die transatlantischen Beziehungen nach Trumps Drohungen, Grönland zu annektieren, zu besprechen.

Während einer informellen Gesprächsrunde mit EU-Vertretern schilderte Fico demnach seine Eindrücke des Treffens mit dem ehemaligen US-Präsidenten, wie die Diplomaten berichten. Fico, der eigentlich als pro-Trump gilt, soll von seinem Gespräch mit Trump regelrecht «traumatisiert» gewesen sein.

Weisses Haus wittert Fake News

Ein anderer Diplomat zitierte Fico mit den Worten, Trump sei «nicht bei Verstand». Was genau Trump gesagt haben soll, das diese Reaktion auslöste, blieb unklar.

Die Aussagen des slowakischen Premierministers sind insofern bemerkenswert, als dass Fico in der Vergangenheit immer wieder öffentlich seine Unterstützung für Trumps Ansichten zur Schwäche Europas betont hatte.

Fico gilt als Trump-Freund

Noch 2025 hatte er auf der Conservative Political Action Conference in den USA gesagt: «Ihr Präsident erweist Europa einen grossen Dienst.»

Die Pressestelle von Fico gab auf wiederholte Anfragen von «Politico Europe» keine Stellungnahme ab. Allerdings veröffentlichte der Politiker auf X ein entschiedenes Dementi und bezichtigte das Nachrichtenportal der Lüge. «Niemand hat etwas gehört, niemand hat etwas gesehen, es gibt keine Zeugen, aber nichts hinderte das Portal Politico daran, Lügen zu verbreiten», polterte Fico in einem Beitrag.

Er habe während des informellen Gipfeltreffens mit niemandem informell über seinen Besuch in den USA gesprochen, schrieb er weiter. Weiter warf er Politico vor, «die konstruktiven Beziehungen der Slowakei zu allen Teilen der Welt» zerstören zu wollen. «Wenn ich eine kritische Meinung äussern muss, brauche ich kein Megafon», ergänzte er.

«Absolute Fake News»

Anna Kelly, Sprecherin des Weissen Hauses, dementierte die Anschuldigungen ebenfalls entschieden: «Das ist absolute Fake News von anonymen europäischen Diplomaten, die relevant sein wollen. Das Treffen in Mar-a-Lago war positiv und produktiv.»

Nach seinem Treffen in Florida veröffentlichte Fico ein Facebook-Video, in dem er stolz seine Nähe zu Trump hervorhob. Diese Kommunikation widerspricht deutlich den Gerüchten zu den Aussagen beim EU-Gipfel am 22. Januar.

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