Iranische Rakete zerstört Wohnhaus
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Ein israelisches Ehepaar entkommt am Donnerstagmorgen nur knapp einer riesigen Explosion. Wie die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet, treffen iranische Raketen ein Wohnhaus im Norden Israels. Das Ehepaar konnte sich noch haarscharf in einen Schutzraum retten, als sich ihr Haus in der Stadt Haniel mit Rauch füllte.
«Es gab eine Explosion, einen gewaltigen Knall. Die Tür des Schutzraums hat richtig gewackelt!», erzählt der Ehemann «Reuters». Das Haus wurde beim Angriff fast komplett zerstört. Wände wurden herausgerissen, Möbel umgeworfen und zerstört. Die Explosion hinterliess ausserdem einen tiefen Krater im Boden und brachte einen Baum zum Umstürzen.
Später in der Nacht wurden auch iranische Angriffe in Jerusalem gemeldet. Laut CNN verursachten herabfallende Trümmerteile einer Abfangrakete einen Brand auf einem offenen Feld.
Grossbrand in Bahrain nach iranischem Angriff
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Bahrain am Persischen Golf wurde in der Nacht auf Donnerstag erneut zum Ziel iranischer Angriffe. In einem Treibstofflager im Norden des Landes brach infolge einer Attacke ein grosses Feuer aus. Auf einem Video des nationalen Kommunikationszentrums ist zu sehen, wie Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpfen.
Das Innenministerium Bahrains hatte die Bevölkerung in der Region gewarnt, wegen der giftigen Dämpfe in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster zu schliessen. Laut einem Bericht von Al Jazeera wurden am Donnerstagmorgen weitere Ziele in der Nähe des Flughafens in der Hauptstadt Manamah angegriffen. Es seien hohe Rauchsäulen beobachtet worden.
Iran schickt neue Drohnenwellen gegen Nachbarn
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Von einem Ende des Krieges kann keine Rede sein, auch wenn Donald Trump keine Gelegenheit auslässt, den Sieg zu verkünden. In der Nacht auf Donnerstag griff der Iran erneut mehrere Nachbarländer an.
Im Irak stieg am Internationalen Flughafen Erbil in der Kurdenregion Rauch auf, wie der Sender CNN meldete. Schon zuvor hatte der Iran zwei Tanker in irakischen Gewässer angegriffen. Dabei wurde ein Mensch getötet. Die Tanker gingen in Flammen auf, wie Videos auf den sozialen Medien zeigten.
Saudi-Arabien meldete den Abschuss von mehr als 20 Drohnen im Osten des Landes, wo sich die grossen Ölfelder befinden. In Bahrain griff der Iran Öltanks an, die Regierung wies die Bevölkerung an, wegen des giftigen Rauchs die Fenster zu schliessen.
Auch die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwaits bekämpften Angriffe mit Drohnen und Raketen.
Angriff auf Öltanker fordert einen Toten
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Die iranischen Revolutionsgarden setzten am Mittwoch in irakischen Gewässern zwei Öltanker in Brand. Dabei wurden ein Seemann getötet, wie die irakischen Behörden mitteilten. 38 Seeleute seien gerettet worden.
Der Generaldirektor der irakischen Hafenbehörde sagte gegenüber CNN, dass die geretteten Besatzungsmitglieder alle ausländischer Staatsangehörigkeit seien, gab jedoch keine Details zu Verletzungen oder Schäden an den Schiffen bekannt. Die Blockade des Ölhandels durch die iranischen Revolutionsgarden bedroht die Weltwirtschaft.
Trump will strategische Ölreserven freigeben
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Wegen des Iran-Krieges gehen die Benzinpreise nicht nur bei uns durch die Decke. Auch in den USA steigen die Preise kräftig. Donald Trump ist sich bewusst, dass dies ein halbes Jahr vor der Zwischenwahl nicht die beste Werbung für seine Republikaner ist. Am Mittwoch versprach der US-Präsident deshalb, dass er Öl aus der strategischen Reserve freigeben werde, wie das Portal Politico berichtet.
«Wir werden das tun, und dann werden wir sie wieder auffüllen», sagte Trump am Mittwoch über die Öl-Reserven «Ich habe sie einmal aufgefüllt, und ich werde sie wieder auffüllen. Aber im Moment werden wir sie ein wenig reduzieren, und das wird die Preise senken.»
Trump machte keine Angaben dazu, wie viel Öl seine Regierung freigeben würde und wann dies geschehen soll. Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) bekanntgegeben, dass sie die grösste Freigabe von Reserven in der Geschichte der Organisation koordinieren werde. Die 32 Mitgliedsländer wollen 400 Millionen Barrel Öl freigeben.
Der Hintergrund: Seit Ausbruch des Krieges passieren kaum mehr Schiffe die Strasse von Hormus. Durch die Meerenge fliesst in Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweiten Öls. Am Mittwoch wurden nach Angaben der Revolutionsgarden zwei Schiffe in der Meerenge beschossen.
Trump: «Wir haben gewonnen»
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Donald Trump wechselt seine Einschätzung zum Krieg gegen den Iran weiter fast stündlich. Am Mittwoch feierte er in einer Rede vor Anhängern den angeblichen Sieg.
«Wir haben gewonnen. Wir haben gewonnen, in der ersten Stunde war es vorbei», behauptete der US-Präsident.
Die Rede war gespickt mit Widersprüchen. So sagte Trump, dass die Angriffe «sowohl» ein «Krieg» als auch ein «kurzer Ausflug» seien.
Mal sagte er, der Krieg liege deutlich vor dem Zeitplan, mal, er würde vier bis sechs Wochen dauern, mal, «wir haben bereits gewonnen – aber noch nicht genug».
Ausserdem erzählte er, wie er auf den Namen «Operation Epic Fury» gekommen sei. «Sie gaben mir etwa 20 Namen. Und ich bin fast eingeschlafen. Keiner davon gefiel mir. Dann sah ich ‹Epic Fury›. Ich sagte: ‹Der Name gefällt mir›», sagte Trump laut dem Bericht des Senders CNN.
FBI warnt vor iranischen Drohnenangriffen auf Kalifornien
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Das FBI hat Polizeibehörden in Kalifornien in den letzten Tagen vor «angeblich beabsichtigten» iranischen Drohnenangriffen auf die Westküste gewarnt. Das berichtet der Sender ABC News unter Berufung auf eine Warnmeldung des FBI von Ende Februar. Bereits Anfang Februar soll der Iran demnach einen Überraschungsangriff gegen nicht näher bezeichnete Ziele in Kalifornien geplant haben, sollten die USA das Land angreifen.
Dabei wären unbemannte Flugzeuge und ein unbekanntes Schiff eingesetzt worden. Informationen «zu dem Zeitpunkt, der Methode, dem Ziel oder den Tätern dieses mutmasslichen Angriffs» habe das FBI jedoch nicht. Die Warnung kam zu dem Zeitpunkt, als Trump den Angriff gegen den Iran startete.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (58) bezeichnete Berichte über mögliche Drohnenangriffe des Iran auf Kalifornien als «kritische» Bedrohung, die von den staatlichen und bundesstaatlichen Behörden beobachtet werde. «Das Thema Drohnen steht ganz oben auf der Tagesordnung», sagte Newsom während einer Pressekonferenz am Dienstag. «Wir sind uns dieser Informationen bewusst und arbeiten eng mit dem State Operations Center zusammen», fügte er hinzu.
Mit dem US-Präsidenten habe er über die Bedrohungen noch nicht direkt sprechen können, erklärte Newsom. Zugleich kritisierte er Trump: «Ich wünschte, der Präsident würde dem amerikanischen Volk erklären, worum es hier eigentlich geht und wie das Ganze enden soll.» Er ergänzte: «Wir sehen kein wirkliches Ende in Sicht, wenn es um die Strasse von Hormus geht.»
Verstärkte Raketenangriffe der Hisbollah-Miliz auf Israel
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Auf Telegram hatte die Hisbollah-Miliz am Mittwoch den Beginn der sogenannten «Eaten Straw»-Operationen angekündigt. Israelische Medien berichten derweil von verstärkten Raketen-Angriffen aus dem Libanon auf Israel. Die israelische Armee hatte die israelischen Bürger bereits aufgefordert, Schutz zu suchen.
Gleichzeitig gab das israelische Militär bekannt, dass es mit gross angelegten Luftangriffen auf die südlichen Vororte von Beirut begonnen habe.
Hisbollah-Führer Naim Qassem hatte dem neuen iranischen Führer Modschtaba Chamenei in einer von Hisbollah-nahen Medien veröffentlichten Botschaft zu seiner Wahl gratuliert und Teheran weiterhin Treue geschworen.
Iranischer Parlamentssprecher droht auf X
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Während US-Präsident Donald Trump am Wochenende gegenüber dem Sender ABC angab, dass «die meisten» Raketen und anderen Waffen des Iran zerstört worden seien, weist der Iran diese Behauptungen nun zurück.
Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, schrieb am Mittwoch auf X, dass der Iran in der Lage sei, «jeden beliebigen Ort» anzugreifen. Ghalibaf sprach von einer Strategie des Irans: Die bisherigen Raketenstarts des Iran seit Kriegsbeginn hätten darauf abgezielt, «die Radarsysteme und Verteidigungssysteme des Feindes zu blenden», und dass der Iran nun «jeden beliebigen Ort mit weniger Raketen angreifen» könne.
USA für Raketenangriff auf iranische Schule verantwortlich – 175 Tote
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Eine laufende Untersuchung des US-Militärs hat ergeben, dass die USA für einen Raketenangriff auf eine iranische Schule verantwortlich waren, berichtet die «New York Times». Zu Beginn des Iran-Kriegs war am 28. Februar eine Mädchenschule im Iran bombardiert worden. Nach iranischen Angaben verstarben mindestens 175 Menschen bei dem Angriff.
Die Untersuchung zeigt nun: Der Angriff ist auf einen Zielfehler des US-Militärs zurückzuführen. Eigentlich hatte die US-Armee eine benachbarte iranische Basis angreifen wollen, zu der das Schulgebäude vormals gehört hatte. Laut den vorläufigen Ergebnissen des Berichts erstellten Offiziere des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff anhand veralteter Daten.
«Was immer bei dem Bericht rauskommt, ich bin willens, mit diesem Bericht zu leben», hatte US-Präsident Donald Trump zuvor gesagt. Trump hatte zuvor auch behauptet, der Iran sei für den Angriff auf die Schule verantwortlich. Sie seien «sehr ungenau» mit ihren Kriegswaffen, so Trump.
Für den Bericht wurden etwa Satellitenbilder, Videos und Veröffentlichungen in Onlinemedien ausgewertet. Auf eine Frage nach dem Medienbericht der «New York Times» entgegnete Trump am Mittwoch, er wisse «nichts davon».