Trumps Raketen trafen Landebahn in Syrien nicht
Russen lachen über US-Angriff

Die Startbahn von Assads Flugplatz ist kaum beschädigt. US-Präsident Trump erklärt nun, dass er bewusst danebenschiessen liess.
Publiziert: 10.04.2017 um 16:26 Uhr
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Aktualisiert: 07.10.2018 um 14:38 Uhr
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Abschuss vom Kriegsschiff USS Ross aus: 59 Tomahawks wurden abgefeuert.
Foto: AP

Als Rache für den Giftgas-Angriff im syrischen Chan Scheichun liess US-Präsident Donald Trump den Flugplatz Schairat angreifen. Von zwei Kriegsschiffen aus feuerten die Amerikaner 59 Tomahawks ab. Totaler Wert: 50 Millionen Franken.

Doch nicht alle Raketen erreichten ihr Ziel. Bereits wenige Stunden nach der Bombardierung liess der syrische Machthaber Bashar al-Assad wieder Kampfjets starten. Trumps Angriff hatte zwar Gebäude, aber nicht die Startbahn zerstört. Zudem hatte der gewarnte Assad Zeit, Jets in Sicherheit zu bringen.

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«Von äusserst geringer Effektivität»

In Russland lacht man ob der Aktion der Amerikaner. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums spottete, dass der Raketenangriff von «äusserst geringer Effektivität» gewesen sei.

Jetzt meldet Trump, dass er die Bahn bewusst nicht ins Visier genommen habe. Auf Twitter schreibt er: «Start- und Landebahnen werden in der Regel nicht bombardiert, weil sie schnell und kostengünstig zu reparieren sind.» gf

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