Stärke 7,7
Heftiges Erdbeben vor Fidschi-Inseln

Vor den Fidschi-Inseln, Vanuatu und Neukaledonien hat sich ein heftiges Erdbeben ereignet. Nachdem die Behörden zuerst vor einem Tsunami gewarnt hatten, ist die Gefahr nun gebannt. Wenige Stunden nach dem Beben hob das Frühwarnsystem die Tsunami-Warnung wieder auf.
Publiziert: 19.05.2023 um 05:25 Uhr
|
Aktualisiert: 19.05.2023 um 08:53 Uhr
Erdbebendienste berichteten über das 7,7-Erdbeben in der Nähe der Fidschi-Inseln.

In der Nähe der Inselgruppe Neukaledonien im Pazifischen Ozean hat es ein heftiges Erdbeben gegeben. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke am Freitag auf 7,7. Nachdem das Frühwarnsystem in den USA für Neukaledonien, Vanuatu und Fidschi eine Tsunami-Warnung herausgegeben hatte, gaben die Behörden nach wenigen Stunden Entwarnung. Die Tsunami-Warnung konnte aufgehoben werden.

Nachdem zunächst von möglicherweise bis zu drei Meter hohen Wellen in Vanuatu die Rede war, relativierte die Behörde die Angaben später. Sie rechnete nur noch mit Wellen von maximal einem Meter Höhe in Vanuatu und 0,3 Meter in anderen Pazifikstaaten, darunter Fidschi.

Jüngsten Angaben zufolge ereignete sich das Beben in 37 Kilometern Tiefe südöstlich der Loyalitätsinseln, die ein Teil des französischen Überseegebiets Neukaledonien sind. Zunächst hatte die USGS von nur zehn Kilometern Tiefe gesprochen. Auf den Inseln des Archipels leben rund 18'000 Menschen. Neukaledonien mit 270'000 Einwohnern befindet sich im südlichen Pazifik, östlich von Australien und nördlich von Neuseeland.

Menschen sollen Küstengebiete verlassen

Die Behörden in Vanuatu rieten den Bewohnern der gesamten Inselgruppe, sofort Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen und sich von Küstengebieten in höhergelegene Regionen zu begeben. Auch in Neukaledonien wurden die Menschen aufgefordert, Küstengebiete zu verlassen.

Die Notfallagentur in Neuseeland twitterte, sie verfolge die Situation genau. «Wir gehen davon aus, dass es in den Küstengebieten Neuseelands starke und ungewöhnliche Strömungen sowie unvorhersehbare Fluten an der Küste geben wird», hiess es. Für Australien gebe es keine Bedrohung, teilte die dortige Meteorologiebehörde mit. (SDA/neo/dzc)

Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare