Stradivari-Auktion in den USA
Geige von Einsteins Lehrer für 15,3 Millionen versteigert

In den USA ist eine seltene Stradivari-Geige versteigert worden. Das Instrument erzielte einen Preis von 15,3 Millionen US-Dollar.
Publiziert: 12.06.2022 um 13:58 Uhr
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Aktualisiert: 12.06.2022 um 14:18 Uhr
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Physik-Genie Albert Einstein (hier im Jahr 1925) war selbst Geigenspieler.

Eine seltene Stradivari-Geige ist in New York für 15,3 Millionen US-Dollar (rund 15,1 Millionen Franken) versteigert worden.

Wie das Auktionshaus Tarisio mitteilte, blieb sie damit knapp unter dem Rekordpreis von 15,9 Millionen Dollar, der 2011 für eine andere Geige des berühmten italienischen Instrumentenbauers Antonio Stradivari (1644–1737) gezahlt worden war.

Die 1714 angefertigte Geige hatte lange dem berühmten Virtuosen Toscha Seidel (1899–1962) gehört, der mit ihr unter anderem die Filmmusik für den Hollywood-Klassiker «Der Zauberer von Oz» einspielte und seinen noch berühmteren Schüler Albert Einstein (1879–1955) unterrichtete.

Zuletzt hatte die Stradivari einem Sammler aus Japan gehört

«Diese Geige hat direkt neben dem grossen Mathematiker und Wissenschaftler gespielt», als Seidel und Einstein in Einsteins Haus in Princeton zusammen Quartette gespielt hätten, erklärte der Gründer des Auktionshauses Tarisio, Jason Price. 1933 gaben Seidel und Einstein zudem ein Konzert in New York, um aus Nazi-Deutschland geflohene jüdische Wissenschaftler zu unterstützen.

Zuletzt hatte die Stradivari einem Sammler aus Japan gehört. Wer sie am Donnerstag ersteigerte, teilte das Auktionshaus nicht mit. (AFP)

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